Aktueller Channel Fokus:

Komponenten & Peripherie

Gregor Bieler im Interview

Paypal-Chef spricht über Käuferschutz, Sicherheitsbehörden und die Payment-Branche

12.10.2010 | Redakteur: Stefan Riedl

Gregor Bieler ist Paypal-Chef in Deutschland.
Gregor Bieler ist Paypal-Chef in Deutschland.

Wenn es ums Geld geht, hört der Spaß eigentlich auf. Paypal-Chef Gregor Bieler beschreibt im Gespräch mit IT-BUSINESS die Aufbruchsstimmung der Branche und Mechanismen bei Betrugsfällen. Das Thema Käuferschutz erläutert Bieler am Beispiel: „Stein oder nicht Stein - das ist hier die Frage“.

ITB: Sie haben zwölf Jahre lang im Logitech-Management gearbeitet, zuletzt auf Europa-Ebene. Warum sind Sie im Sommer 2009 von der Hardware- in die Payment-Branche gewechselt?

Bieler: Das hat mehrere Gründe. Ich bin zwar generell kein Typ, der automatisch alle zwei bis drei Jahre das Unternehmen wechselt, aber zwölf Jahre ist dann doch eine stolze Zeit. Bei aller Liebe zur Hardware – ich wollte an das Herz des E-Commerce heran, um die gravierenden Änderungen im Payment-Sektor und beim Einkaufsverhalten mitzuerleben und mitzugestalten. Also bin ich zu Paypal.

ITB: Welche gravierenden Änderungen im Einkaufsverhalten meinen Sie?

Bieler: Der Kunde ist viel mündiger geworden. Vor ein paar Jahren ist der Kunde in den Laden gegangen, hat sich vom Verkäufer beraten lassen und dann das gekauft, was ihm empfohlen wurde. Dann informierten sich die Kunden immer mehr vorab im Internet und gingen deutlich informierter in den Laden. Bei Produkten, die als reine Handelsware zu verstehen sind, kann das aus Händlersicht schwierig sein. Wenn beispielsweise Kunden die gleichen Preise fordern, die sie über Preissuchmaschinen gefunden haben. Teilweise wird online gesichtet, dann im Laden ausprobiert und angefasst, um dann doch zuhause beim günstigsten Anbieter online zu bestellen. Besonders die Großflächen-Retailer sind hiervon betroffen. Die nächste Stufe hat bereits begonnen. Smartphones werden als Barcodeleser eingesetzt, so dass mit Hilfe entsprechender Apps, die auf Onlinedienste zugreifen, noch im Laden ermittelt werden kann, ob der Preis wirklich günstig ist, oder ob nur „Schnäppchen“ drauf steht. Hinzu kommen die intensive Nutzung von Online-Bewertungsportalen und die schnellen, gegenseitigen Produktempfehlungen über Social Networks. Das Einkaufsverhalten hat sich fundamental geändert. Und ebenso tiefgreifend und wichtig für das geänderte Einkaufsverhalten sind die Änderungen im Payment-Bereich.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zur Nutzung verschiedener Bezahlverfahren.

 

Paypal gibt den Payment-Primus

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2047463 / Aktuelles & Hintergründe)