Für Hersteller und Importeure Leitfaden für die CE-Kennzeichnung

Autor Sarah Gandorfer

Ob Smartphone, Drucker oder Monitor – alle in der EU vertriebenen elektronischen Produkte brauchen eine CE-Kennzeichnung. Verantwortlich dafür sind die Hersteller. Um sich im Dschungel der rechtlichen Regelungen zurechtzufinden, hat der Bitkom einen Leitfaden erstellt.

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Laut dem Normierungsinstitut Cenelec steht das Akronym CE für französisch „Conformité Européenne“: Europäische Konformität.
Laut dem Normierungsinstitut Cenelec steht das Akronym CE für französisch „Conformité Européenne“: Europäische Konformität.
(Bild: © Silvano Rebai - stock.adobe.com)

Fast alle elektronischen Produkte brauchen eine CE-Kennzeichnung, bevor sie in der Europäischen Union (EU) verkauft werden dürfen. Hierfür ist der jeweilige Hersteller verantwortlich. Dieser bestätigt mit dem Anbringen des CE-Zeichens, dass das Produkt den produktspezifisch geltenden europäischen Richtlinien entspricht.

Das Symbol allein lässt allerdings keine Rückschlüsse zu, ob das Produkt durch unabhängige Stellen auf die Einhaltung der Richtlinien überprüft wurde. Ist jedoch nach dem CE-Kennzeichen eine vierstellige Kennnummer (Identifikationsnummer) angebracht, weist dies auf die Einbindung einer Prüfstelle hin. Dabei ist das Attribut rechtlich kein Gütesiegel, sondern dokumentiert nur die Einhaltung der gesetzlichen Mindestanforderungen. Die Kennzeichnung wurde geschaffen, um dem Endverbraucher sichere Produkte innerhalb der EU-Vertragsstaaten zu gewährleisten.

Es gibt eine Vielzahl von Rechtsvorschriften, die die Verleihung dieser Konformitätsbewertung regeln. Immer wieder kommt es vor, dass Behörden Produkte vom Markt nehmen, die unzureichend gekennzeichnet sind oder formale sowie technische Mängel aufweisen.

Stets aktueller Leitfaden

Damit sich Unternehmen im Dschungel der Verordnungen zurechtfinden, bietet der Bitkom einen Leitfaden an. Hier wird in neun Schritten erklärt, welche Aufgaben die Hersteller im Rahmen der CE-Konformität ihrer Produkte haben. Im einführenden Teil des PDFs werden allgemeine Informationen zum CE-Zeichen zusammenfassend dargestellt sowie die Aufgaben der weiteren Wirtschaftsakteure (Bevollmächtigte, Importeure, Händler, Fulfilment-Center) erläutert.

„Die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur CE-Kennzeichnung ändern sich regelmäßig, so auch im kommenden Sommer nochmals durch die neue Marktüberwachungsverordnung. Hilfestellungen und Handreichungen sind da von großem Nutzen. Für all diejenigen, die für die CE-Konformität eines Produktes verantwortlich sind, ein Produkt in der EU auf den Markt bringen, unter eigener Marke verkaufen oder auch als Importeur die Angaben des Herstellers überprüfen wollen, gibt der Leitfaden einen kompakten Überblick ihrer Aufgaben und Pflichten“, sagt Anja Olsok, Geschäftsführerin der Bitkom Servicegesellschaft.

Der Leitfaden wird regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht und ist kostenlos abrufbar: Leitfaden „Neun Schritte zur CE-Kennzeichnung“.

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