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Plantronics + Polycom = Poly Poly stellt neues Partnerprogramm vor

Autor: Ann-Marie Struck

Zuerst der Aufkauf von Polycom durch Plantronics, dann die Zusammenführung der beiden Unternehmen unter der Marke Poly und nun der Launch des neuen Partnerportals. Der finale Schritt zur endgültigen Vereinigung.

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Bei Poly steht die menschliche Zusammenarbeit im Fokus.
Bei Poly steht die menschliche Zusammenarbeit im Fokus.
(Bild: Guitafotostudio - stock.adobe.com)

„The power of many“ – so der Leitspruch des US-amerikanischen Technologiekonzerns Poly. Der Unternehmensname steht für „viele“. Und das trifft bei Poly in vielerlei Hinsicht zu: zwei Unternehmen, viele Partner, viele Produkte und das in „vielen“ Jahren. Denn den krönende Abschluss der Fusion vor drei Jahren bildet der Launch des gemeinsamen Partnerprogramms. Das neue Poly-Partnerprogramm vereint die bisher noch geteilten Programme von Polycom und Plantronics und führt damit weltweit mehr als 15.000 Partner zusammen.

„Mit unserem neuen Programm wollen wir verschiedene Partner für eine Teilnahme gewinnen und ihre Partnerschaft mit Poly für sie vorteilhafter gestalten“, sagt Nick Tidd, Vice President Global Channel Sales bei Poly. „Partner sind dann erfolgreich, wenn sie ihre Kunden kompetent beraten können, das Produkt ergänzende Dienstleistungen bringt und die Kunden ihnen deswegen vertrauen. Genau dabei soll sie unser neues Programm unterstützen."

Daher ist die zentrale Neuerung des Partnerprogramms auch die Bewertung der Partner-Level für das Belohnungsmodell. Diese erfolgt nicht anhand der erzielten Einnahmen, sondern anhand der Beteiligung der Partner und dessen Initiativen. So sollen die Partner die Unterstützung bekommen, die ihrem Status entspricht. Das Belohnungsmodell umfasst drei Kategorien:

  • Ausbau von Fähigkeiten durch entsprechende Trainings
  • Investition in den Vertrieb von Poly-Lösungen
  • Engagement über das reine Erzielen von Margen hinaus. So haben auch kleinere Partner die Chance sich Boni zu erarbeiten.

Weitere Vorteile sind die Möglichkeit zur Geschäftsregistrierung, Leistungs-Dashboards und eine Echtzeit-Scorecard, die die Verfolgung des Partnerstatus erleichtert.

„Unsere Partner sind nicht alle gleich. Deshalb werden sie jetzt im neuen Programm nach ihren Kernkompetenzen wie Leistung und Initiative beurteilt und nicht nach ihrem Umsatz“, erklärt Tidd. „Ein weiterer Vorteil dieser Vorab-Beurteilung ist, dass die Partner nun nach ihrem Marktmodell entsprechende Unterstützungen bekommen. Das von uns bereitgestellte Material und die Schulungen werden auf den jeweiligen Status des Partners individuell zugeschnitten.“

Ab dem 10. April steht allen Poly-Partnern ein einheitliches Portal mit Echtzeit-Zugang zu allen Ressourcen, Schulungen, Tools und Inhalten zur Verfügung. Es ersetzt damit Polycom Partner Connect und Plantronics Plantro.net. Das Portal soll einen interaktiven und kollaborativen Raum bieten, um die Partner miteinander zu verbinden und technische Expertise, Vertrieb und Marketing durch Trainings in Echtzeit zu unterstützen.

Die Poly-Universität verfügt über eine Vielzahl an Kursen, die in verschiedene Themenbereiche unterteilt sind. Diese sollen den Partnern dabei helfen, alle Zertifizierungs- und Spezialisierungsanforderungen zu erfüllen. Ein spezielles Zertifizierungsprogramm bietet außerdem individuelle Verkaufs- und Vorverkaufsschulungen in verschiedenen Produkt- und Dienstleistungskategorien. Des Weiteren können Partner auf eine Ressourcen-Bibliothek mit Bildern, Marketingmaterialien und Co-Branding-Vorlagen zugreifen. Zusätzlich bekommen sie durch verschiedene Sales-Tools Zugriff auf Testimonials, Videos, Werbeaktionen und ein Demo-Rabattprogramm.

Nick Tidd, Vice President Global Chanel Sales bei Poly.
Nick Tidd, Vice President Global Chanel Sales bei Poly.
(Bild: Poly)

Aus zwei mach eins

Insgesamt hat es drei Jahre gedauert, bis die langjährigen, internationalen Player nun endgültig ein Unternehmen wurden. 2018 hatte der Audio- und Videokonferenzlösungen Anbieter Polycom den Headset-Hersteller Plantronics übernommen. Ein Jahr später wurden die beiden Marken unter den Namen Poly vereint. Jetzt kommen erst die Partner hinzu. „Es war eine lange Reise“, resümiert Tidd.

Warum die Zusammenführung solange gedauert hat? Laut Tidd liegt die Begründung im Channel, denn die Produkte beider Unternehmen werden nur über die Distribution vertrieben. Daher mussten nach der Vereinigung gemeinsame Distributionswege geschaffen werden. Hinzu kamen geografische Veränderungen, wie beispielsweise die lang ungewisse Brexit-Situation, die alle PAN-europäischen Distributoren betraf. „Wir sind ein Channel-Unternehmen, wir leben und streben mit dem Channel!“, so das Credo von Tidd.

Außerdem stand bei der Konzeption des Partnerprogramms vor allem das Feedback der Partner im Fokus. Daher wurden im letzten Jahr auch 16 Partner-Round-Tables und weitere Treffen mit Verantwortlichen veranstaltet, um ein Programm nach den Anregungen und dem Feedback der Partner zu erstellen. „Die Partner sollen es ja auch nutzen und davon profitieren“, ergänzt Tidd.

Auf dem Weg zu einer Marke konnten nicht alle Partner mitgenommen werden. Doch Tidd ist optimistisch: „Immerhin hat kein anderes Unternehmen ein vergleichbares Portfolio an Kommunikationslösungen und -diensten für verschiedenste Plattformen im Angebot.“ Das Produktspektrum des US-amerikanischen Herstellers konzentriert sich auf vier Kernbereiche: Meeting-Lösungen für Huddle Rooms, systemunabhängige Audio- und Videoendgeräte, mobile Lösungen sowie Cloud-Services für die zentrale Verwaltung und das Management von Hardware.

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Über den Autor

 Ann-Marie Struck

Ann-Marie Struck

Redakteurin