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Gartner Prognose Lieferengpässe lassen PC-Preise steigen

Autor: Sarah Gandorfer

Laut den Analysten von Gartner ist der PC-Markt sehr preissensibel. Zudem werden 2018 weniger PCs und Tablets verkauft. Ein Wachstum gibt es bei Mobiltelefonen.

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PC-Hersteller werden die Preise im Laufe des Jahres anheben.
PC-Hersteller werden die Preise im Laufe des Jahres anheben.
(Bild: Pixabay / CC0 )

Die jüngste Gartner-Prognose geht für das laufende Jahr von einer Steigung von 0,9 Prozent bei den weltweiten Auslieferungen von PCs, Tablets und Mobiltelefonen im Vergleich zu 2017 aus. Insgesamt werden dann 2,28 Milliarden Einheiten ausgeliefert. Der Markt für PCs und Tablets wird 2018 voraussichtlich um 1,2 Prozent zurückgehen, während für Mobiltelefone ein Wachstum von 1,4 Prozent erwartet wird.

Laut Gartner werden heuer die weltweiten Auslieferungen von PCs, Tablets und Mobiltelefonen um 0,9 Prozent auf insgesamt 2,28 Milliarden Einheiten steigen.
Laut Gartner werden heuer die weltweiten Auslieferungen von PCs, Tablets und Mobiltelefonen um 0,9 Prozent auf insgesamt 2,28 Milliarden Einheiten steigen.
(Bild: Gartner)

Dabei gestaltet sich der PC-Markt als äußerst preisempfindlich. Ranjit Atwal, Research Director bei Gartner, nennt hierfür folgenden Auslöser: „Aufgrund von Lieferengpässen im DRAM-Markt wird der PC-Markt 2018 sehr beeinträchtigt werden, da keine neuen Wafer-Kapazitäten zur Verfügung stehen. Infolgedessen werden die PC-Hersteller ihre Preise im Laufe des Jahres weiter anheben. Größere Bildschirme und eine vermehrte Nachfrage nach Grafikkarten bedeuten zudem ebenfalls höhere Kosten, wodurch die Unternehmen und Endnutzer mehr für Hardware ausgeben müssen.“

Während der PC-Markt äußerst preissensibel ist, beobachten die Marktforscher bei Unternehmen eine zunehmende Abwanderung auf High-End-PCs wie ultramobile Premium-Geräte, deren Wert höher eingeschätzt wird. Gartner prognostiziert, dass die Auslieferungen von ultramobilen Premiumgeräten im Jahr 2018 um zwölf Prozent steigen werden

Ende von Windows 7

Das Support-Ende von Windows 7, welches Mircrosoft für Januar 2020 plant, wird den PC-Markt aufrütteln. „Für Unternehmen wird die Migration von Windows 7 auf Windows 10 bis zum Jahresende 2019 eine wichtige Angelgenheit“, so Atwal. In Nordamerika startete die erste Migrationswelle bereits 2015, die Europäer sind dieses Jahr verstärkt dabei zu migrieren. Allerdings scheinen China, Japan und andere wirtschaftlich aufstrebende Regionen laut Gartner sich eher später darauf vorzubereiten.

„Chinas große Marktmacht alleine kann bereits alles beeinflussen, denn alleine die Chinesen geben 20 Prozent weltweit für Devices aus“, erläutert Atwal. Der chinesische PC-Markt wird 2018 vermutlich um 1,7 Prozent sinken. Das entspricht 38,5 Millionen ausgelieferte Geräte. Weltweit entspricht das 21 Prozent der Gesamtauslieferungen.

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Über den Autor

 Sarah Gandorfer

Sarah Gandorfer

Redakteurin bei IT-BUSINESS