Beyond in Berlin KI rückt in den Fokus der Pax8-Partner

Von Dr. Stefan Riedl 3 min Lesedauer

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Insgesamt knapp 900 Gäste trafen sich auf der Partnerkonferenz von Pax8 namens „Beyond“. Nach erst drei Jahren Vertriebsaktivität im DACH-Raum hat sich der MSP-Marktplatz aus der Cloud bereits gut im Markt etabliert. Vieles drehte sich in Berlin um das Thema Künstliche Intelligenz.

Pax8 will sich als Marktplatz für MSPs in der Cloud etablieren.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Pax8 will sich als Marktplatz für MSPs in der Cloud etablieren.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Auf der Beyond in Berlin nutzten rund 500 MSPs, 160 Pax8-­Vertreter, 50 Vendoren und weitere Gäste aus ganz Europa zweieinhalb Tage die Möglichkeit, sich auszutauschen. Dabei wurde der Wettbewerbsgedanke unter den Managed Service Providern hinten angestellt, resümiert ­Thorsten Oevel, Regional Sales Director DACH, Pax8.

Austausch über das MSP-BUSINESS

Vielmehr hätten sich die Managed Service Provider über Business-Möglichkeiten und Chancen verständigt und durchaus auch voneinander gelernt. Pax8 wurde vor zwölf Jahren in Denver gegründet, ist aber erst seit etwa drei Jahren im DACH-Raum aktiv, so dass sich das Unternehmen zunächst als neuer MSP-Akteur etablieren musste.

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Omnipräsente KI

Mit dem Opportunity-Explorer werden KI-basiert Umsatzmöglichkeiten zu einzelnen Kunden aufgezeigt.(Bild:  Pax8)
Mit dem Opportunity-Explorer werden KI-basiert Umsatzmöglichkeiten zu einzelnen Kunden aufgezeigt.
(Bild: Pax8)

Inhaltlich drehte sich viel um das Thema KI, welches in der gesamten IT praktisch omnipräsent alle Segmente beeinflusst. So ging das Thema auch an der MSP-Community nicht spurlos vorbei. Beispielsweise werden für MSPs im Pax8-Umfeld mit dem Opportunity-Explorer KI-basiert Umsatzmöglichkeiten zu einzelnen Kunden aufgezeigt. Dabei soll es vereinfacht werden, Verkaufschancen zu finden, beispielsweise indem der Software-Marktplatz Cross- und Up-Selling-Möglichkeiten oder fehlende und ergänzende Produkte vorschlägt. Intelligente Suchen, die ­Phrasen passend ergänzen, sollen dabei analog zu Google helfen, sich besser im Angebots­dschungel zurechtzufinden. Die Vorschläge speisen sich unter anderem aus vorangegangenen Suchen oder den Suchen anderer, ähnlich aufgestellter MSPs.

Einsatzszenarien für Künstliche Intelligenz

Thorsten Oevel, Regional Sales Director DACH, Pax8(Bild:  Pax8)
Thorsten Oevel, Regional Sales Director DACH, Pax8
(Bild: Pax8)

Allgemein gesprochen hilft KI dabei, im MSP-Umfeld große Datenmengen zu strukturieren, Muster zu erkennen und Aussagen beziehungsweise Empfehlungen für die Zukunft zu generieren. Das können MSPs auch für die Entwicklung eigener Geschäftsfelder nutzen: Eine Channel­nomics-Studie im Auftrag von Pax8, der eine Umfrage unter amerikanischen, europäischen und asiatischen MSPs zugrunde liegt, ergab unter anderem folgende mögliche zusätzliche KI-Einsatzszenarien im MSP-Segment:

  • Design, Implementierung und Management KI-fähiger Infrastrukturen
  • Daten KI-ready machen: Organisation, Bereinigung und Management großer Datensätze
  • Entwicklung maßgeschneiderter KI-Lösungen wie Chatbots oder ­Predictive-Analytics-Tools
  • Nahtloses Einbinden von KI-Technologien in bestehende Business-Systeme und -Prozesse

Marktplatz ist das Herzstück

Als Überraschungsgast rockte der britische Musiker und DJ Fatboy Slim die Konferenz-Party.(Bild:  Pax8)
Als Überraschungsgast rockte der britische Musiker und DJ Fatboy Slim die Konferenz-Party.
(Bild: Pax8)

„Außerdem waren Updates zu unserem Marketplace – praktisch dem Herzstück unseres Business´ – ein zentrales Thema“, so Oevel. Vor allem Möglichkeiten für MSP-eigene Lösungen und Produkte per Whitelabeling zu vermarkten, war demnach von zentraler Bedeutung. Dieses Feature wurde Mitte Oktober freigeschaltet.

Mit „Storefronts“ haben Partner die Möglichkeit, im eigenen Look einen Shop im Baukastensystem zu erstellen und ihren Kunden anzubieten.

Thorsten Oevel, Regional Sales Director DACH, Pax8

Einer Look mit Storefronts

Alles dreht sich um Cybersicherheit bei den Cybersecurity-Sessions von (links im Bild) Mostyn Thomas (Senior Director of Security, Pax8 EMEA) und (rechts im Bild) Matt Lee (Security and Compliance Senior Director, Pax8).(Bild:  Pax8)
Alles dreht sich um Cybersicherheit bei den Cybersecurity-Sessions von (links im Bild) Mostyn Thomas (Senior Director of Security, Pax8 EMEA) und (rechts im Bild) Matt Lee (Security and Compliance Senior Director, Pax8).
(Bild: Pax8)

Dahinter steht „Storefronts“, mit dem Pax8-Partner die Möglichkeit haben, im eigenen Look und unter eigenem Namen einen Shop-in-Shop im Baukastensystem zu erstellen und den Kunden anbieten. Pax8-Partner loggen sich hierbei in den Pax8-Marketplace ein und haben dann die Möglichkeit, Storefronts für ausgewählte Kunden zu aktivieren.

Whitelabel-Mögichkeiten

Die Endkunden haben dann Zugriff über eine bestimmte URL und gelangen damit auf den White-­Label-Shop, also die „Storefront“ des MSPs. Diese gebrandeten, digitalen Verkaufs­räume innerhalb des Marketplace beinhalten dann Self-Service-Optionen für die Kunden der MSPs, sodass hier der Arbeitsaufwand minimiert wird.

Multiwarenkorb vereinfacht das Tagesgeschäft

Künstliche Intelligenz spielt im Tagesgeschäft von MSP eine immer größere Rolle.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Künstliche Intelligenz spielt im Tagesgeschäft von MSP eine immer größere Rolle.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Darüber hinaus ist der Pax8-Marktplatz um die Funktion „Multiwarenkorb“ reicher: MSPs können dabei mehrere Warenkörbe gleichzeitig erstellen und diese bis zum Abschluss bereithalten. Das spart Zeit, wenn Angebote schnell abgegeben werden müssen. Die Prozesse von der Angebotserstellung zum Vertragsabschluss wurden ebenso neu organisiert. MSPs können den Status jedes Angebots einsehen, Angebotsvorlagen markieren und anpassen, neue Angebote erstellen und Angebote teilen und veröffentlichen.Neben neuen Funktionalitäten wurden in Breakout-Sessions auch allgemeine Themen wie NIS2, das Generieren von Extra-Umsatz mit Künstlicher Intelligenz, Branding-Tipps und Lead-Generierung thematisiert.

Hacker-School-Engagement

Frauen aus der IT tauschten sich bei der Podiumsdiskussion „Women in Tech“ darüber aus, wie mehr Frauen für eine Karriere in der IT begeistert werden können (v. l.): Michelle Correia (VP of Legal, Pax8 EMEA), Becky Hatton (Head of Business Operations, Mirus IT), Hayley McSpirit (VP of Microsoft Partnership, Pax8), Michelle Curtis (Worldwide Distribution Leader, Microsoft), Dr. Julia Freudenberg (CEO, Hacker School).(Bild:  Pax8)
Frauen aus der IT tauschten sich bei der Podiumsdiskussion „Women in Tech“ darüber aus, wie mehr Frauen für eine Karriere in der IT begeistert werden können (v. l.): Michelle Correia (VP of Legal, Pax8 EMEA), Becky Hatton (Head of Business Operations, Mirus IT), Hayley McSpirit (VP of Microsoft Partnership, Pax8), Michelle Curtis (Worldwide Distribution Leader, Microsoft), Dr. Julia Freudenberg (CEO, Hacker School).
(Bild: Pax8)

Auch das Thema „Frauen in der IT“ stand laut Oevel hoch im Kurs. Dazu gab es ein eigenes Tech Panel und einen Stand von Dr. Julia Freudenberg von der Hacker School. An allen Konferenztagen stellte sich das gemeinnützige, in Hamburg ansässige Projekt „Hacker School“ den Konferenzteilnehmern vor. Die von Freudenberg ins Leben gerufene Schule möchte die digitale Bildung von Kindern fördern und Jugendliche für die Software-Entwicklung begeistern. n

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