Auf der Hausmesse Imagine hat HP eine High-End-Workstation mit bis zu vier Nvidia-Blackwell-Karten präsentiert. Zudem zeigte der Hersteller ein extrem dünnes und ausdauerndes ARM-EliteBook und mit HO IQ eine lokale KI-Lösung für Business-Notebooks.
Die auf der Imagine 2026 vorgestellte Desktop-Workstation HP Z8 Fury G6i arbeitet mit Intels neuen Xeon-600-Prozessoren mit bis zu 86 Cores. Der Rechner kann mit unterschiedlichen Nvidia-Grafikkarten geordert werden.
(Bild: HP)
Laut HP sind viele Mitarbeiter in Unternehmen mit ihrer Arbeit nicht zufrieden, da ihnen keine passenden Arbeitsmittel in Form von leistungsstarken und komfortabel bedienbaren Rechnern zur Verfügung stehen. Auf der Hausmesse Imagine in New York hat der Hersteller ein ganze Reihe von Hard- und Softwarelösungen präsentiert, die hier Abhilfe schaffen sollen.
Xeon-Workstation Z8 Fury G6i
Die Tower-Workstation Z8 Fury G6i soll Ingenieure, Content-Ersteller und KI-Entwickler mit einer sehr hohen Leistung und Erweiterbarkeit bei ihrer Arbeit unterstützen. Der Rechner basiert auf Intels neuen Workstation-Xeon-Prozessoren der Serie 600. Zur Wahl stehen dabei CPUs vom Xeon 654 mit 18 Cores bis hin zum Top-Modell Xeon 698X mit 86 Kernen. Der Prozessor gehört zu Intels aktuelle Granite-Rapids-Generation mit Redwood-Cove-P-Cores und Hyperthreading. Acht Speicherkanäle und 16 DIMM-Slots auf dem Mainboard mit Intel-W890-Chipsatz ermöglichen bis zu zwei TB DDR5-6400 als Arbeitsspeicher. Die Z8 Fury G6i kann mit verschiedenen Nvidia-Grafikkarten konfiguriert werden, vom Einstiegsmodell RTX A1000 bis hin zur RTX Pro 6000 Blackwell. Das optionale Max Side Panel vergrößert das Gehäuse um 15 Prozent und schafft Platz für bis zu vier RTX-Pro-6000-Blackwell-Karten in der Max-Q-Ausführung. In dieser Konfiguration ist die Workstation dann eher für den Einsatz in einem separaten Serverraum bestimmt. HP bietet Zubehör für die Rack-Montage, eine Remote-Graphics-Software sowie einen Remote System Controller für das Out-of-Band-Management an. Neben dem Einsatz für KI-Workloads eignen sich die Multi-GPU-Systeme auch für die Z-Boost-Funktion. Mit ihr können mobile Workstations mit geringerer GPU-Leistung besonders GPU-intensive Tasks über das Netzwerk auf die Z8 Fury G6i auslagern. Zunächst war das nur für KI-Workloads möglich, nun wird auch Rendering unterstützt. Die Z8 Fury G6i ist laut HP ab April verfügbar.
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Schlanke Notebooks mit Snapdagon-X2-Prozessor
Besonders schlank, leicht und ausdauernd sollen die neuen Notebooks der Serie EliteBook 6 G2q sein, die HP als Next Gen AI PC bezeichnet. Sie nutzen als Prozessor einen Qualcomm Snapdragon X2 Elite mit 12 oder X2 Plus mit 10 beziehungsweise 6 Oryon-ARM-Cores, Adreno-GPU und einer bis zu 85 TOPS starken Hexagon-NPU für lokale KI-Anwendungen. Das EliteBook 6 G2q mit Qualcomm-Prozessor kommt im Gegensatz zu den ebenfalls neuen Intel- und AMD-Varianten EliteBook 6 G2i und G2a nur als 14-Zöller auf den Markt und nicht zusätzlich noch als 16-Zoll-Version. Dafür gibt es zwei Gehäusevarianten: Einmal mit regulärer Höhe und dann noch als Ultra-Slim mit um 15 Prozent flacherem Gehäuse und 1,36 kg Gewicht. Die 5G-Option mit HP Go 5G gibt es allerdings nicht mit der flachen Variante des Geräts. Go 5G ist ein HP-eigener 5G-Vertrag, der eine automatische Netzwahl für die beste Verbindung beinhaltet. Zu den Schnittstellen zählt auch ein in vielen Firmen oder Institutionen noch erwünschter Ethernet-Port. Beim Display lässt HP die Wahl zwischen verschiedenen Full-HD+-Panels mit UWVA- und OLED-Technologie und einem 2,5K-UWVA-Panel. Ein Full-HD+-UWVA-Panel mit Sure-View-Blickschutz steht ebenfalls zur Wahl. Bei der Akkulaufzeit verspricht der Hersteller mit dem optionalen 68-Wh-Stromspeicher bis zu 28 Stunden Videowiedergabe. Dazu kommen noch neue Sicherheitsfunktionen wie HP Wolf Pro Security Next Gen Antivirus (NGAV) und ein Sensor, der das Öffnen des Gehäuses registriert und Speicherinhalte schützt. Das EliteBook 6 G2q kommt voraussichtlich Ende Juni auf den Markt.
Die Notebooks, mobilen Workstations und Desktop-Rechner von HP mit leistungsstarker NPU werden, beginnend mit dem Flaggschiff HP EliteBook X G2, mit lokalen KI-Funktionen ausgestattet, die unter dem Dachbegriff HP IQ laufen. Kernstück ist ein lokales 20-Milliarden-Parameter-Modell. Zunächst kommen als Pilotprogramm vier Funktionen:
Ask IQ: Reagiert auf Text- und Spracheingaben und soll intelligente, kontextbezogene Antworten und Orientierung liefern.
Analyze: Hilft den Anwendern mit ihren persönlichen Daten wie Texten und Präsentationen zu interagieren. Die KI erstellt Zusammenfassungen und umsetzbare Einblicke.
Notes & Knowledge: Führt eine laufende Aufzeichnung der Interaktionen, damit Mitarbeiter dort weitermachen können, wo sie zuvor in ihrer Arbeit aufgehört haben. Zudem organisiert die Funktion Notizen, damit diese leichter durchsucht und geteilt werden können.
Meeting Agent: Verfolgt automatisch ein Meeting, erfasst dort geäußerte Ideen und erstellt Notizen. Das soll den Teilnehmern dabei helfen, konzentriert den Beiträgen zu folgen.
Weitere KI-Funktionen und das Ausrollen auf die unterschiedlichen Geräte sollen im Laufe des Jahres folgen. Zugänglich sind die KI-Funktionen über das Visor-Interface, ein ausklappbares Overlay im oberen Desktop-Bereich. Dort ist zudem die NearSense-Funktion angesiedelt. Sie soll ein einfaches direktes Teilen von Dateien zwischen unterstützen HP-Geräten sowie mit Android-Smartphones oder Tablets ermöglichen und eine einfache Anmeldung bei ausgewählter Konferenzraum-Hardware der HP-Poly-Serie. Später soll die Collaboration-Funktion noch auf Peripheriegeräte, Drucker und Multifunktionsdrucker ausgeweitet werden, etwa für das Drucken und Scannen ohne Treiberinstallation.
Administratoren oder betreuende Systemhäuser können HP IQ und NearSense über die Workforce Experience Platform (WXP) oder andere Tools wie Microsoft Intunes ausrollen, verwalten und aktualisieren.
Als neue Sicherheitsfunktion führt HP den TPM Guard ein. Er soll durch eine Verschlüsselung des Datentransfers zwischen Prozessor und dem TPM-Chip auf dem Mainboard TPM-Bus-Angriffe verhindern. Mit dem physischen Zugriff auf die Datenleitung zwischen CPU und TPM können mit geeigneter Hardware beispielsweise Daten abgegriffen werden, um BitLocker zu umgehen.
Stand: 08.12.2025
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