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ITB: Lenovo hat in den vergangenen Quartalen das Produktportfolio sukzessive erweitert. Wie lief die Markteinführung der ThinkServer?
Fischer: Im vergangenen Herbst haben wir sehr erfolgreich Lenovo-Server auf den Markt gebracht. Drei der x86-Server sind Tower-, zwei sind Rack-Modelle mit dem Betriebssystem Microsoft Windows Server oder mit Novells Suse Linux Enterprise. Mit den Rechnern adressieren wir vorwiegend kleine und mittelgroße Unternehmen in der Größe zwischen einem und 500 Mitarbeitern. Diesen Bereich werden wir im Frühjahr mit weiterem Zubehör ausbauen. Hier vermarkten wir gegenwärtig noch sehr viel von IBM. Schritt für Schritt soll hier immer mehr der Brand Lenovo im Mittelpunkt stehen.
ITB: Was hat Lenovo mit Idea vor?
Fischer: Neben den Business-Brands ThinkCenter, ThinkPad, ThinkStation, ThinkServer und ThinkVision, entstehen mit dem Idea-Brand die Familien IdeaCenter, IdeaPad, IdeaVision im Privatkundenmarkt. Ende vergangenen Jahres, zugegebenermaßen fast schon zu spät für das Weihnachtsgeschäft, starteten wir mit den IdeaPad-Netbooks S9e und S10e, die uns förmlich aus den Händen gerissen wurden. In den nächsten Monaten kommen Consumer-Notebooks der S- und U-Serie als IdeaPad auf den Markt. Im Desktop-Bereich werden erste IdeaCenter später folgen.
ITB: Über welche Absatzkanäle wird die Idea-Familie vertrieben? Welche Rolle spielen Retailer, Online-Händler und Lenovo-Stores?
Fischer: Vermarktet werden die kommenden Idea-Produkte ausschließlich über den Retail-Kanal sowie ausgewählte Webseller. Entsprechende Gespräche werden gegenwärtig geführt und das hausinterne Vertriebspotenzial wird derzeit aufgebaut. Lenovo-Stores sollen sich weiterhin auf die Geschäftskunden und die Think-Produktlinie konzentrieren.
ITB: Das Re- und eTail-Geschäft ist für Lenovo ja eher Neuland …
Fischer: Ich sehe Lenovo-Produkte auch in Zukunft nicht beim Discounter angesiedelt, sondern ganz klar in den IT-Fachmärkten. Wer eine Consumer-Serie anbietet, muss diesen Weg bei seinen Vertriebskanälen dann aber auch konsequent beschreiten. Und es ist ja nun wirklich nicht so, dass wir mit der 3000er-Reihe in der Vergangenheit keine Retail-Erfahrung gesammelt haben. Insbesondere im Ausland haben wir mehrfach erfolgreich mit Retailern – beispielsweise dem Mediamarkt – zusammen gearbeitet. Künftig wird sich diese Zusammenarbeit dann eben auch auf Deutschland erstrecken.
ITB: Sie sprechen die 3000er-Serie an, über die bislang der untere SMB-Bereich und vereinzelt Consumer adressiert wurden. Was ändert sich hier durch das Idea-Portfolio?
Fischer: Gegenwärtig sind 3000er-Produkte zwischen Idea- und Think-Produkten angesiedelt. Es gibt keinen fixen Zeitrahmen dafür, aber irgendwann wird zwischen Think und Idea kein Platz mehr sein für die 3000er-Produktfamilie.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie sich der IT-Gesamtmarkt entwickeln wird sowie Details zum »Margenwunder«-Notebook W700ds.
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