Angetestet: Zotac Magnus One ERP74070W Kleiner Gaming-PC mit großer Leistung

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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In einem schuhkartongroßen Gehäuse mit 8,3 Litern Volumen bringt Zotac potente Gaming-Hardware unter. Der Magnus One ERP74070W im Hands-on-Test ist mit einem Intel Core i7-13700 und einer Nvidia Geforce RTX 4070 ausgestattet, die den kleinen PC zu einer starken Gaming-Maschine machen.

Der kompakte Zotac Magnus One hat trotz hoher Leistung nur ein Gehäusevolumen von 8,3 Litern.(Bild:  Vogel IT-Medien)
Der kompakte Zotac Magnus One hat trotz hoher Leistung nur ein Gehäusevolumen von 8,3 Litern.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Unter einem Gaming-PC stellen sich die meisten Menschen immer noch große Tower mit kantigem Design und bunter Beleuchtung vor. Der kompakte Magnus One ERP74070W sieht dagegen, vor allem in der weißen Variante in unserem Hands-on-Test, eher wie ein Lifestyle-Rechner aus, der fürs Surfen, Fotobearbeitung und Social Media taugt. Tatsächlich stecken in dem rundlichen Gehäuse ein leistungs­starker Intel Core i7-13700 und eine flotte Geforce RTX 4070 aus dem Zotac-Portfolio.

Der Raptor-Lake-Prozessor verfügt über insgesamt 16 Kerne, 8 davon sind schnelle P-Cores mit Hyperthreading und bis zu 5,2 GHz im Turbo-Boost, die anderen effiziente E-Cores, die mit bis zu 4,1 GHz arbeiten. Alle zusammen teilen sich 30 MB ­L3-Cache. Auf der 22,5 cm kurzen RTX-4070-Karte sitzt eine AD104-GPU von Nvidia mit Ada-Lovelace-Architektur und 5.888 Cuda-, sowie 184 Tensor- und 46 Raytracing-Cores. Sie unterstützt Nvidias DLSS 3 und kann auf 12 GB GDDR6X als Grafikspeicher zugreifen.

Die CPU sitzt zusammen mit 16 GB DDR5-5600-Arbeitsspeicher und einer ein TB großen PCIe-Gen4-SSD mit Phison-PS5021-Controller auf einem proprietären Mainboard mit H670-Chipsatz. Das Mainboard sitzt wiederum neben der Grafikkarte auf einer Backplane, die zudem noch mit einem SATA-­Anschluss für eine 2,5-Zoll-SSD oder -HDD bestückt ist. Das Mainboard bietet noch Steckplätze für eine zweite M.2-SSD und eine M.2-WLAN-Karte. Letztere ist beim Testgerät durch eine Killer-AX1650x-Karte von Intel besetzt, die Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2 unterstützt. Für den LAN-Anschluss bietet der Magnus One sogar zwei Ethernet-Contoller: ein Realtek-Chip für GbE und Intels Killer E3100X für 2,5Gbps-Ethernet. Zudem ist ein Thunderbolt-4-Port an Bord.

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Hohe Leistung beim Gaming

Bei den Benchmarks macht der kleine Rechner eine sehr gute Figur. Denn schließlich kommen bei CPU und GPU keine Mobile- sondern Desktop-Komponenten zum Einsatz. Die Gaming-Performance ermitteln wir mit dem 3DMark von UL. Im Time-Spy-Lauf des Benchmarks erzielt der Magnus One 16.774 Punkte und im Time Spy Extreme mit 4K-Auflösung immer noch 7.998 Zähler. Der Port-Royal-Lauf des Benchmarks ist dafür ausgelegt, die Raytracing-Fähigkeiten der Grafikkarte bei WQHD-Auflösung zu fordern. Hier erzielt der Rechner mit RTX-4070-Karte 11.011 Punkte. Die CPU-Performance messen wir mit Cinebench R23. Der Wert der 16-Core-CPU mit ihren 24 Threads liegt bei 16.843 Zählern. Hier wirkt sich aus, dass Zotac die CPU im Interesse der Kühlung maximal mit einem PL2-Limit von 150 Watt fährt und die möglichen 219 Watt nicht ausnutzt. Auf die Gaming-Performance hat das keinen großen Einfluss. Die Anwendungs­performance liegt mit 11.642 Punkten beim PCMark 10 Extended ebenfalls auf einem hohen Niveau.

In dem kompakten Gehäuse kann Zotac natürlich keine großen Lüfter einbauen: Im Deckel des kleinen Towers sitzen zwei geregelte 90-mm-Exemplare. Bei einfachen Aufgaben wie dem Surfen oder Office-­Anwendungen sind sie kaum zu hören und auch die Lüfter der Grafikkarte sind angehalten. Unter Last macht sich der kleine PC akustisch deutlich bemerkbar, ohne aber wirklich laut zu werden. Störend ist allenfalls, dass die Regelung der Lüfter sehr sensibel arbeitet und die Drehzahl der Fans ständig verändert.

Schicker und sehr kompakter Gaming-PC

Als Windows-11-Komplettsystem kostet der Zotac Magnus One ERP74070W im Handel etwa 2.000 Euro. Damit liegt sein Preis auf dem Niveau ähnlich ausgestatteter Gaming-Rechner mit großem Gehäuse. Wer also einen sehr kompakten und schnellen Gaming-PC sucht, der ist mit dem Magnus One sehr gut bedient. Der schicke kleine Rechner ist gut ausgestattet mit WLAN sowie 2,5 GbE und lässt sich sehr einfach mit weiteren Massenspeichern und RAM aufrüsten. Als Wunsch bleibt nur eine ausgeglichenere Lüftersteuerung.

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