„Digital jetzt“, „goDigital“ sowie Programme der Bundesländer MKS hilft bei den Fördertöpfen

Autor: Dr. Stefan Riedl

Neben dem deutschlandweiten Förderprogrammen „goDigital“, für das ERP-Hersteller MKS zertifizierter Berater in Sachen Digitalisierung ist, gibt es den Fördertopf „Digital jetzt“ auf Bundesebene sowie Programme in den einzelnen Bundesländern.

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Wer Digitalisierungs-Fördergelder will, muss bürokratische Hürden nehmen.
Wer Digitalisierungs-Fördergelder will, muss bürokratische Hürden nehmen.
(Bild: agrarmotive – stock.adobe.com)

Trotz der Coronakrise war 2020 ein gutes Jahr für den ERP-Anbieter MKS, „mit einem deutlich gestiegenen Ertrag und einen relativ guten Gewinn“, blickt Michael Kempf, der Vorstandsvorsitzende zurück. Verbindlichkeiten konnten weiter abgebaut werden und nach aktuellen Plänen wird das Unternehmen 2022 schuldenfrei sein, was nach einem Fünf-Millionen ­Investment in die Entwicklung von Goliath „eine schöne Entwicklung“ sei.

Die Früchte harter Arbeit

Michael Kempf, Vorstandsvorsitzender, MKS
Michael Kempf, Vorstandsvorsitzender, MKS
(Bild: MKS)

„Wir können langsam die Früchte ernten, nach Jahren harter Arbeit“, so der MKS-Chef. Die Themen Software und Digitalisierung boomen und so plant Kempf für 2021 mit einem Umsatzwachstum von 12 bis 15 Prozent. „Nachdem wir 2020 zwei neue Mitarbeiter eingestellt haben, werden wir in diesem Jahr erneut drei bis fünf Mitarbeiter einstellen.“ Das Thema Fachkräftemangel sei durchaus für das Unternehmen spürbar. „Gute Erfahrungen haben wir mit der Herangehensweise gemacht, dass wir unseren Auszubildenden – nach einem guten Abschluss – anbieten, ein duales ­Bachelor-Studium durchlaufen zu können, das wir fördern. Das bindet gute Mitarbeiter viele Jahre ans Unternehmen“, so der Unternehmer.

Digitalisierung wird vorangeschoben

In das geplante Wachstum ist eingepreist, dass einige Kunden Projekte verschoben, aber noch in der Pipeline haben. Dass die Branche im Allgemeinen und MKS im ­Besonderen so gut durch die wilde Corona-Zeit gekommen sei, liegt auch an Fördergeldern durch Land und Bund, mit denen die Digitalisierung im Land vorangeschoben werden soll. In Sachen Digitalisierung ist Deutschland nur Durchschnitt. Gefördert wird mit bürokratischen Hürden.

„Auf unserer Website geben wir Kunden und Resellern Tipps, wie sie an Fördergelder des Bundes und der Bundesländer kommen. So finden Sie auf der einen Seite nach Bundesländern gegliedert, die länderspezifischen Programmen“, so Kempf und nimmt als Beispiel das Bundesland Bayern: „Dort können über eine Förderbank Monat für Monat 500 Unternehmen bis zu einem Betrag von 10.000 Euro fördern lassen. Ähnliche Programme gibt es auch in anderen Bundesländern.“

Zertifizierung als Berater

Dann gibt es noch das Programm goDigital, ein Programm auf BRD-Ebene. „Hier sind relativ große Töpfe für die Förderung von Digitalisierungsprojekten vorhanden und MKS hat hier auch eine Zulassung der Bundesregierung, als ­Berater aufzutreten“, so Kempf. Dafür mussten mehrere Mitarbeiter ein Zertifizierungsprogramm durchlaufen. Gefördert wird hier zu 50 Prozent ­Beratung beziehungsweise Projektumsetzung bis zu 30 Tage zu einem Tagessatz von bis zu 1.100 Euro. Hier geht es häufig um die Anbindung beziehungsweise Zusammenführung von IT-Systemen über Schnittstellen. „Gerne helfen wir hier und bei anderen Programmen, was die Anträge angeht“, betont Kempf

Auch Hardware-Ausgaben förderbar

Auch das Programm „Digital jetzt“ ist auf Bundesebene aufgehängt. „Hier sind die Töpfe relativ klein, denn es stehen insgesamt nur 203 Millionen zur Verfügung so dass hier mit einem Losverfahren gearbeitet werden muss. Eine Besonderheit dabei ist, dass auch Hardware-Ausgaben gefördert werden“, verrät der MKS-Chef, der ­darauf setzt, dass Kundenbindung auch durch Hilfe in Sachen Digitalisierungs-­Fördergelder aufgebaut werden kann.

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Leitender Redakteur