Business-Rechner der Elite-Baureihen von HP HP bringt AMD ins Büro

Redakteur: Klaus Länger

Bisher spielt AMD als Prozessorhersteller bei Business-Notebooks und PCs nur eine verschwindend kleine Rolle. Mit den neuen EliteBooks, EliteOnes und EliteDesks von HP könnte sich das ändern. Denn der weltgrößte PC-Hersteller setzt hier AMD-Pro-Prozessoren der sechsten Generation ein. Aber natürlich bringt HP auch neue Rechner mit Intels Skylake auf den Markt.

Firmen zum Thema

Das EliteBook 725 ist das kleinste der neuen Business-Notebooks mit AMD-PRO-A12-APU. Das Display, optional auch mit Touch, misst 12,5 Zoll in der Diagonale.
Das EliteBook 725 ist das kleinste der neuen Business-Notebooks mit AMD-PRO-A12-APU. Das Display, optional auch mit Touch, misst 12,5 Zoll in der Diagonale.
(Bild: HP)

Business-PC oder Notebook: Das war bisher fast ein Synonym für Intel. HP bringt nun eine ganze Rehe von Bürorechnern mit AMD-Prozessor auf den Markt. Für den gebeutelten Hersteller AMD – gerade erst wurden neue Entlassungen angekündigt – ist das ein wichtiger Erfolg.

Die ersten der neuen AMD-Geräte sind die Notebooks der EliteBook-705-G3-Baureihe. Die in ein Gehäuse aus Aluminium und Magnesium gehüllten Mobilrechner sind laut HP die schlanksten und leichtesten Geräte ihrer Klasse. Die Baureihe besteht aus dem 12,5-Zöller EliteBook 725, dem 14-Zoll-Modell EliteBook 745 und dem 15,6-Zöller EliteBook 755. Als Prozessor kommt jeweils der AMD-Pro-12 zum Einsatz. Die APU der sechsten Generation besteht aus vier Prozessorkernen und einer integrierten Radeon-R7-GPU mit acht Grafikkernen. AMD will mit den Prozessoren der Carrizo-Serie nicht nur eine höhere Rechen- und Grafikleistung als beim Vorgänger bieten, sondern auch eine deutlich niedrigere Leistungsaufnahme.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 10 Bildern

Die neuen EliteBooks auf AMD-Basis sind mit HD- oder Full-HD-Displays erhältlich, die FHD-Displays auch mit Touch-Funktion. Den 14-Zöller EliteBook 745 gibt es zudem auch mit einem QHD-Display, das 2.560 x 1.440 Pixel aufweist. Diese Variante gibt es aber nur ohne Touch-Funktion.

Als Masenspeicher können HDDs mit einer Kapazität von bis zu einem TB oder SSD bis zu 512 GB gewählt werden. Platz für ein optisches Laufwerk bieten die flachen Geräte nicht. Neben einem GBit-LAN-Controller mit Dash-Unterstützung, AMDs Management-Alternative zu Intels vPro, ist auch ein WLAN-N- oder AC-Controller eingebaut. Optional gibt es die Notebooks mit zusätzlichem 3G- oder 4G-Modul.

Die Notebooks der EliteBook-705-G3-Baureihe sollen ab November zu einem Preis ab 1.100 Euro (UVP) verfügbar sein.

All-in-Ones mit Smartphone-Ladefunktion

Neben den Business-Notebooks bringt HP auch zwei neue EliteOne-Geräte auf den Markt, also neue Business-All-in-One-PCs. Der EliteOne 705 G2 und der EliteOne 800 G2 sind beide mit 23-Zoll-Full-HD-Displays ausgestattet und sind schlanker als ihre Vorgänger. Die Rechner verfügen auf Wunsch über eine kabellose Smartphone-Ladestation im Standfuß. Diese unterstützt mit Qi, PMA und A4WP alle relevanten Techniken für ein Laden von Mobilgeräten über Induktion. Serienmäßig ist dagegen bei beiden All-in-Ones der integrierte Fingerprint-Leser. Der Hauptunterschied bei beiden neuen 23-Zoll-AiOs liegt im Prozessor: Der EliteOne 705 G2 ist mit einer AMD-APU der sechsten Generation ausgerüstet, der EliteOne 800 G2 mit einem Intel-Skaylake-Prozessor. Der HP EliteOne 800 G2 AiO wird ab Anfang November zu einem Preis ab 799 Euro (UVP) verfügbar sein, für die AMD-Variante hat HP noch keine Angaben zu Preis und Verfügbarkeit gemacht.

Desktop-PCs: Vom Mini bis zum Tower

Abgerundet wird die Palette der neuen Business-Geräte durch eine ganze Reihe von EliteDesk-PCs. Sie reicht von den Mini-Desktop-Rechnern HP EliteDesk 705 and 800 G2 Desktop Mini, laut HP die kleinsten dezidierten Business-PCs auf dem Markt, über den EliteDesk 705 G2 Micro Tower und den Small-Form-Factor-PC EliteDesk 800 bis hin zum EliteDesk 800 im Tower-Gehäuse. Die HP-EliteDesk-705-G2-Modelle sind ebenso wie die neuen Notebooks mit einem AMD-Pro-12-APU ausgestattet, die anderen Geräte mit Intel-CPUs der sechsten Generation. Der AMD-basierte Micro-Tower ist ab sofort zu einem Preis ab 499 Euro erhältlich, der Desktop Mini kommt im November zu einem Preis ab 449 Euro (UVP) auf dem Markt. Bereits ab Mitte Oktober stehen die Intel-basierten Geräte der EliteDesk-800-Serie bei den Händlern. Der Startpreis liegt hier bei 630 Euro (UVP).

Alle neuen Geräte der Elite-Serien, also die Notebooks, die All-in-One-Rechner und die PCs, sollen laut HP eine erhöhte Sicherheit gegen Angriffe bieten. Sie sind mit dem BIOS-Schutz HP Sure Start ausgestattet. Bei einigen ist Sure Start zusätzlich noch durch die Funktion Dynamic Protection erweitert. Sie liefert laut HP zusätzliche Sicherheit durch automatische Kontrollen in regelmäßigen Abständen.

Mini-PC als Konferenz-Plattform

HP nutzt den EliteDesk 800 G2 Desktop Mini auch als Basis für den Collaboration PC G2. In Verbindung mit einem passendem Display wie dem HP-EliteDisplay-E240c-Video-Conferencing-Monitor kann er für das gemeinschaftliche Arbeiten im Konferenzraum genutzt werden. Mit dem Skype-for-Business-Plugin für Intel Unite sind auch Skype-Konferenzen über eine kabellose Bildschirmverbindung möglich.

(ID:43635398)