it-sa 2026: CRA, KI und SAP im Fokus All for One und Brightflare zeigen drei Security-Brennpunkte

Von Ira Zahorsky 2 min Lesedauer

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Der Cyber Resilience Act macht den Umgang mit Schwachstellen dringlicher, während KI neue Angriffswege eröffnet und SAP-Landschaften exponiert. All for One und Brightflare präsentieren auf der it-sa 2026 Tools und Prüfungen für diese drei Sicherheitsfelder.

Der CRA macht den Umgang mit Schwachstellen dringlicher. Gleichzeitig eröffnet KI neue Angriffswege und exponiert SAP-Landschaften. (Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Der CRA macht den Umgang mit Schwachstellen dringlicher. Gleichzeitig eröffnet KI neue Angriffswege und exponiert SAP-Landschaften.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Ein Schwachstellenfund löst noch keine CRA-Meldung aus. Hersteller müssen auch bewerten, welche Produktvarianten und ausgelieferten Maschinen betroffen sind. All for One Group und Brightflare zeigen, wie Unternehmen diese Aufgabe angehen und weitere Sicherheitsrisiken bei KI und SAP adressieren können.

Für Systemhäuser, die Industrieunternehmen betreuen, stehen damit drei konkrete Beratungsthemen im Mittelpunkt: regulatorische Meldeprozesse, der sichere KI-Einsatz und die Absicherung geschäftskritischer SAP-Systeme.

CRA: Schwachstellen bewerten und Betroffene zuordnen

Seit dem 11. September 2026 greifen laut den Unternehmen die ersten Meldepflichten des Cyber Resilience Act. Hersteller müssen aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwerwiegende Sicherheitsvorfälle an die zuständigen Stellen melden und betroffene Kunden informieren. Die Herausforderung liegt darin, Schwachstellen mit konkreten Produkten und Kunden zu verknüpfen. „Die Herausforderung liegt nicht allein darin, eine Schwachstelle zu kennen. Hersteller müssen schnell klären, in welchen Releases und Produktvarianten sie steckt, welche ausgelieferten Maschinen betroffen sind und bei welchen Kunden diese stehen“, sagt Dr. Ulrich Faisst, CTO der All for One Group. Das Risiko könne erst durch das Zusammenspiel bestimmter Hard- und Softwareversionen entstehen.

Zur Messepremiere von „AssetRadar“ zeigen All for One und Brightflare ein Open-Source-basiertes Tool, das Produkt-, Komponenten- und Versionsdaten mit Schwachstellenquellen abgleicht. Es prüft außerdem, ob eine Schwachstelle bereits ausgenutzt wurde, und unterstützt die Risikobewertung sowie die Zuordnung betroffener Produkte zu Kunden. Auch die Kundeninformation und die Dokumentation des Ablaufs gehören zum gezeigten Prozess.

KI: Angriffe abwehren und den Einsatz kontrollieren

KI verändert die Sicherheitslage auf beiden Seiten. Angreifer nutzen laut den Unternehmen Deepfakes und automatisierte Schwachstellensuche. Sicherheitsteams können KI wiederum einsetzen, um schneller auf Bedrohungen zu reagieren.

Auf der it-sa stehen vier Aufgaben im Fokus:

  • mögliche Angriffswege früh erkennen und Bedrohungen abwehren
  • KI für die Verteidigung nutzen
  • den betrieblichen KI-Einsatz mit klaren Regeln steuern
  • Sprachmodelle, Chatbots und AI-Agents gegen Manipulation und Datenabfluss absichern

Angriffsszenarien und Live-Dashboards sollen diese Themen veranschaulichen.

SAP: Berechtigungen und Monitoring prüfen

Auch SAP-Systeme rücken in den Fokus. Generative KI kann Angreifern dabei helfen, komplexe SAP-Landschaften, individuelle ABAP-Logiken und historisch gewachsene Berechtigungsstrukturen schneller zu analysieren. Das ist besonders relevant, weil SAP zentrale Abläufe in Finanzwesen, Einkauf, Produktion und Lieferkette steuert.

Ein SAP Security Health Check soll auf der Messe kritische Rollen, übermäßige Berechtigungen und Monitoring-Lücken sichtbar machen. Das Ergebnis ist ein kompakter Risk Snapshot mit konkretem Handlungsbedarf. Für Systemhäuser kann eine solche Prüfung ein Einstieg sein, um mit Kunden über Berechtigungsmanagement und Sicherheitskontrollen in ihrer SAP-Landschaft zu sprechen.

All for One und Brightflare bei der it-sa 2026

Am Stand 434 in Halle 6 präsentieren All for One und Brightflare Lösungen und Live-Demonstrationen zu OT-Security, AI Security und SAP-Security.
Im Mittelpunkt steht die Live-Demo des Tools „AssetRadar“, das dabei helfen soll, die seit September geltenden Meldepflichten des Cyber Resilience Act umzusetzen.

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