Lenovo Thinkstation P5, P7 und PX Rasante Xeon-Workstations mit Aston-Martin-Gehäuse

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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Xeon-Prozessoren aus Intels Sapphire-Rapids-Familie sorgen in den Thinkstation-Workstations P5, P7 und PX für die Rechenleistung, und Nvidia für die GPUs. Im PX arbeiten gleich zwei CPUs mit zusammen bis zu 120 Cores. Beim Gehäusedesign half Aston Martin.

Die neuen Thinkstation-Desktop-Workstations von Lenovo sind für Content Creators, Architekten, Designer, Ingenieure und Datenwissenschaftler bestimmt, die Rechner benötigen, die eine hohe CPU- und GPU-Leistung bereitstellen. (Bild:  Copyright (c) 2021 Gorodenkoff/Shutterstock)
Die neuen Thinkstation-Desktop-Workstations von Lenovo sind für Content Creators, Architekten, Designer, Ingenieure und Datenwissenschaftler bestimmt, die Rechner benötigen, die eine hohe CPU- und GPU-Leistung bereitstellen.
(Bild: Copyright (c) 2021 Gorodenkoff/Shutterstock)

Lenovo schickt im Mai ein Trio aus Desktop-Workstations mit Intel-Sapphire-Rapids-Prozessoren ins Rennen. Die drei Xeon-Maschinen Thinkstation P5, P7 und PX sind laut Hersteller von Grund auf neu konzipiert und für anspruchsvolle Workloads bestimmt. Dabei decken sie unterschiedliche Leistungsklassen ab: Die Thinkstation P5 und P7 sind Single-Socket-Rechner mit maximal 24 beziehungsweise 56 Prozessorkernen, die Thinkstation PX ist mit zwei Xeon-Prozessoren bestückt, die in der Top-Variante über jeweils 60 Cores verfügen.

An der Entwicklung der drei Rechner war der Sportwagenhersteller Aston Martin beteiligt, der selbst Lenovo-Workstations einsetzt. So orientiert sich das Gehäusedesign an der Formensprache der Sportwagen und auch an der Konstruktion der Luftführung für die Kühlung war Aston Martin beteiligt. „Als Lenovo-Workstation-Kunden war dieses Projekt eine einzigartige Gelegenheit, ein Hochleistungssystem zu entwickeln, das wir für die Konstruktion und Entwicklung unserer Hochleistungsfahrzeuge nutzen werden,“ sagt dazu Cathal Loughnane, Direktor von Aston Martin Partnerships.

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Thinkstation P5 und P7

In den Thinkstation-Modellen P5 und P7 setzt Lenovo Xeon-W-Prozessoren auf Mainboards mit Intel-W790-Chipsatz ein, verwendet allerdings unterschiedliche Hauptplatinen. In der P5 sitzt ein Xeon-W-2400-Prozessor mit maximal 24 Kernen auf dem Sockel 4677. Die acht DIMM-Slots können mit bis zu 512 GB DDR5-4800 bestückt werden. Dabei kommt ECC-Speicher zum Einsatz. Zudem bietet der Rechner Platz für bis zu zwei Nvidia RTX A6000. Die Storage-Optionen umfassen bis zu drei M.2-SSDs mit zusammen 12 TB Kapazität und drei 3,5-Zoll-HDDs mit insgesamt 36 TB Speicherplatz. In der etwas voluminöseren P7 sitzt ein größeres Mainboard, das mit einem Xeon-W-3400-Prozessor bestückt ist. Hier sind bis zu 56 Prozessorkerne und maximal ein TB Hauptspeicher möglich.

Zudem bietet der Rechner Platz für bis zu drei RTX-6000-Ada-Karten und verfügt über einen zusätzlichen 10GbE-Controller für eine schnelle LAN-Anbindung. Bei der P5 ist nur ein GbE-Port auf der Hauptplatine integriert. Zusätzlich erlaubt das P7-Modell mehr Flexibilität bei der Massenspeicherbestückung: Möglich sind entweder bis zu vier M.2-SSDs und drei HDDs oder fünf SSDs und eine HDD. Das Gehäuse des Rechners ist so gestaltet, dass es einfach horizontal in einem Rack eingesetzt werden kann und hier vier Höheneinheiten belegt.

Während das Netzteil in der P5 bis zu 1.000 Watt leistet, schafft das in der P7 bis zu 1.400 Watt, um die zusätzlichen Prozessorkerne und die dritte Grafikkarte zu versorgen. Bei den RTX-6000-Karten der Ada-Generation sind aus der GPU 18,176 Cuda-Cores, 568 Tensor-Cores und 142 RT-Cores aktiv. Die RTX A6000 ist auf 10.752 Cuda-Cores, 336 Tensor-Cores und 84 RT-Cores limitiert. Der Grafikspeicher ist bei beiden Karten 48 GB groß.

Thinkstation PX

Das Top-Modell Thinkstation PX ist mit zwei Prozessoren bestückt. Daher kommen hier keine Xeon-W-CPUs zum Einsatz, sondern Server-Prozessoren der vierten Xeon-Scalable-Generation, die auf einem Mainboard mit Intel-C741-Chipsatz sitzen. Bis zu 120 Cores, also 60 Cores pro CPU, sind hier möglich.

Zudem fassen die 16 DIMM-Slots bis zu zwei TB Hauptspeicher. Mit vier PCIe-5.0-x16-Slots fasst die Thinkstation PX sogar bis zu vier RTX-6000-Ada-Karten. Das breitere Gehäuse, es belegt im Rack liegend fünf Höheneinheiten, kann entweder zwei oder vier HDDs aufnehmen. Die Anzahl der M.2-SSDs liegt bei entweder maximal sieben oder drei. Alternativ zu dem 1.850-Watt-Netzteil sind auch zwei redundante Netzteile möglich. Bei der PX-Workstation ist ebenfalls neben dem GbE-LAN-Controller eine zusätzliche 10GbE-Schnittstelle an Bord. Alle drei Workstations können überdies mit Wi-Fi 6E geordert werden.

Laut Lenovo sollen die drei neuen Desktop-Workstations ab Ende Mai 2023 verfügbar sein. Preise nennt der Hersteller nicht.

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