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EMEA ISG Index

Gute Geschäfte mit Outsourcing

| Autor: Heidemarie Schuster

Das europäische Outsourcing ist auf Wachstumskurs, da Unternehmen wegen wirtschaftlicher Unsicherheit Kosten senken wollen.
Das europäische Outsourcing ist auf Wachstumskurs, da Unternehmen wegen wirtschaftlicher Unsicherheit Kosten senken wollen. (Bild: Elnur - stock.adobe.com)

Dem EMEA ISG Index der Information Services Group (ISG) zufolge wuchs das europäische Outsourcing im vergangenen Jahr um 10 Prozent. Zuwächse beim Business Process Outsourcing (BPO) lassen zudem den Managed-Services-Markt expandieren.

Der Wert der Outsourcing-Verträge in EMEA ist 2019 um 10 Prozent gestiegen, da die Unternehmen angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten auf Kostensenkungen und Investitionen in digitale Lösungen setzten. Dies zeigt der aktuelle EMEA ISG Index auf Basis von Zahlen der Sourcing-Branche. Er wird von Information Services Group (ISG) herausgegeben, einem Marktforschungs- und Beratungshaus im Technologie-Segment.

Rekorde bei SaaS und IaaS

Der EMEA ISG Index erfasst Outsourcing-Abschlüsse der Privatwirtschaft mit einem jährlichen Vertragsvolumen (Annual Contract Value, ACV) von mindestens 5 Millionen Euro. Er zeigt, dass das gesamte ACV von As-a-Service- und Managed-Services-Verträgen in EMEA 2019 einen Wert von 17,1 Milliarden Euro erreichte – befeuert von einer bemerkenswert starken zweiten Jahreshälfte. Das Vertragsvolumen der Managed Services stieg im Jahresvergleich um 8 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro. Die As-a-Service-Werte erreichten eine neue Rekordmarke von 6,4 Milliarden Euro, was einem Plus von 13 Prozent entspricht. As-a-Service machte damit im vergangenen Jahr 37 Prozent des Marktes in EMEA aus.

Das Wachstum bei den Managed Services wurde durch eine Erholung beim Business Process Outsourcing (BPO) vorangetrieben, dessen ACV im Vergleich zum wesentlich schwächeren 2018 um 61 Prozent anstieg. Große Vertragsabschlüsse und eine starke Entwicklung im Gebäudemanagement sowie bei Contact-Center-Services belebten das Marktgeschehen. Im Gegensatz dazu ging das Marktvolumen beim IT-Outsourcing (ITO) um 3 Prozent zurück, da die Nachfrage nach Infrastruktur-Leistungen rückläufig war.

Sowohl bei Software-as-a-Service (SaaS) als auch bei Infrastructure-as-a-Service (IaaS) erreichte das Marktvolumen 2019 neue Rekordmarken. Der SaaS-Markt kletterte um 13 Prozent, wobei SaaS-Lösungen in der gesamten Region auf breiter Basis angenommen wurden. Und um rund 12 Prozent ist der IaaS-Markt gewachsen.

„Der makroökonomische Gegenwind, der in Europa weht, hat dazu geführt, dass sich das Tempo des digitalen Wandels in der Region eher beschleunigt als verlangsamt hat“, sagt Barbara Florschütz, Geschäftsführerin der Information Services Group (ISG) Germany. „Digitale Technologien sind in der heutigen technologieorientierten Welt für Unternehmen zu einer Standardoption geworden. Die Unternehmen suchen nach Wegen, Kosten einzusparen und investieren diese Gewinne dann in Technologien, mit denen sie das Erlebnis ihrer Kunden verbessern und gegenüber neuen Mitbewerbern wie zum Beispiel Startups wettbewerbsfähig bleiben können.“

Ergebnisse in der DACH-Region

Das gesamte Jahresvertragsvolumen ging in der DACH-Region um 1 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro zurück. Die Gründe sind wirtschaftliche Unsicherheiten, vor allem in der Fertigungsindustrie und Energiebranche. Trotz des leichten Rückgangs des ACV verzeichnete DACH 2019 die bislang zweitbeste Jahresperformance, da die Unternehmen ihre Managed-Services-Strategien und ihre digitalen Investitionen auf eine Linie bringen.

Das Wachstum des As-a-Service-Vertragsvolumens in der DACH-Region fiel im Vergleich zu den anderen großen europäischen Märkten am stärksten aus. Es stieg 2019 um 22 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. As-as-Service umfasst nun 38 Prozent des Gesamtmarktes. Die Wachstumsraten von jeweils 22 Prozent sowohl bei SaaS als auch IaaS zeigen, dass sich Unternehmen weiterhin in Richtung hybride und Multi-Cloud-Umgebungen bewegen.

Das Vertragsvolumen bei Managed Services gab in der DACH-Region um 11 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro nach. Zugleich fiel die Zahl der Vertragsabschlüsse auf das niedrigste Niveau seit 2015. Das ACV beim IT-Outsourcing gab um 25 Prozent nach, da die Anwendungsentwicklung und -wartung sowie der Infrastruktur-Markt schwächelten. Das BPO-Vertragsvolumen von 668 Millionen Euro lag deutlich über den Werten der vergangenen Jahre, da es durch ein Wachstum bei Multifunktions-Transaktionen und beim Gebäudemanagement befeuert wurde.

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