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Retail-Radar 2020 Gute und schnelle Beratung lässt die Kasse klingeln

Autor: Sarah Gandorfer

Bei guter Beratung wird mehr gekauft als geplant. Bei schlechter wandern vor allem die jungen Kunden ins Internet ab, wo sie gewillt sind, auch ihre Lebensmittelkäufe zu tätigen. Wichtig ist aber auch der Zeitfaktor.

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Mit Knowhow können Verkäufer bei jungen Kunden punkten.
Mit Knowhow können Verkäufer bei jungen Kunden punkten.
(Bild: Gorodenkoff - stock.adobe.com)

Es mag überraschen, dass ausgerechnet die Digital Natives – gemeint ist damit die Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen – besonders gerne persönliche Beratung im Ladengeschäft in Anspruch nehmen. Dabei sind sie jedoch ausgesprochen ungeduldig, denn die meisten würden maximal eine Minute auf einen kompetenten Verkäufer warten. Das spiegelt das Ergebnis des „Retail-Radar 2020“ wider, für welches das auf digitales Marktmanagement spezialisierte Unternehmen Responsive Acoustics (React) mehr als 1.000 Bundesbürger befragt wurden.

„Die Kunden wünschen sich einen fundierten und schnell verfügbaren Rat. Am häufigsten wird in Möbelhäusern und Elektro-Fachmärkten die Beratung in Anspruch genommen, nahezu jeder Zweite stellt dort regelmäßig Fragen zum Produkt. Und selbst im Discounter wenden sich noch 22 Prozent der Käufer häufig an das Personal“, erläutert React-Geschäftsführer Wilbert Hirsch.

Zeit ist Geld

Passt die Beratung, macht sich das an der Kasse bemerkbar, denn 57 Prozent der Umfrageteilnehmer erklärten, beispielsweise im Supermarkt mehr Geld auszugeben als ursprünglich geplant, wenn sie kompetent und freundlich bedient würden. Dabei spielt auch der Zeitfaktor eine Rolle. Knapp jeder Dritte wartet maximal eine Minute.

Das Fazit der Studie, wie es Hirsch zusammenfasst, dürfte indes hinlänglich bekannt sein: „Wenn das Shopping-Erlebnis enttäuscht wird, sind junge Kunden schnell geneigt, sich komplett dem Online-Handel hinzuwenden.“ Mehr als jeder vierte Befragte kann sich vorstellen, künftig komplett auf den Einkauf im Supermarkt oder Discounter um die Ecke verzichten zu können. „Sie sind gewillt, auch ihre Lebensmittel online zu bestellen und liefern zu lassen“, betont Hirsch. „Um diese Kundengruppe nicht zu verlieren, müssen Filialleiter mit innovativen Konzepten für ein inspirierendes, schnelles und umfassendes Einkaufserlebnis sorgen.“

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Über den Autor

 Sarah Gandorfer

Sarah Gandorfer

Redakteurin bei IT-BUSINESS