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ITB: Die Marktforscher rechnen damit, dass stückzahlenmäßig in nächster Zeit vor allem die Mini-Notebooks zulegen werden. Für Geräte im Preissegment zwischen 200 und 400 Euro wird beispielsweise ein zweistelliger Zuwachs prognostiziert. Wenn die Durchschnittspreise sinken, steigen aber automatisch die Vertriebskosten pro Einheit. Was wird das für Folgen haben?
Fischer: Die Vertriebsprozesskosten pro Einheit steigen tendenziell, das ist richtig. Ich gehe davon aus, dass der Druck für Hersteller wie uns, aber auch für Distributoren und Vertriebspartner im niedrigen Preissegment noch weiter steigen werden. Der durchschnittliche Umsatz pro Bestellung beim Distributor sinkt, die Transportkosten und die Abwicklungskosten pro Bestellung sinken aber nicht. Das heißt, in Zukunft wird jeder Prozess in der Handelskette noch genauer auf Einsparpotenziale untersucht werden.
ITB: Ein Problem trifft alle IT-Hersteller - die Margen kennen seit geraumer Zeit nur eine Richtung: nach unten. Lässt sich dieser Trend überhaupt stoppen?
Fischer: Auch wenn dieses Segment gegenwärtig nicht so gut läuft, sieht die Margensituation im Premium-Segment dann glücklicherweise doch noch etwas besser aus, als im unteren Preissegment, in dem Sie nur durch Masse punkten können. Generell gilt es, Marktnischen zu finden und als erster Hersteller zu besetzen. Hier sind zwar die verkauften Stückzahlen geringer, dafür aber die Durchschnittspreise höher und damit auch die Hersteller- und Handels-Marge. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist unsere mobile Workstation Thinkpad W700ds. Neben dem regulären 17-Zoll-Display bietet das Gerät einen zusätzlichen 10,6-Zoll-Bildschirm, der sich auf der rechten Seite aus dem Notebook-Deckel ziehen lässt und bis zu 30 Grad gedreht werden kann. In speziellen Segmenten, wie der Geodäsie oder als mobiler Arbeitsrechner für Fotografen und Videobearbeiter ist das Produkt einfach unschlagbar und ohne Konkurrenz. Damit wird Handelsspanne generiert: Gegenwärtig beträgt der HEK 4.040 Euro und der empfohlene Verkaufspreis netto 4.529 Euro.
Das »Margenwunder« mit zwei Bildschirmen

Die mobile Workstation W700ds stellt dem Anwender neben einem 17-Zoll-Display mit WUXGA-Auflösung (1.920 x 1.200 Pixel) einen zusätzlichen Bildschirm mit einer Diagonale von 10,6 Zoll zur Verfügung. Das zweite Display lässt sich auf der rechten Seite aus dem Notebook-Deckel ziehen und kann bis zu 30 Grad gedreht werden, um es an die Sehgewohnheiten des Anwenders anzupassen. Darüber hinaus ist der Hauptbildschirm mit 400 Nits nach Angaben des Unternehmens annähernd zweimal so hell, wie die Displays herkömmlicher Thinkpad-Workstations. Verbessert wurde auch die Farbskala, die beim W700ds um 72 Prozent größer ist.
Die hohen Ansprüche an die Ausstattung einer mobilen Workstation spiegeln auch die Komponenten im Innern des Rechners wider: So sind die Modelle mit Intels Mobile-Quad-Core-CPUs oder wahlweise den Extreme-Prozessoren erhältlich. Für die Grafikleistung zeichnen mobile Lösungen aus Nvidias Quadro-FX-Serie verantwortlich. Der Hauptspeicher des Rechners kann auf bis zu acht Gigabyte DDR3-Speicher ausgebaut werden, während der Festplattenplatz mit Solid State Disks oder herkömmlichen Festplatten im Dual-Betrieb bis zu 960 Gigabyte erreicht. Das Thinkpad W700ds ist von über 20 unabhängigen Software-Anbietern zertifiziert.
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