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Gebäudesicherheit wird zusehends über das IP-Netz geregelt

Physikalische Sicherheit und IT finden zusammen

04.08.2009 | Redakteur: Andreas Bergler

Eine elektronische Absicherung gegen Bedrohungen besitzt nur ein Prozent aller deutschen Privathaushalte. Rettung kommt meist zu spät.
Eine elektronische Absicherung gegen Bedrohungen besitzt nur ein Prozent aller deutschen Privathaushalte. Rettung kommt meist zu spät.

Umfassenden Schutz für ein Unternehmen kann es nur geben, wenn auch physikalische Aspekte mit einbezogen werden. Neben vorbeugenden Maßnahmen vor physikalischen Beeinträchtigungen gehören hierzu vor allem Videoüberwachungs-Systeme.

Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Ponemon hatte im vergangenen Jahr ein Drittel aller deutschen Unternehmen mindestens einen „Fall von Datenmissbrauch“ zu beklagen. Brachiale Methoden wie Einbruch oder Diebstahl gelten in puncto Datenverlust immer noch als äußerst nachhaltig. Physikalische Sicherheit und IT sind aber längst keine unvereinbaren Welten mehr. Beispiel elektronische Gebäudesicherheit: Neben Brandmelde-, Feuerlösch- und so genannten Brandfrühesterkennungs-Anlagen gehören hierzu auch Sensoren für Temperatur und Luftfeuchtigkeit, Türöffnungs-Systeme und zentral steuerbare Schließanlagen, Raumklimatisierungen, biometrische Zugangssysteme – und vor allem Videoüberwachungs-Systeme. Alle diese Komponenten lassen sich, so die Hersteller, heute mit relativ wenig Aufwand in ein IP-basiertes Netzwerk integrieren.

Der Einstieg in den Markt der Gebäudesicherheit ist für den Fachhandel einfach: „Wenn ein IT-Fachhändler das Netzwerk eines Kunden einrichtet oder aktualisiert, warum nicht gleich ein PC-basiertes Videoüberwachungs-System installieren?“, fragt Marco Niecke, Unternehmenssprecher bei Abus Security-Center.

Prognosen und Potenziale

Das Marktpotenzial ist laut Niecke hier enorm – besitzt doch gerade einmal ein Prozent aller deutschen Privathaushalte eine elektronische Absicherung. Auch im gewerblichen Bereich bemerkt man bei Abus Security-Center eine „sehr hohe Nachfrage nach elektronischer Sicherheitstechnik“. Bei der Videoüberwachung rechnen Hersteller derzeit mit nahezu explodierenden Wachstumsraten. „Im vergangenen Jahr ist der Markt über 40 Prozent gewachsen“, berichtet Edwin Roobol, Regional Manager für die DACH-Region, Niederlande und Osteuropa bei Axis.

Einer Erhebung von IMS Research zufolge „wiegt“ dieser Markt derzeit etwa 2,5 Milliarden US-Dollar. Über die kommenden fünf Jahre hinweg erwarten die Analysten eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von über 35 Prozent. Vor allem bei den hochauflösenden Netzwerk-Kameras ist die Nachfrage – nicht zuletzt aufgrund ihrer herausragenden Bildqualität – laut Robol „sehr, sehr hoch“. Den durch die HD-Auflösung verursachten höheren Bandbreiten- und Speicherbedarf löst Axis durch das Videokompressionsverfahren H.264. Ein komplettes Sicherheitskonzept aus einer Hand ist damit auch für kleinere IT-Fachhändler in greifbare Nähe gerückt.

Lesen Sie weiter, was Experten bei Axis und Panasonic zur Entwicklung des Videoüberwachungs-Marktes sagen.

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