IT-Security Mailverschlüsselung ist keine Hexerei

Von Dr. Stefan Riedl 3 min Lesedauer

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Der Markt für E-Mail-Verschlüsselungslösungen tickt anders als die meisten Segmente in der IT. Vor diesem Hintergrund verzichtet man bei SEPPmail auch auf schnelllebige, umsatzgetriebene Kennzahlen im Partnergeschäft. Hohe Partnerstufen stehen aber auch nur auf Einladung offen.

Sicherheit im Briefverkehr hat lange Innovationszyklen hinter sich. (Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Sicherheit im Briefverkehr hat lange Innovationszyklen hinter sich.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Seit mittlerweile 24 Jahren ist SEPPmail auf dem Markt. Das Kernprodukt war stets die gleichnamige E-Mail-Umgebung. Die Lösung wird auf praktisch jeder Infrastruktur angeboten: klassisch auf einer Appliance, auf einer VM, als Managed-Service-Produkt für Partner oder auch als reine Cloud-Lösung. Unabhängig von der Darreichungsform vertreibt das Unternehmen zu 100 Prozent über Partner, betont Günter Esch, ­Geschäftsführer bei SEPPmail Deutschland. „Um genau zu sein, im Direct-Touch-Modell; wir gehen also gegebenenfalls mit eigenen Vertriebsleuten mit zum Kunden und unterstützen so den Vertrieb der Partner.“

Günter Esch, Geschäftsführer, SEPPmail(Bild:  SEPPmail)
Günter Esch, Geschäftsführer, SEPPmail
(Bild: SEPPmail)

Was die Managed-Service-Version angeht: SEPPmail ist Multimandanten-fähig. „Das heißt, der Partner kann eine Appliance bei sich aufbauen und das Mailprodukt mit Backup-Diensten, Spamfilter und Mail­archiv veredeln und im Paket verkaufen“, so Esch.

SPAM muss raus

Der hauseigene Spamfilter ist stark darauf ausgelegt, auf das länderregionale und lokale Spamverhalten zu reagieren, teilweise KI-unterstützt, aber mit vielen Einstellungs- und Trainingsmöglichkeiten. „Diesen originären Spam-Filter“, erklärt der Geschäftsführer, „gibt es in der Cloud-­Lösung. Bei der Appliance und MSP-­Lösung konnte die Cloud-basierte Version noch nicht umgesetzt werden, aber wir arbeiten daran. Hier gibt es Ausweichprodukte in unserem Portfolio, die auch gute Ergebnisse erzielen.“ Im Gegensatz zur Appliance-Umsetzung ist die Cloud-Version von SEPPmail stark standardisiert.

Begleitende Dienste

Generell beinhalten die Services neben der S/MIME, OpenPGP und Domänverschlüsselung die so genannte Gina-Technologie zur Spontanverschlüsselung, Signatur und Zertifikat von Swissesign sowie einen Spam-Filter. Außerdem ist demnächst eine größenmäßig begrenzte Large-Filetransfer-Funktion verfügbar, die bei entsprechendem Bedarf upgegradet werden kann und immer im Pay-per-use-Modell abgerechnet wird.

Bechtle ist beispielsweise Silber-Partner, was zeigt, das Unternehmensgröße nicht der ausschlaggebende Faktor ist.

Günter Esch, Geschäftsführer, SEPPmail Deutschland

Distribution und Partner

Das Unternehmen sucht insbesondere Partner, die sich auf Cloud-Lösungen spezialisiert haben. Dazu würden auch beispielsweise SAP-Lösungshäuser gehören, die per Rest-Schnittstelle die Lösung in Geschäftsprozesse einbauen wollen. Das dahinter stehende Partnerprogramm umfasst die vier Stufen Standard, Silber, Gold und Platin und ist mit Rebates zwischen 20 und 35 Prozent auf den Listenpreis verbunden, wenn das Projekt angemeldet wird. „Zwischen uns als Hersteller und den Partnern ist die ­Infinigate Distribution zwischengeschaltet“, erläutert Esch.

Zusammenarbeit im Channel

Er selbst habe lange für US-Unternehmen im IT-Bereich gearbeitet und kenne die Problematik, „viele Business-Pläne abgeben zu müssen, Zahlen zu rechtfertigen und so weiter“. Seiner Erfahrung nach kann das kontraproduktiv sein und passe auch nicht zum eher ruhigen, längerfristig orientierten Partnergeschäft von SEPPmail. „Das heißt, die Einstufung als Partner erfolgt nicht über Umsatzziele“, so der Geschäftsführer. Vielmehr kann man vom Standard- zum Silberpartner aufsteigen, indem man Mitarbeiter als SEPPmail-Systemingenieur zertifizieren lässt. Gold- und Platinpartner werden hingegen ausgewählt, auf Basis erfolgreicher bisheriger Zusammenarbeit. „Bechtle ist beispielsweise Silber-Partner, was zeigt, dass Unternehmensgröße nicht der ausschlaggebende Faktor ist“, betont der Manager. „In Deutschland haben wir rund 370 Partner. Insbesondere was das Thema Cloud angeht, suchen wir hier weitere Partner.“

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