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Consulting-Partner Igel baut IT-Beratern ein eigenes Zuhause

Autor: Dr. Stefan Riedl

Um im Consulting-Umfeld zu punkten, erweitert Igel Technologies das Partnerprogramm um eine Kategorie für Consulting-Partner. Channel-­Chefin Patrizia Fioretti erläutert die Neuerung zum ersten August, die Konsequenzen im Channel und die Hintergründe.

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Berater und Ideengeber bekommen im Igel-Channel ein Zuhause.
Berater und Ideengeber bekommen im Igel-Channel ein Zuhause.
(Bild: © fotogestoeber - stock.adobe.com)

IT-Berater sollen sich bei Igel wohlfühlen.Bisher gab es die Stufen Platin, Gold und AIP, also „Authorized Igel Partner“. Neu ist nun im Consulting-Umfeld der „Igel Solution Advisor“, gibt Patrizia Fioretti, Director Channel Sales bei Igel Technology, ­bekannnt. Partner dieser neuen Kategorie melden Projekte und bekommen, sofern bestimmte Kriterien erfüllt sind, Provisionszahlungen. Fioretti fasst die Voraussetzungen dafür zusammen: „Das gemeldete Projekt darf noch nicht bekannt sein. Es gilt eine Vorlaufzeit von mindestens 90 ­Tagen zum Projektstart, und der Partner muss Voraussetzungen im technischen Knowhow erfüllen. Außerdem beträgt das Mindestvolumen 1.000 Lizenzen. Es werden also Large Accounts angesprochen.“

Voraussetzungen, Zielgruppe und Benefits

Patrizia Fioretti, Director Channel Sales, Igel Technology
Patrizia Fioretti, Director Channel Sales, Igel Technology
(Bild: Igel Technology)

Akteure aus der neuen Berater-Kategorie können an Pre-Release-Product-Briefings partizipieren und erhalten erweiterten Support. Fioretti betont: „Igel-Partner können entweder klassisch in den bisherigen Partner-Kategorien verortet sein oder im Consulting tätig sein, aber nicht beides.“ Die Partner werden von Igel individuell ausgewählt.

Berater müssen als Voraussetzung dafür mit technischen Qualifizierungen punkten. Neben Erfahrung in Virtualisierung und End-User-Computing sollte mindestens ein „Igel Certified Engineer“ (ICE) vorhanden sein. Außerdem dürfen sie nicht bereits in einer anderen Kategorie vertreten sein. Lieferung und Implementierung erfolgt nach erfolgter Beratertätigkeit und offizieller Registrierung des Projekts über einen anderen Partner aus dem Igel-Channel. Außerdem gilt das Engagement nicht für den Hardware-Vertrieb. Igel Solution Advisors erhalten für ihr Engagement ­einen einmaligen finanziellen Benefit. Die Channel-Chefin verrät, dass es sich dabei um eine „fünfprozentige Backend-Marge pro Projekt auf den Software- und Dienstleistungsumsatz, explizit nicht auf die Hardware“ handelt.

Igel zwischen Hard- und Software

Die Abkehr von der Hardware ist bei Igel ­eine strategische Weichenstellung. Nur wenn man die Software als Bestandteil der Hardware sieht und einfach mit ausliefert, sind 80 Prozent der Umsätze von Igel Technology Hardware-Umsätze. Von dieser Sichtweise nimmt man bei Igel aber inzwischen Abstand. So erklärte sich das Unternehmen auf dem diesjährigen Partnertag zum Software-Hersteller und entkoppelte Soft- und Hardware-Umsätze.

Igel-Kunden kaufen hierbei Hardware in Form von Thin Clients von Igel oder einem anderen Hersteller, und getrennt davon erwerben sie die Software. Auf der Hardware setzt dann das Igel-Betriebssystem in Form der Workspace-Edition als Kauflizenz auf, mit einem, drei oder fünf Jahren Maintenance. Die Workspace-Edition enthält ­neben dem Igel OS unter anderem auch Multimedia Codecs und das Igel Management Interface. Im Subscription-Modell gibt es auf dieser Grundlage darüber hinaus eine Enterprise-Edition. Darin enthalten sind Tools wie das Igel Cloud Gateway zur Cloud-Orchestrierung oder der Asset Inventory Tracker, zur Geräteverwaltung über die Igel-Management-Konsole, Custom Partitions, Shared Workplace und weitere Funktionalitäten für das Mobile Device Management.

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Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

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Leitender Redakteur