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Intel Xeon-W und Core-X auf Cascade-Lake-Basis

Neue High-End-Prozessoren zum halben Preis

| Autor: Klaus Länger

Die neuen High-End-Prozessoren von Intel für Single-CPU-Systeme mit Sockel LGA2066 gehören zur Cascade-Lake-Familie. Die Änderungen in der Architektur gegenüber Skylake-X sind überschaubar: Zusätzliche Instruktionen für Deep-Learning-Anwendungen und ein Schutz gegen einige Side-Channel-Lücken sin nun an Bord.
Die neuen High-End-Prozessoren von Intel für Single-CPU-Systeme mit Sockel LGA2066 gehören zur Cascade-Lake-Familie. Die Änderungen in der Architektur gegenüber Skylake-X sind überschaubar: Zusätzliche Instruktionen für Deep-Learning-Anwendungen und ein Schutz gegen einige Side-Channel-Lücken sin nun an Bord. (Bild: Intel)

Intel spürt offensichtlich den Druck durch AMD. Die neuen Core-X- und Xeon-W-Prozessoren auf Cascade-Lake-Basis kosten nur noch halb soviel, wie ihre Skylake-X-Vorgänger. Technisch bringen sie außer höheren Taktgrenzen vor allem zusätzliche Instruktionen für Machine-Learning-Anwendungen.

Lange Jahre musste sich Intel bei Prozessoren für High-End-Desktop-PCs und Workstations um AMD keine Sorgen machen. Die Bulldozer-CPUs waren bei der Leistung nicht konkurrenzfähig und Intel konnte für die Sockel-2066-Prozessoren gesalzene Preise verlangen. Diese goldenen Zeiten sind für den Chipgiganten vorbei. Die Ryzen-3000-Prozessoren von AMD auf Zen-2-Basis sind leistungsfähiger und dazu noch deutlich günstiger als die bisherigen Intel-Core-X- und Xeon-W-Prozessoren aus der Skylake-X-Familie. Die neuen Prozessoren auf Basis der modernisierten Cascade-Lake-Architektur kommen daher mit halbierten Preisen auf den Markt. So soll etwa das Xeon-Topmodell W-2295 mit 18 Cores und 36 Threads 1.333 US-Dollar kosten. Für den Vorgänger W-2195 waren noch 2.553 US-Dollar fällig. Ebenso drastisch ist die Preisreduzierung beim Core i9-10980XE. Er kostet mit 979 US-Dollar ebenfalls nur noch die Hälfte des i9-9980XE. Damit liegen die Preise zwar immer noch über denen der konkurrierenden Ryzen-Modelle, aber nicht mehr in so einem extremen Maß. Zudem sollen die neuen Prozessoren auf den bisherigen PC-Mainboards mit X299- oder Workstation-Platinen mit C422-Chipsatz laufen.

Neuerungen bei Cascade Lake-X

Intel stellt die Cascade-Lake-X-Prozessoren weiterhin in einem 14-Nanometer-Verfahren her. Durch Optimierungen sind allerdings etwas höhere Taktfrequenzen möglich. Zudem unterstützen die neuen Core-X- und Xeon-W-Modelle nun mehr und mit DDR4-2933 auch noch schnellere Speicher, sofern bei jedem der vier Kanäle nur ein Modul eingesetzt wird. Die Core-X-Prozessoren können mit bis zu 256 GB RAM umgehen, die Xeon-W-CPUs sogar bis zu 1 TB ECC-Speicher. Zudem hat Intel bei beiden Modellreihen die Zahl der PCI-Express-Lanes von 44 auf 48 erhöht. Allerdings bleibt es bei PCI-Express 3.0 während AMD mit Zen 2 bereits den 4.0-Standard mit doppeltem Durchsatz unterstützt.

Auf der Instruktionsebene sind bei Cascade Lake AVX-512-Befehle hinzugekommen, die Deep-Learning-Workloads erheblich beschleunigen sollen. Einige Meltdown- und Spectre-Lücken sind hier nicht mehr per Microcode, sondern direkt in der Hardware geschlossen, was bei einigen Workloads für eine höhere Leistung sorgen sollte.

Die günstigeren Preise für die neuen Prozessoren sollten auf jeden Fall dazu führen, dass High-End-PCs und Single-CPU-Workstations mit LGA2066-Prozessoren günstiger werden oder die Hersteller die Rechner mit mehr Arbeitsspeicher oder größeren SSDs ausliefern. Die Prozessoren sollen ab November verfügbar sein.

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