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Business Continuity

Avast-Studie zu MSSPs

IT-Security forciert Systemhaus-Transformation

| Autor: Dr. Andreas Bergler

Security Services auf Knopfdruck: Der Channel braucht „nur“ aktiv zu werden!
Security Services auf Knopfdruck: Der Channel braucht „nur“ aktiv zu werden! (Bild: AliFuat - stock.adobe.com)

Im Auftrag von Avast hat Techconsult untersucht, wie sich das Geschäft mit IT-Security für Systemhäuser und Reseller verändert. Für die meisten scheint der Weg hin zum Managed Security Service Provider (MSSP) vorgezeichnet – wenn da nicht einige Hindernisse wären.

Für Security-Hersteller gehört es heute zum guten Ton, für den Channel nicht nur Produkte im Lizenz-Verkauf anzubieten, sondern auch in Form eines Modells mit ­wiederkehrenden Erlösen. So haben die Hersteller nun Lösungen für Managed ­Security Service Provider (MSSP) an den Start gebracht und entsprechende Rabatt-Systeme und Bonifizierungen drum herum gebaut. „Das Angebot der Hersteller ist da, die Partner müssen es nur noch bei ihren Kunden umsetzen“, weiß Thomas Hefner, Senior Sales Manager DACH bei Avast Business, der B2B-Sparte des Security-Anbieters. Doch was hindert den Channel an der Transformation vom Systemhaus zum ­MSSP, und welche Möglichkeiten bieten sich Partnern, die Hindernisse zu überwinden? Die Analysten von Techconsult haben im Auftrag des Security-Anbieters Avast nachgeforscht und dazu 150 B2B-Reseller und Systemhäuser mit IT-Security-Lösungen im Leistungsportfolio befragt. Was ist wirklich los im Channel?

Nachholbedarf bei Managed Security Services

Während in der Öffentlichkeit das Lied von Managed Security Services rauf und runter gespielt wird, konstatieren die Analysten, dass die Wirklichkeit noch gar nicht so weit ist. Der an sich schönen Services-Idee ist derzeit nur die Minderheit der Reseller nachgekommen. Zwei Drittel der Befragten geben in der Studie an, noch hauptsächlich oder sogar ausschließlich das klassische Systemhaus- und Reseller-Geschäft zu betreiben und sich selbst folglich nicht als MSSP zu sehen. Nur 14 Prozent bezeichnen sich als vorrangigen oder kompletten MSSP. Ein Viertel bietet nach eigenen ­Angaben ein ausgewogenes Verhältnis zwischen klassischem Systemhausgeschäft und Managed Services.

Zur Erklärung, dass der MSS-Ansatz nur erst zögerlich akzeptiert wird, setzt Techconsult beim Anwender an: „Für das Thema Digitalisierung fehlt schon jetzt oft Kompetenz beim Endanwender – beim Thema IT-Security herrscht häufig nur noch Ahnungslosigkeit“, stellen die Autoren der Studie fest. Weil der Endkunde ­angesichts des grassierenden Fachkräftemangels, besonders in der IT-Security, entsprechende Lösungen nicht mehr selbst betreiben kann, ist es an den Systemhäusern, hier das Kompetenzdefizit zu kompensieren.

Der Druck wächst

Dabei wird die Nachfrage nach mehr Sicherheit wachsen: Bei weitem noch nicht alle Unternehmen in Deutschland, so Techconsult, „messen dem Thema IT-Security die Bedeutung zu, die es unbedingt erfordert“. So entsteht quasi ein Luxusproblem für ­Reseller und Systemhäuser: Die Nachfrage wächst und wächst, und selbst derjenige, der IT-Security im klassischen Lizenz­geschäft an die Kunden vertreibt, muss sich derzeit noch kaum Gedanken über eine ­interne Transformation seines Business‘ machen.

So weit die Perspektive auf die Anwender. Aber auch auf der Seite der Dienstleister dräut dasselbe Problem des Fachkräftemangels. Für die Zukunft eines Systemhauses oder IT-Dienstleisters ist die Fähigkeit entscheidend, Personal effizient einzusetzen, so Techconsult. Angesichts des wachsenden Sicherheitsbedarfs und der steigenden Anforderungen an Systemhäuser sind diese quasi gezwungen, früher oder später auf hoch skalierende Geschäftsmodelle umzusteigen, sprich sich zum MSSP zu transformieren. Laut Thomas Hefner bietet Avast Business mit „Cloud Care“ bereits seit 2010 eine multimandantenfähige Lösung für MSSPs und solche, die es werden wollen. „Es geht schließlich nicht darum, mit unseren Lösungen das Personal bei den Kunden oder den Partnern zu reduzieren, sondern darum, die Feuerwehr-Einsätze zu verringern“, fast Hefner die Idee hinter ­Managed Security Services zusammen.

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