State of Observability Report 2026 Kontrollverlust bei KI-Agenten? 81 Prozent sind besorgt

Von Alexander Siegert 2 min Lesedauer

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Unvorhersehbare Kosten und unzuverlässige Ergebnisse bremsen den KI-Einsatz: Laut Splunk Observability Report fürchten 81 Prozent der Befragten in Deutschland Fehlreaktionen autonomer Agenten. Observability soll mehr Vertrauen in Agentic AI bilden.

KI verursacht unvorhersehbare Kosten. Observability kann für mehr Transparenz und Kontrolle sorgen.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
KI verursacht unvorhersehbare Kosten. Observability kann für mehr Transparenz und Kontrolle sorgen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Wer KI-Agenten einsetzt, verliert leicht den Überblick über Verhalten und Kosten. Genau hier setzt der „Splunk Lagebericht Observability 2026“ an, den Cisco mit Splunk als seine sechste Analyse dieser Art vorlegt. Die Studie trägt den Titel „Restoring Predictability in the AI Era“. Ihr zufolge sind 81 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland über unvorhersehbare Fehlreaktionen durch autonome KI-Agenten besorgt. Gleichzeitig fürchten sie hohe Kosten und schwankende Ergebnisqualität. Entsprechend groß ist der Bedarf an Agentic Observability, um Aktivitäten zu kontrollieren und Leitplanken zu setzen.

Kosten als Stressfaktor

KI-Agenten kommen laut Studie oft schneller zum Einsatz, als sie kontrolliert werden können. Das führt zu stark schwankenden Kosten. Unternehmen betreiben heute Dutzende Agenten über mehrere Modelle hinweg, sodass KI-Kosten und -Nutzung schnell unübersichtlich werden. 63 Prozent der Befragten in Deutschland sagen, dass unerwartete Abrechnungsspitzen eine größere operative Belastung darstellen als hohe Grundkosten. 52 Prozent verzeichnen überraschende Kosten bei den Telemetriedaten.

Hoher Anspruch, schwache Messbarkeit

Die Priorität ist klar: 91 Prozent der Befragten in Deutschland bestätigen, dass die Überwachung von KI für ihr Unternehmen eine hohe Priorität besitzt. Die Umsetzung hapert jedoch. 62 Prozent können KI-Workload-Kennzahlen wie die Antwortqualität von LLMs nicht ermitteln, obwohl 82 Prozent die Erkennung von KI-Halluzinationen für wichtig halten.

Petra Jenner, SVP und GM EMEA, Splunk(Bild:  Lisa Hantke Photography)
Petra Jenner, SVP und GM EMEA, Splunk
(Bild: Lisa Hantke Photography)

Sicherheit und IT-Betrieb rücken zusammen

Die Studie sieht in der Überwachung von KI auch einen Hebel für die Zusammenarbeit. 81 Prozent der Befragten in Deutschland geben an, dass die Überwachung von KI-Workloads die Zusammenarbeit zwischen Observability- und Sicherheitsteams verbessert hat. 75 Prozent können Leistungsprobleme präzise auf sicherheitsrelevante Ursachen zurückführen. Bei der Verantwortung gibt es allerdings noch Lücken. Dazu sagt Mark Woods, Field CTO und Chief Technical Advisor für EMEA bei Splunk: „Wenn Agenten-Observability eine Aufgabe für alle ist, dann ist am Ende niemand verantwortlich.“

Transparenz als Voraussetzung

Die Studie ist für Entscheider vor allem ein Hinweis, dass Transparenz über Kosten und Ergebnisse Voraussetzung für den KI-Einsatz ist. Petra Jenner, SVP und GM für Splunk in EMEA bei Cisco, fasst es so zusammen: „Unternehmen erkennen heute klar, dass die Begeisterung für KI mit der Kosten-Realität kollidiert. Wir glauben, dass Observability das entscheidende Hilfsmittel ist, um Vorhersehbarkeit und Vertrauen in Agentic AI herzustellen. Mit darauf basierenden Leitplanken können Führungskräfte KI von einem unvorhersehbaren Kostenfaktor in eine messbare, strategische und langfristige Geschäftsinvestition verwandeln.“

Über die Studie

Oxford economics befragte von Februar bis März 2026 insgesamt 2.050 Fachkräfte aus IT-Betrieb und Entwicklung. Die Spanne reicht von Mitarbeitenden bis zur Führungsebene und umfasst Entwickler, SREs, Systemingenieure, Infrastruktur-Fachkräfte, CTOs und CIOs. Die Teilnehmenden stammen aus zehn Ländern: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Australien, Indien, Japan, Neuseeland, Singapur, Saudi-Arabien und den USA. Aus Deutschland nahmen 200 Fachkräfte teil.

Zum kompletten Report

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