Mit den Surface-Tablets macht Microsoft auch seinen Kunden, den PC-Herstellern Konkurrenz Microsoft wird ein bisschen Apple: Zwei iPad-Konkurrenten vorgestellt

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Sylvia Lösel / Sylvia Lösel

Surface heißen sie und ganz überraschend sind sie auf der Bildfläche erschienen: Die beiden neuen Microsoft-Tablets, mit denen das Redmonder Unternehmen seinem ärgsten Konkurrenten Apple ein bisschen das Wasser abgraben möchte.

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Nun steigt auch Microsoft in den Tablet-Markt ein.
Nun steigt auch Microsoft in den Tablet-Markt ein.

Das Surface-Tablet, das Microsoft gestern überraschend vorgestellt hat, wird es in zwei Varianten geben und es wird bereits mit dem Betriebssystem Windows 8 beziehungsweise Windows RT laufen. Steve Ballmer stellte die Tablets gestern abend auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz vor. Sowie bei Windows 1.0 die Maus auf die Software abgestimmt war, so soll es bei Windows 8 jetzt das Tablet sein. Beide Tablets verfügen über ein dünnes und stabiles Gehäuse, das dank einer besonderen Magnesiumlegierung, von Microsoft VaporMG genannt, ermöglicht wird. Beide haben auch TouchCover genannte Schutzhüllen, die magnetisch am Gehäuse gehalten werden. In diese bunten Cover hat Microsoft einen Touchscreen-Tastatur integriert. Beide Tablet-Varianten verfügen über ein 10,6-Zoll-Display und können entweder per Hand oder mit dem Stift bedient werden.

Modell-Varianten

Ein Modell wird Windows 8 Pro heißen und läuft mit einem Intel-Core-i5-Prozessor. Im Unterschied zum iPad gibt es bei Microsoft USB 3.0 sowie einen Micro-SDXC-Steckplatz und einen Mini-Display-Port. In der anderen Tablet-Variante gibt ein NVIDIA-Prozessor den Takt an und Windows RT fungiert als Betriebssystem. Auch hier sind ein Micro-SD-Steckplatz vorgesehen, sowie USB 2.0 und ein Micro-HDMI-Anschlusss.

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Beide Tablets soll es mit Erscheinen von Windows 8 auf dem Markt geben, dies wird für den Spätsommer oder Herbst dieses Jahres erwartet.

Konkurrenz im eigenen Lager

Microsoft macht mit seinen eigenen Tablets nun seinen Hardware-Partnern Konkurrenz. Nachdem die Nachricht von der kurzfristig anberaumten Pressekonferenz die Runde gemacht hatte, waren gestern die Spekulationen ins Kraut geschossen. Nur wenige konnten sich tatsächlich vorstellen, dass Microsoft mit eigenen Tablets aufwarten würde. Vielmehr hatten sich die Medien auf die Vorstellung eigener E-Book-Reader versteift, da Microsoft im April eine Partnerschaft mit dem US-Verlag Barnes & Noble geschlossen hatte. Dank dieser sollen digitale Inhalte vermarktet werden. Ein E-Book-Reader würde der erste Schritt in diese Richtung sein und wäre eine Konkurrenz zum Kindle Fire, dem E-Reader des Online-Händlers Amazon.

Dass Microsoft nun doch den Schritt geht, eigene Hardware zu vermarkten, zeigt, wie wichtig für die Redmonder das Unternehmen Windows 8 geworden ist. □

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