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Fraunhofer-IAO-Studie

Künstliche Intelligenz im Mittelstand nutzen

| Autor / Redakteur: Moritz Hämmerle, Sven Schuler, Tim Hornung und Bastian Pokorni / Melanie Krauß

Die meisten KI-Anwendungen kommen bisher im Bereich der Daten- und Informationsextraktion zum Einsatz.
Die meisten KI-Anwendungen kommen bisher im Bereich der Daten- und Informationsextraktion zum Einsatz. (Bild: Fraunhofer-Institut für Arbeitswissenschaft und Organisation (IAO))

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Obwohl Künstliche Intelligenz in deutschen Haushalten längst verbreitet ist, behandeln Unternehmen das Thema noch zögerlich. Welche Herausforderungen bestehen und wie diese angegangen werden können, zeigt eine aktuelle Studie des Fraunhofer-IAO.

Die Informations- und Kommunikationstechnik hat in den letzten Jahrzehnten Innovation und Wandel in Unternehmen aller Größen angetrieben und die Entwicklungen der Industrie 4.0 maßgeblich geprägt. Der nächste logische Schritt liegt im autonomen Handeln der Systeme, was durch Künstliche Intelligenz (KI) ermöglicht wird.

Die vom Fraunhofer-IAO im Jahr 2019 durchgeführte Studie „Künstliche Intelligenz in der Unternehmenspraxis“ befragte mehr als 300 Unternehmen aller Branchen aus Deutschland. Die Ergebnisse zeigen: Obwohl sich bereits drei Viertel der Unternehmen mit KI beschäftigen, setzt lediglich jedes sechste diese Technologie ein. Zur Anwendung kommen dabei meist Systeme im Bereich der Daten- und Informationsextraktion sowie in den darauf aufbauenden Analysen und Prognosen. Hierzu werden vorrangig Maschinendaten herangezogen, welche nicht unmittelbar mit den Beschäftigten verknüpft sind.

Augmented Intelligence

Dabei ist das Potenzial von Lösungen im Bereich Augmented Intelligence riesig. Diese Anwendungen vergrößern die menschlichen kognitiven Fähigkeiten und ermöglichen eine dynamische Interaktion zwischen Mitarbeitenden und technischen Systemen, indem sie Entscheidungsprozesse vorbereiten und so die optimale Ausführung von Tätigkeiten unterstützen.

Allerdings stehen Unternehmen vor enormen Hürden, wenn KI im Betrieb eingesetzt werden soll. Die Studie zeigt, dass oftmals entsprechende Kompetenzen fehlen und es Unternehmen daher schwer fällt, KI-Potenziale überhaupt zu erkennen, um daraus Strategien zur Gestaltung und Einführung zu entwickeln. Zudem genügen „Lösungen von der Stange“ den individuellen Anforderungen der Unternehmen zumeist nicht. Ferner sind betriebliche Einsatzbeispiele zur Orientierung nur schwer zu finden. Um diese Hindernisse zu bewältigen, empfiehlt sich ein schrittweises Vorgehen, welches Unternehmen von der Evaluation über die Vorbereitung bis hin zur Realisierung der KI-Anwendung handlungsleitende Orientierung gibt.

Aufbauend auf den Ergebnissen und Empfehlungen der Studie organisiert das Fraunhofer-IAO ab Herbst 2019 ein neues „Innovationsnetzwerk Menschenzentrierte KI in der Produktion“. Es unterstützt interessierte Unternehmen beim Erkennen und Bewerten eigener KI-Potenziale und bei der Umsetzung in Form von betrieblichen Leuchttürmen. Zudem entwickeln die Partner ein maßgeschneidertes Schulungskonzept für ihre Fach- und Führungskräfte. Neben der Wettbewerbsfähigkeit steigern die Netzwerkpartner somit auch ihr Image als innovatives Unternehmen.

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal Maschinenmarkt.

* Moritz Hämmerle, Sven Schuler, Tim Hornung und Bastian Pokorni forschen im Bereich Cognitive Engineering and Production am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in 70569 Stuttgart, Tel. (07 11) 9 70 22 84, moritz.haemmerle@iao.fraunhofer.de, www.ki.iao.fraunhofer.de

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