Speicheraufgaben lassen sich gebührenfrei mit lokalem Netzwerkspeicher (NAS) realisieren. Anbieter wie Synology, Dell, Pure Storage, Western Digital und IBM bieten dem Channel Optionen, mit Zusatzdiensten das Gerät selbst erheblich aufzuwerten.
Bei NAS-Speichern kann die Kapazität je nach Einsatzbereich von 4 Terabyte bis hin zu Petabyte reichen.
(Bild: Oksana Smyshliaeva - stock.adobe.com)
Wenn man heute in einem AVM-WLAN-Router einen Netzwerkspeicher angeboten bekommt, so reicht dieser doch häufig nur für einfache Zwecke. Und wenn das Netz ausfällt, sind auch die Daten weg. Das kann mit einem NAS-Speicher im heimischen, firmeneigenen Netzwerk nur selten passieren. Und hier sind Kapazitäten zwischen wenigen Terabyte und mehreren Petabyte möglich.
BeeStation von Synology
Mit der BeeStation kündigt Synology einen Netzwerkspeicher mit integrierter 4-Terabyte-Festplatte an. Das System soll sich in Minutenschnelle als Cloud-Speicher einrichten lassen und als zentraler Ort zum Sichern, Organisieren und Teilen von Daten dienen. Die BeeStation ist für den Einsatz im Heimbüro gedacht. Das NAS soll vor allem die Lücke zwischen den Produktlinien BeeDrive und DiskStation schließen. Zielgruppe sind daher Nutzer, denen ein NAS zu komplex, ein BeeDrive aber zu abgespeckt ist. Die Bee Station stellt auf ihr gespeicherte Daten per Browser oder App bereit. Einige spezielle Funktionen wie etwa ein KI-basierter Photo Organizer erleichtern zudem Hobbyfotografen das Verwalten ihrer Aufnahmen: „BeeStation nutzt integrierte KI-Fotoerkennung, ohne Daten in die Cloud zu übertragen. Der eingebaute Neuralprozessor (NPU) beschleunigt KI-Prozesse, während andere Anwendungen reibungslos laufen. Backups und Datensynchronisation auch über mehrere Computer hinweg sind ebenfalls möglich.“ Regelmäßige Backups der BeeStation-Daten erfolgen zu Synology C2 Storage oder externen HDDs. Die Anbindung externer Cloud-Speicherdienste ist ebenfalls realisierbar. Synology nutzt in der BeeStation einen Realtek-RTD1619B-Prozessor mit 1,7 GHz und vier Kernen. Als Arbeitsspeicher ist 1 GB RAM an Bord.
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FlashBlade von Pure Storage
„Unser NAS-Array FlashBlade geht weit über herkömmliche NAS hinaus“, sagt Markus Grau von Pure Storage. „Es ist eine Scale-Out-Lösung, die es erlaubt, Datenspeichergeräte in einer modernen Speicherinfrastruktur zu vereinfachen und zu konsolidieren.“ FlashBlade biete sowohl File- als auch Objekt-Speicher und liefere native Ganz-Flash-Leistung. Neue Blades lassen sich hinzufügen, um ohne Betriebsunterbrechung Kapazität und Leistung zu skalieren. Die I/O-Performance liege bei bis zu 15 GB/s bei 15 Blades in einem einzigen Chassis, die Datenübertragungsrate bei 100 Gbps pro Ethernet-Anschluss – bei 16 Ports pro FlashBlade-System. Die All Flash Array Plattform namens FlashBlade//E „beginnt bei 4 PB und skaliert ausgehend von dieser Kapazität mit zuverlässiger Leistung“, so Grau. „Wir verwenden im FlashBlade//E 48TB große Direct Flash Modules (DFMs)“, erläutert Grau. „Pro Blade vier Stück. Die Einstiegskonfiguration von FlashBlade//E besteht aus 10x EC Blades im Control Chassis mit je 4x 48TB DFM und 10x EX Blades im Expansion Chassis mit je 4x 48TB DFM.“
FlashSystem von IBM
IBM bietet vier All Flash Arrays als NAS an und vertreibt sie über den Channel. Das FlashSystem 7200H ist eine „kostenoptimierte“ Flash-NVMe-Lösung mit SCM-Unterstützung für Flash-Beschleunigung und optionale Hybrid-Flash-Erweiterungen für mittelgroße Workloads. IBM Storage FlashSystem 7300 ist ein kostengünstiger Speicher, der die Leistung beschleunigt und IT-Infrastrukturen modernisiert. Als Teil der FlashSystem-Familie beruht das 7300 auf IBM FlashCore-Modulen und Flash-NVMe-Technologie. Basierend auf der IBM-Storage-Virtualize-Software ist dies „der Speicher für das moderne Unternehmen“: mit 85 TB, 170 TB, 380 TB, 765 TB oder 1,5 PB Kapazität. FlashSystem 5200H ist eine erschwingliche, kompakte Hybrid-Lösung, die für die aktuellen Anforderungen an die Unternehmensspeicherung ausgelegt ist. Die Rack-Größe beträgt nur eine Höheneinheit (1U), bietet aber Speicherkapazität von jeweils 45TB, 90TB, 170TB 340TB oder 680TB. FlashSystem 5015H (2U) ist mit einer Kapazität zwischen 20TB und 140TB eine kosteneffiziente Speicherlösung.
PowerStore von Dell
Dell hat in den vergangenen zwei Jahren mehrere Baureihen neu oder aktualisiert auf den Markt gebracht, um sämtliche Kundenanforderungen abzudecken. Als NAS-Gerät für den Channel lässt sich Dell PowerStore einordnen. Die Modellfamilie reicht vom Basismodell 500T bis zum Modell 9200T. Das Basismodell bietet einen effektiven, nutzbaren Speicher von 4,71 PBe, das größte Modell 4,52 PBe, was sich aber im Cluster zu 18,06 PBe erweitern ließe. Entscheidend sind die Größe des RAM (192 GB bis 2.560 GB) und die Übertragungsgeschwindigkeit. „Alle Modelle bieten Scale-up und Scale-out auf bis zu 18 PBe pro Cluster mit der Granularität eines einzigen Laufwerks.
MyCloud von WDC
Eher in der Liga von Synology BeeStation spielen drei MyCloud-NAS-Geräte, die WDC über den Channel vertreibt. Ab rund 300 Euro (Liste) für die MyCloud Expert Series EX2 Ultra erhalten Kunden 4 TB Speicherkapazität, die sie aber auf bis zu 36 TB ausbauen kann – dann kostet das Gerät knapp 1.150 Euro. My Cloud Pro Series PR2100 weist eine maximale Speicherkapazität von 28 TB auf. My Cloud Pro Series PR4100 lässt sich auf 72TB ausbauen. Bild- und Video-Verwaltung sind die wichtigsten Anwendungen, doch die primäre NAS-Aufgabe des Backups wird stets berücksichtigt: Acronis True Image Software sichert Daten in die WDC MyCloud und verschlüsselt die Festplatte.
Was sind NAS-Systeme?
Network Attached Storage (NAS) ist ein dediziertes Dateispeichersystem, das es mehreren Nutzern und Geräten im LAN erlaubt, aus einer zentralisierten Speichersektion im Netzwerk darauf zuzugreifen. Der Zugriff kann unter Verwendung verbreiteter Ethernet-Verbindungen via Router oder Netzwerk-Switch erfolgen. Der hauptsächliche Vorteil besteht darin, dass ein NAS ein leicht zu bedienendes Speichersystem mit hoher Speicherkapazität und geringen Kosten handelt. NAS-Systeme sind flexibel und skalierbar, denn sie erlauben es, bei Bedarf weitere NAS-Speichergeräte nach dem Scale-out-Prinzip anzukoppeln und so einen wachsenden Cluster zu erstellen. NAS-Appliances erlauben die Erweiterung der Speicherkapazität, indem einfach mehr oder größere Festplatten hinzugefügt werden, die sich zudem in einem Scale-out-Cluster kombinieren lassen. Die NAS-User können zusammenarbeiten, indem sie Daten effektiver miteinander teilen. Ist eine NAS Appliance an einen WLAN-Router angeschlossen, kann sie einem verteilten Team den Fernzugriff auf Dateien von jedem Standort und von jedem autorisierten Gerät aus gewähren. In einem Rechenzentrum kann ein NAS sogar als Private Cloud agieren, um so den erwähnten Fernzugriff per Netzwerk oder Internet – via Cloud-Schnittstellen – zu erlauben. NAS weist sogar Vorteile auf, die denen einer Public Cloud ähneln, darunter hohe Zugriffsgeschwindigkeit, geringe Latenz und niedrige Kosten. Dem Nutzer verschafft eine NAS die maximale Kontrolle über die gespeicherten Daten. Das kann im Hinblick auf die Vorgaben der DSGVO ein wichtiges Kriterium darstellen. Im Unterschied zu Block- und Object Storage speichert ein NAS Daten als Files und lässt sich deshalb als Ersatz für einen herkömmlichen File Server heranziehen. Ein NAS-System kann auf mehreren vernetzten NAS-Geräten bestehen und lässt sich mit einem LAN oder einem Ethernet-Netzwerk verbinden, das über einen zugewiesene IP-Adresse verfügt.
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Stand: 08.12.2025
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