Distribution für mehr Sicherheit Panikmache oder begründete Angst?

Von Mihriban Dincel 3 min Lesedauer

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„Die Cyber-Bedrohungslage ist angespannt“: So oder so ähnlich wird die aktuelle Situation der IT-Sicherheit beschrieben. Doch die daraus folgende Panik kann hinderlich sein. Marcus Adä, Geschäftsführer von Exclusive Networks Deutschland, erklärt Näheres.

Auch wenn sich die Bedrohungslage immer weiter zuspitzt: Panik ist kontraproduktiv. Viel mehr braucht es die richtige Unterstützung beim Thema Cybersecurity. (Bild:  KI-generiert/ Canva)
Auch wenn sich die Bedrohungslage immer weiter zuspitzt: Panik ist kontraproduktiv. Viel mehr braucht es die richtige Unterstützung beim Thema Cybersecurity.
(Bild: KI-generiert/ Canva)

Verschiedene Quellen, darunter auch das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik), zeichnen bedrohliche Zahlen, wenn es um das Thema Cybersecurity geht. Der IT-Security Report „Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2023“ des BSI eröffnet beispielsweise, dass sich der tägliche Zuwachs neuer Schadprogramm-Varianten im Tausender-Bereich abspielt. Allein im Juni gab es laut BSI 332 000 neue Schadprogramm-Varianten. Neue Technologien wie Künstliche Intelligenz werden als weitere bedrohliche Faktoren gekennzeichnet. Doch ist diese Sorge begründet oder übertriebene Angstmache?

„Es macht manchmal den Eindruck, Marktforschungsinstitute und Security-Hersteller würden im Wettstreit stehen, wer die beängstigenderen Zahlen zu Datenlecks, Cyber-Angriffen oder Datendiebstählen vermelden kann. Das macht Angst“, ist Marcus Adä, Geschäftsführer von Exclusive Networks Deutschland und Regional Manager DACH, sicher. Und nicht nur die Chefetagen von Unternehmen, sondern auch der Gesetzgeber reagiert auf diese Bedrohungslage mit strengeren Regularien wie NIS2 oder einem AI Act. „All das bewirkt etwas. Das Bewusstsein in Unternehmen, für Schutz sorgen zu müssen, wächst“, schlussfolgert Adä.

Marcus Adä, Geschäftsführer von Exclusive Networks Deutschland und Regional Manager DACH(Bild:  Exclusive Networs)
Marcus Adä, Geschäftsführer von Exclusive Networks Deutschland und Regional Manager DACH
(Bild: Exclusive Networs)

Panik kann kontraproduktiv sein

Dementsprechend fließt ein großer Teil der IT-Budgets auch künftig in die Cybersicherheit. Eine Umfrage von Statista zum „Anteil der Ausgaben für Cybersicherheit an den Gesamt-IT-Ausgaben in Deutschland 2023“ zeigt, dass deutsche Unternehmen im letzten Jahr beinahe ein Viertel der gesamten IT-Ausgaben in den Cyberschutz investiert haben. Laut Adä würden die Chefetagen im Bereich des Auf- und Ausbaus der Datenschutz-Infrastruktur daher auf schnelle Lösungen drängen. „Dabei ist die Panik, die die oben erwähnten Bedrohungsszenarien und die Zahlenfluten auslösen, ein schlechter Ratgeber und oft kontraproduktiv“, erklärt er. Für wirksame IT-Sicherheit brauche es eine klare Risiko-Identifizierung, eine Bewertung der individuellen Situation sowie die richtige Einordung dieser. Erst danach könnten die passenden Strategien, Werkzeuge und Maßnahmen entwickelt und eingeführt werden. „Das wiederum braucht Fachwissen und Ressourcen“, so Adä. Und hier kommt der Value Add der Cybersecurity-Distribution ins Spiel.

Unterstützung durch VADs

„Weltweit ringen allein rund 2.800 Anbieter von IT-Sicherheitslösungen um Kunden. Wer soll da einen Überblick behalten? Das schafft kein einzelnes Unternehmen und kein einzelner Dienstleister.“ Exclusive Networks setze genau an dieser Stelle an. „Wir werfen hier unser globales und langjährig erprobtes Netzwerk von Hersteller- und Fachhandelspartnern in die Waagschale, mit ihren unterschiedlichen und flexiblen Lösungsportfolios, die wir als VAD in vielen Projekten kennengelernt und mitunter global angewendet haben. Und dieses Netzwerk wächst stetig“, verrät der Exclusive Geschäftsführer.

Der VAD unterstützt Partner neben dem Netzwerk und Lösungen auch mit entsprechenden Services. Fachhandelspartner könnten beispielsweise von Finanzierungsangeboten, verschiedenen technischen Support-Programmen für einige Hersteller, Cloud-Services oder auch Angeboten auf dem Kundenportal Exclusive Access profitieren. „Eine eklatant weitere wichtige Aufgabe sehen wir darin, das Wissen, das sich aus unserer tagtäglichen Arbeit rund um den Globus ergibt, an unsere Partner und Endkunden als autorisiertes Trainingscenter weiterzugeben.“ Bildung und Weiterbildung sind in diesem Bereich somit ein essenzieller Faktor.

Aufgaben und Ziele

Was die Ausführung dieser Aufgaben und die Ziele des letzten Jahres betrifft, zieht Adä eine positive Bilanz für 2023: „Viele unserer Versprechen haben wir im letzten Jahr eingelöst und unsere Manpower vergrößert“, spricht er über das Wachstum. Im neuen Jahr möchte der Distributor die Digitalisierung weiter vorantreiben und plant, die eigenen Services weiter zu verbessern. Doch das übergeordnete Ziel sei es, Kunden den Zugang zu passender Sicherheit für ihre IT, ihre Daten und ihre Mitarbeiter zu bieten. Panik ist hier fehl am Platz. In diesem Zusammenhang betont Adä daher: „Bange machen braucht es nicht.“

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