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Digitalisierung Projekt für eine vertrauenswürdige Blockchain

| Redakteur: Simone Käfer

Der Eco Verband und das Institut für Internet-Sicherheit IF wollen gemeinsam die Basis für den Betrieb von sicheren und vertrauenswürdigen Blockchain-Infrastrukturen legen. Das Netzwerk ist noch offen für weitere Partner.

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Der Eco Verband arbeitet mit Partnern an einem Blockchain Governance Framework. Interessierte können sich als Konsortialpartner dem Vertrauensnetzwerk beitreten.
Der Eco Verband arbeitet mit Partnern an einem Blockchain Governance Framework. Interessierte können sich als Konsortialpartner dem Vertrauensnetzwerk beitreten.
(Bild: gemeinfrei (Gerd Altmann, Pixabay) / Pixabay )

Eco (Verband der Internetwirtschaft e. V.) und das Institut für Internet-Sicherheit IF(IS) der Westfälischen Hochschule arbeiten gemeinsam mit fünf weiteren Konsortial-Partnern daran, eine Blockchain auf Basis eines Vertrauensnetzwerkes aufzubauen. „Ziel der Zusammenarbeit ist ein Governance Framework, sprich ein grundlegendes Rahmenwerk zur Implementierung geeigneter Steuerungsmechanismen für eine Konsortial-Blockchain“, sagt Prof. Pohlmann, Vorstand für IT-Sicherheit im Eco Verband und Leiter des Instituts für Internetsicherheit IF(IS). Unternehmen, Blockchain-Anwender und -Experten sowie Forschungs-Institute und Verbände definieren Prozesse, die zu einer vertrauenswürdigen Blockchain führen. Das reicht von der Ausgestaltung der einzelnen Knoten, der Entscheidung für kryptographische Verfahren über Update-Regeln bis zu den Details der Zusammenarbeit der Konsortialpartner.

Standards für souveräne Konsortial-Blockchains

Das Eco Blockchain Governance Framework (eBGF) soll zum 25.11.2020 in einer ersten Version veröffentlicht und anschließend in geeigneten Zyklen aktualisiert werden. Es soll zukünftig als Standard für den Betrieb von sicheren und vertrauenswürdigen Blockchain-Infrastrukturen dienen. Das Ergebnis soll ein Instrument sein, das sich für eine breite Palette an Vertrauensdiensten der Digitalisierung etabliert. Mögliche Anwendungen sind etwa die Zertifizierung von Dokumenten oder die Vergabe von Zeitstempeln, Berechtigungen oder Bescheinigungen. „Unabhängig von ihrem fachlichen Kontext fehlt es am Markt noch an etablierten Standards für konsortialbetriebene Blockchains“, sagt Pohlmann. Oft ähneln sich die Herausforderungen und Problemstellungen hinsichtlich der technischen Governance und dem Betrieb des Netzwerks. Welche Anforderungen gibt es an die Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit? Wie sind Backups und das Monitoring der Knoten organisiert und wie werden Updates der Software und Konfiguration umgesetzt? Weitere Fragen betreffen die Definition von Ressourcen für die Schaffung von Redundanz.

An der Schaffung entsprechender Standards im Rahmen des Eco Blockchain Governance Frameworks mitzuwirken, haben diese Partner bereits zugesagt:

  • Esatus AG
  • Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
  • Govdigital eG
  • Institut für Internet-Sicherheit IF(IS) / Westfälische Hochschule
  • Max-Planck Digital Library / Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
  • Regio IT Gesellschaft für Informationstechnologie mbh
  • TrustCerts GmbH
  • Eco Verband der Internetwirtschaft e.V.

„Es gibt ein großes, auch internationales Interesse an konsortialen Blockchain-Lösungen. Gemeinsam mit unseren Partnern schaffen wir die Standards für eine vertrauenswürdige und souveräne Blockchain in Deutschland und Europa“, sagt Kevin Wittek, der als Blockchain Research Group Leader das Projekt am Institut für Internetsicherheit IF(IS) betreut. Das Konsortium ist offen für Unternehmen und Organisationen, die Teil des Vertrauensnetzwerks werden möchten. Interessenten können sich über blockchain[at]Eco.de an die Arbeitsgruppe wenden, weitere Informationen sind im Eco Blockchain Governance Framework (eBGF) GitHub-Projekt hinterlegt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf unserem Partnerportal MM Maschinenmarkt.

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