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Warnung vor SSD-Ausfällen HPE und Dell: Fix gegen Datenverlust nach 40.000 Stunden

Redakteur: Klaus Länger

HPE meldet, dass vier Serien von SAS-SSDs durch einen Fehler in der Firmware komplett ausfallen können. Gleiches gilt für bestimmte Sandisk-SSDs in Dell-Systemen. Ein Firmware-Update schützt vor dem drohenden Datenverlust.

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Besser nachsehen: Einige SAS-SSDs von HPE und auch Sandisk-SSDs in Dell-Systemen haben einen Firmware-Bug, der nach 40.000 Betriebsstunden zum Totalausfall führt, wenn nicht vorher eine neue Firmwareversion aufgespielt wird.
Besser nachsehen: Einige SAS-SSDs von HPE und auch Sandisk-SSDs in Dell-Systemen haben einen Firmware-Bug, der nach 40.000 Betriebsstunden zum Totalausfall führt, wenn nicht vorher eine neue Firmwareversion aufgespielt wird.
(Bild: HPE)

Im November 2019 warnte HPE vor einem Firmware-Fehler bei SSDs, der nach 32.768 Betriebsstunden für einen Totalausfall sorgt. Dieses Mal droht bei bestimmten SSDs nach 40.000 Stunden ein kompletter Datenverlust. Allerdings besteht zwischen den beiden Fällen laut HPE kein Zusammenhang, da es diesmal um andere SSDs geht, die von Sandisk für HPE hergestellt wurden. Einer Reihe von Sandisk-SSDs in Dell-Systemen droht das gleiche Schicksal, wenn nicht rechtzeitig ein Firmware-Update erfolgt.

Betroffene HPE-SSDs und Systeme

Einer Support-Mitteilung warnt HPE, dass SAS-SSDs mit den Modellnummern EK0800JVYPN, EO1600JVYPP, MK0800JVYPQ und MO1600JVYPR nach exakt 40.0000 Betriebsstunden, also vier Jahren, 206 Tagen, und 16 Stunden, komplett ausfallen, sofern nicht eine neue und fehlerbereinigte Firmware installiert wird. Auch eine Rettung der Daten ist nicht möglich. Die betroffenen SSDs mit 800 GB oder 1,6 TB Kapazität wurden von HPE auch in einer ganzen Reihe von Servern und Storage-Systemen eingesetzt, darunter Proliant, Synergy, Apollo 4200, Synergy Storage Modules, D3000 Storage Enclosure und Storageeasy 1000. Betroffen sind alle SSDs mit einer Firmwareversion vor HDP7. Über den Smart Storage Administrator kann die Betriebsdauer von SSDs ausgelesen werden, für das Firmware-Update stellt HPE Flash-Tools für VMWare ESXi, Windows und Linux bereit. Weitere Infos und die aktualisierte Firmware stellt HPE auf der folgenden Support-Seite bereit: support.hpe.com/hpesc/public/docDisplay?docLocale=en_US&docId=a00097382en_us.

Betroffene Sandisk-SSDs in Dell-Systemen

Bei einigen Poweredge- und Powervault-Systemen von Dell EMC besteht ein ähnliches Problem. Die Ursache sind hier Sandisk-SSDs mit den Modellnummern LT0200MO, LT0400MO, LT0800MO, LT1600MO, LT0200WM, LT0400WM, LT0800WM und LT1600W. Hier behebt die Firmware-Version D417 das Problem. Weitere Informationen und den Download der Firmware gibt es hier: www.dell.com/support/home/de/de/debsdt1/drivers/driversdetails?driverid=8h6hj.

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