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Virtuelle MWC 2020

Qualcomm präsentiert XR-Brille mit 5G-Streaming

| Autor: Ann-Marie Struck

Qualcomm zeigt ein Referenz-Design für seine Extended Reality Plattform.
Qualcomm zeigt ein Referenz-Design für seine Extended Reality Plattform. (Bild: Qualcomm)

Angesichts des wachsenden Einsatzes von VR- und AR-Brillen in Unternehmen steigen auch die Anforderungen an die Geräte. Mit dem Snapdragon XR2-Referenzdesign stellt Qualcomm eine End-to-End-Lösung für Extended Reality (XR) über 5G vor.

Qualcomm zeigte auf einer Pressekonferenz, die anstatt des MWCs stattfand, ein Referenz-Design von einem Extended Reality-Headset, das die Möglichkeiten von 5G-Netzen nutzen kann. Die Brille soll Partnern als Blaupause für Eigenentwicklungen dienen. Technische Grundlage des XR-Referenzdesigns ist Qualcomms XR2, ein speziell für autarke AR- und VR-Brillen entwickelter Prozessor mit 5G-Unterstützung. Er ermöglicht eine Auflösung von 3.000 x 3.000 Pixel bei 90 Hz und soll laut Qualcomm KI-Berechnungen beschleunigen.

Die VRDK ist die erste XR-Referenzbrille des Herstellers, die sowohl Virtual Reality (VR) als auch Augmented Reality (AR) darstellt. Qualcomm hat außerdem zwei separate Brillen für AR im Stil der Hololens und eine VR-Brille vorgestellt. Für eine 5G-AR-Brille kooperiert der Hersteller mit dem Pokémon-Go-Studio Niantic. Die Referenzbrillen wurden von Goertek designt.

Drei XR-, VR- und AR-Prototypen stellt Qualcomm vor.
Drei XR-, VR- und AR-Prototypen stellt Qualcomm vor. (Bild: Qualcomm)

Insgesamt wurden in die XR-Brille sieben Kameras verbaut. Zwei davon sind nach innen gerichtet, um die Augenbewegungen zu messen. Die vier Außenkameras ermöglichen den AR-Durchblick. Davon dienen zwei RGB-Farbkameras zur Mixed Reality, die beiden anderen zum Raumtracking. So wird Aussagen von Qualcomm zufolge eine „akkurate Tiefenkarte“ der Umgebung erstellt. Eine optionale siebte Kamera kann von Partnern für das Tracking von Lippenbewegungen oder der Mimik installiert werden.

Die XR-Brille bewegt die Datenströme per 5G oder Sub-6-GHz. Das Modell wurde in der 5G-Infrastruktur von Ericsson getestet und soll laut Qualcomm eine geringe Latenz haben. Eine genaue Zahl für die Latenz nennt der Hersteller nicht. Jedoch verspricht er mit der Brille eine Ende-zu-Ende-Lösung für XR-Streaming via 5G.

Des Weiteren verfügt die Referenzbrille über zwei LC-Displays mit je 2K x 2K pro Auge sowie 3D-Audio. Außerdem unterstützt sie sowohl Handtracking ohne Controller als auch Controller-Tracking per Atraxa-Magnetfeldtechnologie von Northern Digital.

Das Extended Reality-Headset soll noch dieses Jahr auf dem Markt erscheinen.

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