Channel Fokus: UCC & TK Keine „New Work“ ohne UCC

Von Ann-Marie Struck

Anbieter zum Thema

Ob im Café, auf dem Balkon oder im Büro, heutzutage können Büroarbeiter von überall aus arbeiten. Voraussetzung dafür sind Lösungen zur Kommunikation und Zusammenarbeit. Und der UCC-Markt wächst weiterhin rasant, wie die Ergebnisse des IT-BUSINESS-Panels zeigen.

Mit unserem IT-BUSINESS-Panel sammeln wir Meinungen, Wünsche und Einschätzungen aus dem ITK-Channel zu aktuellen Branchen-Themen.(Bild:  apinan - stock.adobe.com)
Mit unserem IT-BUSINESS-Panel sammeln wir Meinungen, Wünsche und Einschätzungen aus dem ITK-Channel zu aktuellen Branchen-Themen.
(Bild: apinan - stock.adobe.com)

„Das Kind ist krank“ oder „Die Handwerker kommen“ – Das waren lange Zeit die Gründe für Homeoffice. Mobiles Arbeiten war eher die Ausnahme und Stand für Familien- und Arbeitnehmerfreundlichkeit. Mit der Pandemie-bedingten Homeoffice-Pflicht hat sich das plötzlich geändert. Es wurde Alltag und wird es gemäß unzähligen Umfragen auch bleiben.

Denn nach zwei Jahren Pandemie und vielen Arbeitsstunden am Heimarbeitsplatz wollen viele Mitarbeiter ihre gewonnenen Freiräume behalten. Zu groß sind die Vorteile im Homeoffice: länger schlafen, kein langer Arbeitsweg, weniger Stau und Spritkosten. Die meisten Arbeitnehmer schätzen die durch das mobile Arbeiten gewonnene Flexibilität sowie die oft bessere Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben.

IT-BUSINESS-Panel 2022: UCC & TK
Bildergalerie mit 7 Bildern

Gerade herrscht das „Vor-­Corona“-Gefühl, jedoch hat die Pandemie doch grundlegende Veränderungen in der ­Arbeitswelt mit sich gebracht. Ferner ist die Homeoffice-Pflicht in Deutschland seit fast fast vier Monaten vorbei, komplett ­zurück im Büro sind dennoch die wenigsten. Vielmehr wünschen sich viele Arbeitnehmer künftig einen hybriden Arbeitsplatz mit einer Mischung aus Remote Work und Präsenz im Büro. Grundlage dafür sind jedoch geeignete Lösungen für Kommunikation und Collaboration.

Nachfrage nach UCC-Lösungen ist ungebrochen

Während der Pandemie haben die Unternehmen ad hoc UCC-Lösungen eingeführt und ihre Mitarbeiter damit ausgestattet, um eine digitale Zusammenarbeit zu ­ermöglichen. Die Nachfrage nach UCC-Tools ist laut dem IT-BUSINESS-Panel weiterhin da. So berichten 55 Prozent der ­befragten ITK-Fachhändler und Systemintegratoren weiterhin von einer starken ­Anfrage nach UCC-Tools. Davon bewerten es 25 Prozent sogar als „sehr stark“. Zudem geben 35 Prozent die Nachfrage als „mittel“ und damit stabil an.

Das sieht die Gegenseite ähnlich: 67 Prozent der befragten Distributoren und Hersteller melden ein weiterhin starkes Interesse nach Lösungen zur Zusammenarbeit.

Gleichzeitig sinkt die Nachfrage nach klassischen TK-Lösungen wie TK-Anlagen oder Telefonen. 55 Prozent der ITK-Fachhändler und Systemintegratoren habe keine bis nur wenig Anfragen nach klassischen TK-Produkten. Nur 28 Prozent beschreiben die Nachfrage aktuell als „stark“.

Top drei der Hürden

UCC-Tools versprechen eine effizientere und einfachere Zusammenarbeit. Jedoch gestaltet sich die Einführung in Unternehmen oft nicht leicht. Bei der Frage, welche Hindernisse es beim Einsatz von UCC-Tools gibt, sind sich die befragten Channel-Akteure nicht ganz einig. 73 Prozent der ITK-Fachhändler / Systemintegratoren sehen Datenschutzbedenken als die größte Hürde. Das sehen nur 44 Prozent der Distributoren / Hersteller so, ihr Platz zwei. Ihrer Meinung nach liegt das größte Problem in der oft fehlenden Interoperabilität (61 %). Diese Ansicht teilen nur 34 Prozent der ITK-Fachhändler / Systemintegratoren. Als weitere Herausforderung bewerten die Channel-Akteure das fehlende Knowhow (ITK-Fachhändler / Systemintegratoren 47 %; Distributoren / Hersteller 38 %), gefolgt von dem fehlendem Engagement der Mitarbeiter (39 %; 27 %) neue Tools auszuprobieren.

Tools über Tools

Die Formen, wie man digital kommunizieren und zusammenarbeiten kann, sind vielfältig: von Chat über Internet-Telefonie via Desktop, Smartphone oder Tablet. Entsprechend viele Tools hat der UCC-Markt im Angebot. Bei den Kunden der ITK-Fachhändler und Systemintegratoren belegt Video-Telefonie mit 82 Prozent den ersten Platz der UCC-Tools, gefolgt von Filesharing mit 73 Prozent. Die Nachfrage nach E-Mail (69 %) ist gleichauf mit Instant-Messaging (69 %) und gehören damit noch zu den Top drei. 56 Prozent der Kunden der Partner fragen nach Kalender-Funktionen sowie 52 Prozent nach Whiteboards. Management- und Analyse-Features sind nur 17 Prozent wichtig. Mind Maps belegen mit 13 Prozent den letzten Platz der von Kunden gefragten Tools.

Mehr als nur Homeoffice

Durch das Pandemie-bedingte Homeoffice haben UCC-Tools einen Aufschwung erfahren. Dementsprechend sehen 96 Prozent der Kunden der ITK-Fachhändler / Systemintegratoren das standortunabhängige Arbeiten als den größten Vorteil durch den Einsatz von UCC-Tools. Dabei haben sie mehr Vorteile, als nur Remote Work mit zu ermöglichen. 82 Prozent der Kunden versprechen sich auch effizientere Teamarbeit, ­eine höhere Flexibilität (69 %) sowie neue Service-Möglichkeiten (65 %).

(ID:48429979)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung