ISE 2020

Kindermann bringt eigene Touchdisplays

| Autor: Klaus Länger

Kindermann hat für das Android 8 auf den ersten eignenen interaktiven Displays eine eigenständige Oberfläche entworfen. Allerdings ist sie laut Kindermann auf der ISE noch nicht final und wird sich in einigen Details ändern.
Kindermann hat für das Android 8 auf den ersten eignenen interaktiven Displays eine eigenständige Oberfläche entworfen. Allerdings ist sie laut Kindermann auf der ISE noch nicht final und wird sich in einigen Details ändern. (Bild: Vogel IT-Medien)

Auf der ISE präsentierte Kindermann die ersten eigenen Touchdisplays. Die Geräte mit Diagonalen zwischen 55 und 86 Zoll sollen vor allem in Schulen ihren Platz finden und warten unter anderem mit einem antibakteriellen Frontglas auf.

Großformatige Touchdisplays hat Kindermann bislang als Distributor für Optoma und Newline vertrieben. Nun bringt die im fränkischen Eibelstadt angesiedelte Firma erstmals Touchdisplays unter der eigenen Marke auf den Markt. Sie sollen das bisherige Sortiment nicht verdrängen, sondern ergänzen. Timo Meißner, Geschäftsführer von Kindermann erklärt dazu: „Zusammen mit den Displays von Optoma und Newline, die wir als Distributor vertreiben, können wir unseren Händlern ein sehr breites Portfolio anbieten. Unser Ziel war es, alle Ansprüche, Bedürfnisse und Preisklassen abzudecken, was uns nun mit den eigenen Touchdisplays gelungen ist.“

Modernes Design und günstiger Preis

Die erste Reihe eigener Touchdisplays von Kindermann besteht aus den vier Modellen TD-1055-S, TD-1065-S, TD-1075-S und TD-1086-S mit Displaydiagonalen von 55, 65, 75 und 86 Zoll. Alle Geräte liefern die 4K-Auflösung mit 3.840 x 2.160 Pixel und nutzen einen Rahmen mit Infrarotsensoren zur Erfassung von 20-Punkt-Multitouch und Stifteingaben. Die gehärtete Glasoberfläche des Touchscreens ist antibakteriell beschichtet, was besonders für den Einsatz in Schulen interessant ist. Laut Kindermann gibt es keine günstigeren vergleichbaren Displays mit diesem Ausstattungsmerkmal auf dem Markt. In den Geräten ist ein ARM-SoC mit vier Cortex-A53-Kernen und MaliG51-GPU eingebaut. Als Betriebssystem ist Android 8 installiert. Über die von Kindermann entwickelte Oberfläche mit Notizfunktion ist eine ganze Reihe von Third-Party-Apps zugänglich: Firefox, Eshare für das drahtlose Präsentieren von Mobilgeräten aus, Acrobat Reader, WPS Office und eine Wikipedia-App. Als Whiteboard-Software dient S-Write. Bei höheren Anforderungen an die Software kann ein zusätzlicher Rechner im OPS-Slot der Displays installiert werden.

Als besonderes Feature hebt Kindermann das relativ geringe Gewicht der Displays hervor: selbst der 86-Zöller bringt nur 77 kg auf die Waage. Das entspiegelte IPS-Panel bietet zudem eine per Umgebungslichtsensor automatisch angepasste Helligkeit und eine Low-Bluelight-Funktion. Gewerbliche Käufer können drei Jahre Garantie mit Vor-Ort-Austauschservice in Anspruch nehmen, Schulen sogar fünf Jahre. Konkrete Endkundenpreise hat Kindermann noch nicht genannt.

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