Expect a littlebit more Littlebit über Führungskultur, Wachstum und Zukunftspläne

Von Mihriban Dincel 4 min Lesedauer

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Während sich weiter Regenwolken über der deutschen Wirtschaft zusammenbrauen, herrscht bei Littlebit Technology eine sonnige Atmosphäre. Das hängt unter anderem mit dem Ergebnis des vergangenen Jahres, neuen Chancen und der positiven Führungskultur zusammen.

Littlebit-CEO Stefan Ebnöther (l.) und Christian Bedel, Managin Director bei Littlebit Technology Deutschland (Bild:  Vogel IT-Medien)
Littlebit-CEO Stefan Ebnöther (l.) und Christian Bedel, Managin Director bei Littlebit Technology Deutschland
(Bild: Vogel IT-Medien)

„Das vergangene Jahr war branchenweit herausfordernd, dennoch sind wir mit unserer Entwicklung zufrieden“, erklärt Christian Bedel, Managing Director bei Littlebit Technology Deutschland. Diese Zufriedenheit ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass der Fachhändler gegen Ende 2024 die vorgenommenen Wachstumsziele in den Fokussegmenten erreichen konnte. So verzeichnet Littlebit für das Deutschland-Geschäft ein konstantes Consumer-Geschäft und kontinuierliches Wachstum im B2B-Umfeld. Das Team um Andreas Helmling, das sich auf Education Videoconferencing und Digital Signage spezialisiert hat, habe positive Ergebnisse hervorgebracht. „Erfolg haben wir vor allem in beratungsintensiven Segmenten, wo Value-Add gefragt ist“, ergänzt Bedel.

Diese Erfolge basieren auf einer klaren Strategie: Die Fokussierung auf die Kernmärkte Komponenten, Storage und Peripherie. „Im B2B-Segment haben wir das Portfolio nahezu verdreifacht, beispielsweise mit Display-Technologie. Seit letztem Jahr sind wir LG-Partner in Deutschland und der Schweiz, mit bereits guten Geschäftsergebnissen. Auch im Videoconferencing haben wir massiv ausgebaut“, klärt Bedel auf. Gleichzeitig hat der Distributor neue Schritte gewagt und weitere Bereiche erschlossen. Das konnte bei der diesjährigen Hausmesse unter anderem mit der Marke Manscape beobachtet werden.

Die Resultate stimmen, aber das Marktumfeld ist so herausfordernd wie nie zuvor in meiner 25-jährigen Branchenerfahrung.

Stefan Ebnöther, CEO bei Littlebit Technology

Mit Herstellerpartnerschaften liefe es gut, zu gut. Der Distributor bekäme laut Bedel mehr Anfragen, als kurzfristig umgesetzt werden können. Dabei setzt Littlebit hohe Maßstäbe: „Bei jedem Brand wollen wir mindestens die Nummer zwei in der Distribution sein, oft gelingt uns sogar die Spitzenposition. Der Schlüssel dazu ist, den Hersteller bestmöglich zu verstehen und echten Mehrwert zu bieten.“

Hinzu kommt, dass das laufende Jahr mit einem vielversprechenden Start für den Distributor begonnen hat. „Wir haben einen ambitionierten, aber realistischen Plan aufgestellt, den wir nach dem ersten Quartal in Deutschland definitiv erreichen werden“, ist Bedel überzeugt. Dank eines stabilen BDM- und motivieren Sales-Teams sowie einer klaren Spezialisierung, sieht sich Littlebit für die aktuellen Herausforderungen gut gerüstet.

Littlebit Hausmesse 2025
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„Die Resultate stimmen“

Dennoch ist dem Managing Director bewusst: Das Geschäft fordert heute mehr Energie. „Wir stehen im intensiven Wettbewerb mit Marktteilnehmern, die teilweise wirtschaftlich unter Druck stehen oder mit Direktvertrieb experimentieren – wobei viele schnell wieder zum Channel-Konzept zurückkehren.“

Auf Gruppenebene kann das Littlebit-CEO Stefan Ebnöther bestätigt. „Die Resultate stimmen, aber das Marktumfeld ist so herausfordernd wie nie zuvor.“ Dabei spielt der CEO auf die aktuelle langwierige und schwierige Wirtschaftsphase an. Dennoch herrscht Zuversicht. Der Distributor hat klare Zukunftsvisionen, wie Ebnöther beschreibt: „Konsolidieren, wachsen und in weitere Länder expandieren – immer in unserem partnerschaftlichen Stil mit Kunden und Herstellern.“

Motivation in schwierigen Zeiten

In diesen schweren Zeiten gilt es nicht nur sich selbst, sondern ebenso Mitarbeitende zu motivieren. Das Stichwort heißt „Wertschätzung“. „Wir erkennen an, wenn Mitarbeiter sich engagieren und Dinge richtig anpacken – selbst wenn nicht immer alle Ziele erreicht werden“, erklärt Bedel. Diese Wertschätzung erfolge Ebnöther zufolge beispielsweise durch ehrliches Lob, gemeinsame Veranstaltungen oder Aktionen wie „Silent Heroes“ – dabei werden Mitarbeitende, die sich im Hintergrund engagieren, gewürdigt. Der CEO führt zudem die Bedeutung von Transparenz aus. „Transparenz ist essenziell für Motivation. Unserer Mitarbeiter wissen, wie sich unsere Margen zusammensetzen und wo wir Geschäft generieren.“ Dabei hat Ebnöther hohe Erwartungen: an sich, die Führungsebene, aber auch an die Mitarbeitenden. „Unser Credo ‚Expect a littlebit more‘ gilt in beide Richtungen: Die Mitarbeiter dürfen von uns mehr erwarten und umgekehrt.“ Diese Offenheit, Wertschätzung und der ehrliche Anspruch würden die Unternehmenskultur auszeichnen.

Unternehmenskultur im Wandel

Diese Kultur wurde aber nicht schon immer genau so gelebt. Um eine gezielte Transformation im Unternehmen durchzuführen, wurde Stefan Ebnöther 2022 an die Spitze von Littlebit geholt. „Diese Herausforderung habe ich angenommen und konnte eine ‚Kultur der Sinnhaftigkeit‘ gestalten, ohne mich strikt an ein theoretisches Strategiepapier zu halten“, so der CEO.

25-jähriges Jubiläum

Im Jahr 2000 gegründet, feiert Littlebit Technology in diesem Jahr 25. Jubiläum. Das Unternehmen war zunächst in der Schweiz als OEM-Notebook-Hersteller tätig und übernahm in den darauffolgenden Jahren nach und nach das Distributionsgeschäft für verschiedene Hersteller wie Western Digital und Asus. 2009 expandiert der Distributor dann erstmals nach Österreich. Drei Jahre danach übernimmt das Unternehmen die deutsche Firma Memq und firmiert diese zur Littlebit Technology Deutschland um.

Christian Bedel stieß im vergangenen Jahr hinzu. Er musste sich zunächst mit der Unternehmenskultur und den Geschäftsprozessen auseinandersetzen. Bedel wechselte vom Gebrauchtsoftware-Anbieter MRM Distribution zu Littlebit Technology Deutschland. So brachte der Managing Director zwar B2B-Erfahrung mit in die neue Position, jedoch primär aus der Software-Branche. Das Hardware-Distributionsgeschäft und die Retail-Kunden musste Bedel erst kennenlernen, wobei ihn das bestehende Team unterstützte. „Meine Ziele waren zunächst das Ankommen im Unternehmen, dann das Einbringen von Struktur, die Mitprägung der Kultur und die Erweiterung meines Netzwerks. Das ist mir gut gelungen und macht nach wie vor großen Spaß“, beschreibt Bedel das Vorgehen. Seinen Einstieg bei Littlebit bewertet Ebnöther als Gewinn. „Christian hat deutlich mehr Struktur eingebracht und vieles professionalisiert, besonders in unseren Vertriebsprozessen“, betont der CEO.

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