Raspberry Pi 3, Zero, 2, B - welcher ist der Tempomacher, der Multimedia-Pi, der Energiesparer, der Windows-taugliche? Der Beitrag und ein Poster zeigen Ihnen detailliert die Unterschiede aller Modelle.
Raspberry-Pi-Platinen im Überblick: Von der Mini-PC-Platine gibt es neun Varianten in verschiedensten Größen und Leistungsstufen
(Bild: Bild: Thomas Kuther)
Die Linux-basierende PC-Platine Raspberry Pi (RPi) ist der weltweit beliebteste Singleboard-Computer (SBC). Acht Millionen Exemplare sind seit der Präsentation des ersten Modells Raspberry Pi B im Februar 2012 verkauft.
Die Initiatoren des Raspberry Pis, die in England ansässige Wohltätigkeitsorganisation Raspberry Pi Foundation, brachte bis heute neun Modelle auf den deutschen Markt: Raspberry Pi B (Februar 2012), A (Februar 2013), die Industrievariante Compute Modul und Development Kit (Juni 2014), die Modelle B+ (Juli 2014), A+ (November 2014), 2B (Februar 2015), Zero (November 2015), 3B (Februar 2016) und Zero mit Kameraport (Mai 2016).
Desweiteren fertigt Raspberry Pi Trading, dieser Teil der Organisation ist zuständig für die Herstellung der Raspberry Pis, seit Oktober 2015 für die Industrie auch Modelle nach individuellen Kundenwünschen. Diese klammern wir aus Platzgründen aus.
Sie fragen sich, wer angesichts der zahlreichen Raspberry Pis den Überblick behalten soll? Im Folgenden lichten wir den Raspberry-Pi-Dschungel. Erfahren Sie zunächst, was alle RPis eint, ehe die Detailübersicht mit Modell B startet.
Extrem günstiger Preis: Leistungsfähige Singleboard-Computer gibt es zahlreiche, etwa von Arduino und Udoo. Doch den günstigen Preis des Raspberry Pis kann keiner toppen – ein Grund für den Hype um Raspberry Pi. Der Preis liegt etwa zwischen 4 £ für den RPi Zero und rund 45 € für Raspberry Pi 2B und 3B.
Übrigens, die Platine ist deshalb so günstig, weil die Raspberry Pi Foundation nicht primär Wirtschaftlichkeit, sondern gemeinnützige Ziele verfolgt: Mittels einer preisgünstigen PC-Platine in Verbindung mit der OpenSource-Software Linux sollen alle, auch weniger gut betuchte Schüler, weltweit Zugang zum Internet und zu Office-Programmen erhalten und zum Programmieren angeregt werden.
Taktgeber eines jeden RPis ist ein Broadcom-SoC (System on a Chip): In vier der neun Modelle – B, B+, A und A+ – werkelt Broadcoms BCM2835, ein 32-Bit-Singlecore mit 700 MHz Takt. Diese Modelle mit Broadcoms BCM2835, die lediglich unter Linux laufen, werden auch als Raspberry Pi 1 bezeichnet. Auch Raspberry Pi Zero und Zero mit Kameraport nutzen diesen SoC, allerdings ist dieser werksseitig bis zu 1 GHz getaktet.
Im Februar 2015 dann der Paukenschlag: Broadcoms BCM2836, ein 32-Bit Quadcore mit 4 x 900 MHz, spendiert Raspberry Pi 2B nicht nur einen erheblichen Leistungsschub, sondern eröffnet den Zugang zur Windows-Welt.
Ein Jahr später, im Februar 2016, kommt dann mit Raspberry Pi 3B der bislang schnellste Pi auf den Markt: Herz dieser Mini-PC-Platine ist Broadcoms BCM2837, ein 64-Bit Quadcore mit 4 x 1,2 GHz Takt. Auch er läuft mit Linux und Windows.
Betriebssystem auf externer Speicherkarte: Erst ein Betriebssystem haucht der Hardware Leben ein. Allen Raspberry Pis fehlt ein Onboard-Betriebssystem. Dieses ist via externer Speicherkarte zu booten. Alle Modelle verfügen daher über einen Speicherkarten-Slot; das Compute Modul über einen eMMC-Flash-Speicher.
Die frei verfügbare Software Linux ist das von der Raspberry Pi Foundation favorisierte Betriebssystem. Es läuft auf allen Modellen. Hiervon gibt es verschiedenste Varianten. Eine Auswahl bietet die Site Raspberrypi.org an. Raspberry Pi 2 und 3 meistern neben Linux auch Windows, allerdings nur die abgespeckte IoT-Variante für Entwickler, Windows 10 IoT Core. Microsoft bietet diese kostenfrei zum Download an.
Direkte Ansteuerung vielfältigster Komponenten via GPIO: Die Stiftleiste auf dem Raspberry Pi ist ein weiterer wesentlicher Grund für dessen Beliebtheit. GPIO-Pins (General Purpose Input Output) stellen eine zentrale Schnittstelle zwischen dem Raspberry Pi und zahlreichen externen Geräten, digitalen Schaltungen, Sensoren, etc. her.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
Bestimmte Pins übernehmen neben der einfachen Ansteuerung auch besondere Funktionen wie die Kommunikation per I2C, UART oder SPI zum Anschluss weiterer Hardware. All dies prädestiniert den Raspberry Pi für vielfältigste Einsatzmöglicheiten, etwa als Mess- Steuer- und Regelgerät, als Infrarot-Kamera, Digitaloszilloskop und für die Hausautomation. Desweiteren hat sich Raspberry Pi schon zu Wasser und als Flugobjekt in der Stratosphäre bewährt.
Während die Modelle A und B lediglich über 26 Kontakte mit 17 GPIO-Pins verfügen, bieten Raspberry Pi A+, B+, 2B, 3B und Zero 40 Kontakte mit 26 GPIO-Pins, wobei beim Zero lediglich die Anschlüsse bereitgestellt sind. Eine Stiftleiste kann separat erworben werden. Das Compute Modul kommt ohne Stiftleiste, dafür bietet das Compute Modul Development Kit gar zwei Bänke à 60 Kontakten mit 48 GPIO Pins an.
Audio sowie HD-Filme: Alle Raspberry-Pi-Modelle bis auf das Compute Modul nutzen Broadcoms Dual Core VideoCore IV. Dieser unterstützt OpenGL-ES 1.1/2.0, das Videokompressionsverfahren H.264 und hochaufgelöste Filme im Format 1080p30. Hardware-seitig ist Raspberry Pi hierfür mit einer (Mini-)HDMI-Buchse 1.3/1.4 ausgestattet.