Cloud für Stadtwerke und Energieversorger

Powercloud baut Plattformökonomie auf

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Powercloud hat sich darauf spezialisiert, die Abrechnung von Energieversorgern und Stadtwerken abzudecken.
Powercloud hat sich darauf spezialisiert, die Abrechnung von Energieversorgern und Stadtwerken abzudecken. (Bild: blende11.photo - stock.adobe.com)

Powercloud will neue Kundensegmente angehen und gleichzeitig über den Channel sowie einer Plattformökonomie wachsen. Solution-Partner, Integration-and-Consulting-Partner sowie Service-Partner können an dem Geschäft partizipieren.

Powercloud richtet sich mit seinen Lösungen in erster Linie an Energieversorger, die ihren Kunden verbrauchsabhängige Rechnungen stellen. In absehbarer Zukunft soll das ganze Spektrum rund um Stadtwerke ­abgedeckt werden, also neben Strom, Gas und Wasser die gesamte Infrastruktur bis hin zur Entsorgung. „Gestartet sind wir in der Energiebranche und konnten im vergangenen Jahr unter anderem EnBW, E.ON und EWE als Kunden gewinnen. Wir rechnen derzeit über sieben Millionen Verträge ab“, sagt Sam Schubert, Product Manager Germany bei dem Unternehmen.

Neue Zielgruppen im Fokus

Noch im laufenden Jahr sollen mit der cloudbasierten Software „Powercloud“ weitere Rollen angegangen werden, also neben der Zielgruppe der (Strom-)Lieferanten auch Messstellen- und Netzbetreiber eingebunden werden – hier geht es dann um die Abrechnung im B2B-Umfeld. Derzeit stemmt das Unternehmen seine Projekte mit rund 30 Partnern aus dem IT-Channel, deren Wertschöpfung in der Business-­Analyse, Abbildung und Gestaltung von Geschäftsprozessen, teilweise auch ­deren Transformation und Migration liegt. Viele der Partner bauen zudem Applikationen, die auf der Plattform aufsetzen. So gibt es drei verschiedene Partnerkategorien.

Formen der Partnerschaft

„Solution-Partner erweitern unsere Plattform mit Apps, die Anforderungen aus konkreten Kundenprojekten abdecken, und die dann im Rahmen einer Plattformökonomie weiter vertrieben werden können“, so Schubert. Als Beispiele nennt er eine Prognose-Software für den Stromverbrauch und spezielle Erweiterungen für gemeinsam genutzte Photovoltaik-Anlagen. Derzeit sind rund 25 Apps im App-Store verfügbar und eine zweistellige Anzahl ist in der Entwicklungs-Pipeline.

„Integration-and-Consulting-Partner“ ­beschäftigen sich mit Projekten, in denen beispielsweise Prozesse und Stammdaten von Altsystemen in die Powercloud des gleichnamigen Anbieters migriert werden. „Servicepartner agieren als Berater und bieten generelle Unterstützung bis hin zum kompletten Business Process Outsourcing“, sagt der Powercloud-Mitarbeiter. Manche Partner agieren in allen drei Partnerkategorien. Um mehr Wachstum über die Multiplikatorwirkung des Channels zu generieren, wird gerade an einem Prefered-Partnerprogramm gefeilt, das in ein paar Wochen an den Start gehen soll.

Shareconomy-Ansatz

„Unsere Software lebt von ihrer Offenheit“, betont Schubert. „Der Source Code ist für Entwickler, Partner und Kunden einsehbar und erweiterbar. Wenn es nicht nur um Add-Ons geht, sondern der Kern erweitert wird, ist Powercloud mit einbezogen, allein schon in Hinblick auf Qualitätssicherungsaspekte.“

Ein reiner Open-Source-Ansatz liegt vor diesem Hintergrund nicht vor, denn die ­Intellectual Property am Code bleibt bei Powercloud. „Wir nennen das Shareconomy“, sagt der Manager.

Da die Plattform mit entsprechend offenen Schnittstellen daher kommt, kann im Prinzip jeder Erweiterungen für die Powercloud entwickeln. Will ein unabhängiger Software-Entwickler seine funktionalen Erweiterungen im Powerapp-Store anbieten, läuft die Qualitätssicherung der Anbindung inklusive Wartung und die Vermarktung über den Plattformbetreiber.

Die Nutzung von Powercloud wird in ­einem Pay-per-use-Modell abgerechnet: Im Strommarkt beispielsweise pro Vertrag mit einem Endkunden. Die Mindestmenge zur Abrechnung liegt bei 5.000 Verträgen, ­beziehungsweise für Startups im ersten Jahr bei 2.500 Verträgen. Internes Ziel ist es, den Energieversorgern zu ermöglichen, die Abrechnungskosten pro Endkunde auf 10 Euro pro Jahr zu senken, verrät Schubert.

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