Angetestet: Eizo Flexscan EV3285-BK Office-Flaggschiff mit 32 Zoll, 4K und USB-C

Autor: Klaus Länger

Mit einem 31,5-Zoll-IPS-Panel, 4K-Auflösung und einer USB-C-Schnittstelle ist der Flexscan EV3285-BK das Flaggschiff unter den Office-Monitoren von Eizo. Das fast rahmenlose Display mit flexiblem Standfuß zeigt im Hands-on-Test, ob es seine Einstufung verdient.

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Das 4K-IPS-Panel ist beim Eizo Flexscan EV3285-BK durch einen sehr schmalen Rahmen eingefasst.
Das 4K-IPS-Panel ist beim Eizo Flexscan EV3285-BK durch einen sehr schmalen Rahmen eingefasst.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Beim Flexscan EV3285-BK fällt zunächst der sehr schmale Rahmen um das 31,5 Zoll große Panel auf, der den Multi-Monitor-Betrieb angenehmer macht. Mit nur sechs Millimetern ist er so schmal, dass nicht einmal der Herstellername mehr Platz darauf gefunden hat. Für die Steuerung des Geräts nutzt Eizo Sensortasten, unter denen nur der ­Powerschalter beschriftet ist. Die Funktion der anderen Tasten wird bei Berührung oben auf dem Display angezeigt. Das erlaubt eine einfache Bedienung und eine ­flexible Belegung. Das zweistufige OSD ist schnörkellos aufgebaut und im Handbuch umfassend erklärt.

Umfangreiche Stromsparfunktionen

Das entspiegelte IPS-Panel bietet mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten ein sehr scharfes Bild und mit seinem internen 10-Bit-Look-Up-Table eine Farbdarstellung mit sehr feinen Abstufungen. Die LED-Hintergrundbeleuchtung arbeitet flimmerfrei und passt ihre Helligkeit auf Wunsch mittels Auto-EcoView automatisch an die Umgebungsbeleuchtung an. Bei aktiviertem EcoView-Optimizer wird die Stärke der Hintergrundbeleuchtung bei dunklen Bildern reduziert, um Strom zu sparen. In der Praxis können beide EcoView-Funktionen überzeugen. Eine Messung der Bildqualität ist uns nicht möglich. Subjektiv hinterlässt das homogene und kontrastreiche Bild einen sehr guten Eindruck. Die Einstellungen des Monitors sind nicht nur über das OSD zugänglich, sondern auch über eine englischsprachige Windows-Software. Der Rechner muss dabei über USB mit dem Monitor verbunden sein. Die Software bietet eine praktische Funktion für die Einstellung der Farbmodi für Bilder, Videos oder Texte: Sie können mit Programmen verknüpft und so automatisch ausgewählt werden.

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Standfuß mit großem Verstellbereich

Der ungewöhnliche Standfuß des Flexscan EV3285-BK besteht aus drei zueinander verschiebbaren Segmenten. Diese Konstruktion ist zwar recht schwergängig und muss mit beiden Händen bedient werden, erlaubt dafür aber einen sehr weiten vertikalen Verstellbereich von 149 mm. Das ­Panel lässt sich bis auf Schreibtischebene absenken. Zudem gefallen der weite Schwenkbereich und der um 172 Grad drehbare Standfuß. Eine Pivot-Funktion bietet der Monitor allerdings nicht.

Zu den Schnittstellen des Flexscan EV3285-BK zählt neben zwei HDMI-Ports und einem DisplayPort auch USB-C. Dieser Anschluss nimmt Video- und Audiosignale über den DP Alt Mode entgegen und kann mittels USB-Power-Delivery angeschlossene Rechner mit bis zu 60 Watt laden. Zusätzlich dient die Typ-C-Buchse auch als USB-Upstream-Port für den im Monitor eingebauten USB-Hub. Bei Rechnern ohne USB-C muss dafür ein Adapterkabel genutzt werden, das allerdings nicht zum Lieferumfang gehört. Die beiden USB-3.0-Buchsen des Hubs sitzen zusammen mit der Kopfhörerbuchse etwas versenkt in der linken Monitorseite. Breite USB-Sticks finden daher nur in einer Buchse Platz. Bei zwei gleichzeitig angeschlossenen Rechnern ermöglicht der Monitor auch einen Picture-by-Picture-Modus mit vertikaler Trennung beider Desktops oder einen Picture-in-Picture-Modus.

Fazit: Kostspieliger aber dafür auch sehr guter Office-Monitor

Für Office-Anwender, die für ihre Arbeit einen großen Monitor mit 4K-Auflösung benötigen, ist der Flexscan EV3285-BK eine exzellente Wahl. Der Monitor ist zwar mit 1.522 Euro (UVP) am oberen Rand seines Preissegments angesiedelt, bietet dafür aber eine subjektiv sehr gute Bildqualität, USB-C und die innovativen, energiesparenden EcoView-Funktionen. Ein Kritikpunkt ist allenfalls die schwergängige Höhenverstellung.

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