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Digital Transformation

Studie von VMware und Forbes Insights

Produktivitätssteigerung durch digitale Arbeitsplätze

| Autor: Sarah Nollau

Der moderne digitale Arbeitsplatz ist papierlos, aber voller Technologien.
Der moderne digitale Arbeitsplatz ist papierlos, aber voller Technologien. (Bild: Pixabay / CC0)

Eine aktuelle Studie zur Digitalisierung am Arbeitsplatz kommt für Deutschland zu einem positiven Fazit. Der digitale Arbeitsplatz steigert nicht nur die Attraktivität des Arbeitgebers, er treibt auch den Umsatz an. CIOs rechnen mit einem Plus von fünf Prozent.

Der Schreibtisch verliert mit der Digitalisierung einen seiner treusten Partner – das Papier. Das scheint die Mitarbeiter aber nicht allzu sehr in Trauerstimmung verfallen zu lassen. Eine Studie, die von VMware in Zusammenarbeit mit Forbes Insights durchgeführt wurde, kommt zu dem Schluss, dass der digitale Arbeitsplatz mit den richtigen Technologien den Arbeitgeber attraktiver für Arbeitnehmer macht, und das gleich um das Dreifache. Für die Mehrheit der Mitarbeiter sind intelligente Anwendungen eine wichtige Entscheidungshilfe.

Kernergebnisse für Deutschland

Konkret für Deutschland kam die Befragung zu folgenden Ergebnissen:

  • Mitarbeiter, die an einem modernen digitalen Arbeitsplatz arbeiten und Zugriff zu notwendigen Anwendungen haben, berichten neunmal häufiger, dass ihre persönliche Produktivität gestiegen ist.
  • Wenn ihnen die richtigen Anwendungen zur Verfügung stehen, wenden Mitarbeiter laut eigener Aussage zwölf Prozent weniger Zeit für manuelle Prozesse auf.
  • Für 79 Prozent sind intelligente Anwendungen ein wichtiger Helfer. So können sie Entscheidungen schneller und besser treffen.

Die Effizienz sehen die befragten deutschen Mitarbeiter auch in der Teamarbeit. Um durchschnittlich zwölf Prozent wird diese gesteigert, wenn die richtigen Anwendungen flexibel zur Verfügung stehen. Europaweit können CIOs die Effizienzsteigerung auch monetär messen. 89 Prozent erwarten ein durchschnittliches Umsatzplus von fünf Prozent innerhalb von drei Jahren.

Mobilität und Sicherheit im Auge behalten

Für Unternehmen heißt das, den Spagat zwischen Mitarbeitermobilität und Datensicherheit zu schaffen. Der Einsatz von Technologien bedeutet zugleich, in Security zu investieren. Und das lohnt sich durchaus: 43 Prozent der Mitarbeiter mit digitalem Arbeitsplatz bewerten ihr Unternehmen als führend bei der digitalen Transformation. Nur elf Prozent der Mitarbeiter ohne digitalen Schreibtisch können diese Aussage über ihren Arbeitgeber treffen.

„Unternehmen weltweit haben ihren Mitarbeitern in den letzten Jahren immer leistungsfähigere, intelligente Technologien an die Hand gegeben, um ihre Arbeit zu erledigen – was eine der tiefgreifendsten Veränderungen der modernen Arbeitswelt überhaupt ist“, so Ralf Gegg, Senior Director End User Computing, CEMEA bei VMware. „Im Zeitalter der Digitalisierung werden Technologien für Unternehmen zu einem entscheidenden Faktor im Wettbewerb. Unternehmen sind in der Pflicht ihren Mitarbeitern die notwendigen Informationen überall und zu jeder Zeit über die entsprechenden Anwendungen zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig müssen Unternehmen eine starke Kultur des Vertrauens und der Freiheit aufbauen, damit Mitarbeiter produktiv und so flexibel wie möglich arbeiten können.“

Flexibler Zugriff auf Apps an Bord

Ein Beispiel für das flexible Arbeiten kann die Lufthansa Cargo, ein internationalen Luftfrachtunternehmen und Tochter der Deutschland Lufthansa AG, vorweisen. Für die Mitarbeiter steht an Bord der Flugzeuge ein elektronisches „Flight-Bag-System“ (EFB) zur Verfügung. Darüber haben sie Zugriff auf verschiedenste Informationen, darunter Luftfahrkarten, Flughafeninformationen, Routen-Informationen sowie Wetterberichte. „Dank mobiler Geräte können die Mitarbeiter schnell Updates durchführen und neue Apps herunterladen, mit denen sie sehr viel effizienter arbeiten können“, erklärt Sven Gartz, Flugzeugkapitän und Head of Flight Ops IT bei Lufthansa Group.

Stehen die notwendigen technologischen Helfer nicht zur Verfügung, bemüht sich der Mitarbeiter um eine eigene Lösung, ohne dies offiziell mit den IT-Verantwortlichen abzusprechen. Jede fünfte Anwendung in europäischen Unternehmen wurde von Mitarbeitern selbst eingeführt. Schatten-IT ist damit eine der größten Herausforderungen für Unternehmen.

Der digitale Arbeitsplatz als Erfolgsfaktor

Für die Studie steht fest: die digitale Transformation ist da und Unternehmen sollten ihre Potenziale nutzen. Damit der Wandel erfolgreich sein kann, sollten Mitarbeiter Zugang zu Geschäftsanwendungen erhalten. Auch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Führungsebene ist ein Erfolgsfaktor.

„Mitarbeiter können ihre Leistung massiv steigern, wenn Anwendungen von jedem Gerät aus jederzeit zugänglich sind. Während wir es gewohnt sind, dass die sogenannten ‚Enterprise-Grade-Apps‘ der De-facto-Standard innerhalb der Belegschaft sind, müssen Unternehmen darüber nachdenken, wie die ‚Workforce-Grade-Apps‘ aussehen, die einen grundlegenden Wandel im Arbeitsalltag eines jeden Mitarbeiters vorantreiben“, schlussfolgert Ralf Gegg.

Status Quo

Aus den Ergebnissen der Studie geht hervor, dass CIOs und Mitarbeiter oft geteilter Meinung sind. Während 52 Prozent der CIOs angeben, dass Mitarbeiter mit den Geschäftsanwendungen ausgestattet sind, die sie wollen und auch brauchen, sind nur 26 Prozent der Mitarbeiter dieser Meinung. Noch größer ist die Diskrepanz, wenn es um den Zugang auf diese Anwendungen außerhalb des Unternehmens geht. 31 Prozent der CIOs denken, dass ihre Mitarbeiter diesen Zugang durchaus haben. Nur acht Prozent der Mitarbeiter sind der gleichen Meinung.

Über die Studie

Für die Studie von VMware in Zusammenarbeit mit Forbes Insights wurden 2.158 CIOs und Endanwender in Unternehmen befragt. Die Befragung wurde von Juni bis August 2017 in 16 Ländern weltweit durchgeführt. 1.107 Befragte stammten aus 10 Ländern aus der Region EMEA.

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