Homeoffice und ein explodierender Bitcoin-Kurs haben 2021 dafür gesorgt, dass Grafikkarten enorm am Preis zugelegt haben. Viele Grafikkarten, die zum Mining angeschafft wurden, werden nun nicht mehr benötigt und auch die generelle Nachfrage sinkt – damit fallen auch die Preise.
Nicht nur die Blätter fallen jetzt im Herbst, sondern auch die Preise für Grafikkarten.
(Bild: Lilya - stock.adobe.com)
Sie waren Mangelware und extrem teuer: Grafikkarten. Doch jetzt wendet sich das Blatt, wie das ITscope Marktbarometer für das dritte Quartal 2022 in der Einzelkategorie Grafikkarten zeigt. In der neuen Einzelkategorie „Managed Services“ ist derzeit viel Bewegung und bei den aussichtsreichsten Neueinsteigern, den Highflyern, liegt diesmal eine Dockingstation ganz vorne.
Über das ITscope Marktbarometer
Der Anbieter der B2B-Handelsplattform ITscope veröffentlicht im Marktbarometer Zahlen zum abgelaufenen ersten Quartal 2022. Analysiert wurden die Klicks von mehr als 10.000 registrierten Fachhändlern auf die Produkte von über 340 gelisteten Distributoren aus ganz Europa.
Die Überflieger bei den Neueinsteigern
Mit dem Thunderbolt Dock G4 schnappt sich dieses Mal eine Dockingstation den 1. Platz in den Highflyer-Charts des ITscope Marktbarometers. Mit 100 Watt Leistung lädt die Thunderbolt Dock G4 quasi alle gängigen Notebooks auf. Sie ist außerdem eine der wenigen Thunderbolt-4-Docks, die über zwei DisplayPort-Anschlüsse verfügt und nicht mal 10 cm in der Breite und Höhe hat.
Im Highflyer-Ranking finden sich die aussichtsreichsten Neueinsteiger in den unterschiedlichen Kategorien der ITscope-Plattform. Belegen in den Einzelkategorien bestimmte Produkte teils über mehrere Quartale oder sogar Jahre hinweg ihren Stammplatz, sind in den Highflyer-Charts nur neue Produkte vertreten. Ziehen Neuheiten direkt nach ihrem ersten Listing eine hohe Aufmerksamkeit auf sich, stehen die Chancen gut, dass sie sich auch langfristig zu einem beliebten Produkt oder sogar einem Dauerbrenner entwickeln.
(Bild: ITscope)
Auf Platz 2 folgt das MacBook Pro von Apple, eines der ersten Geräte mit der neuen Generation von Apples System-on-a-Chip (SoC), dem M2. Damit ist das MacBook Pro unter den aktuell schnellsten Geräten mit MacOS und 13-Zoll-Display. Eine Maus schnappt sich Platz 6: die Master Series MX Master 3S von Logitech.
Auch direkt in die Charts hat es das neue iPhone 14 in der Pro-Variante geschafft und belegt Platz 8. Das erst seit Anfang September gelistete Smartphone hat in den wenigen Wochen enorm aufgeholt. Der 15. Platz geht an den Flip Pro WM85B von Samsung, ein interaktiver, 85 Zoll großer 4K-Touchscreen, der sich gut für Meetings eignet. Das Display ermöglicht es, dank des kompatiblen Stylus handschriftliche Notizen zu erstellen und kann Inhalte von bis zu vier angeschlossenen Geräten gleichzeitig darstellen.
Apple ist in der Kategorie der Smartphones wieder einmal im Fokus, fast 20.000 Klicks fallen allein den Top 10-Geräten zu, unter denen Samsung in diesem Quartal nur auf zwei Platzierungen vertreten ist. Das iPhone 13 behält den Spitzenplatz in der Kategorie der Mobiltelefone erneut bei und verschafft sich mit über 6.000 Klicks einen deutlichen Vorsprung zum zweitplatzierten iPhone 12, das nur noch auf knapp über 2.000 Klicks kommt.
Das iPhone SE der 3. Generation sichert sich in der 64GB- und 128GB-Version die Plätze 3 und 5. Damit performt es nicht ganz so gut wie die 2. Generation in den vergangenen Quartalen, die über mehrere Quartale hinweg Platz 1 beanspruchte.
Der nächste Pole-Position-Kandidat aus dem Hause Apple steht aber schon in den Startlöchern: Das iPhone 14, das seit Anfang September bei ITscope gelistet ist, schafft es direkt in die Charts – auch wenn es aufgrund des zeitlichen Rückstands noch nicht ganz für die Top-Ränge ausreicht. Platz 28 geht an die Pro-Variante, auf 34 landet die Pro-Max-Variante und auf 67 die normale Ausführung.
Ganz schön geklettert ist auch das Samsung Galaxy S22, von Platz 22 auf die 11. Als kleinste Variante der neuen Samsung-Generation bietet das Smartphone dennoch ähnliche Stärken in Bezug auf Leistung, Display und Ausstattung wie die Plus- und Ultra-Modelle. Lediglich der Akku ist kleiner und hat damit eine kürzere Laufzeit. Nur die Kameraqualität kann nicht überzeugen und hat sich laut CHIP-Test im Vergleich zu den Vorgänger-Generationen sogar verschlechtert. Langsam aber sicher kämpft sich auch GooglesPixel 6 nach vorne, von zuletzt 25 ist es nun Platz 21.
Highlights der Einzelkategorie Tablets
Weiterhin sichert sich das iPad in der 10,2-Zoll-Ausführung den Spitzenplatz und auch die Plätze 2 und 3 bleiben unverändert mit Microsofts Surface Pro 8 und dem Tab A8 von Samsung.
Auf Platz 6 ist der Top-Aufsteiger des Quartals zu finden, ebenfalls ein Surface Pro 8, was genau wie das Pro 8 auf dem 2. Platz seit ziemlich genau einem Jahr auf der ITscope-Plattform gelistet ist. Gut geklettert ist auch das Samsung Galaxy Tab S6 Lite, nämlich von 239 auf Platz 31.
Highlights der Einzelkategorie Notebooks
Weiterhin ist das Lenovo ThinkPad E15 Gen 3 20YG auf Platz 1: mit 6.762 Klicks liegt das Notebook nicht nur in der Kategorie weit vorne, sondern schafft es auch auf Platz 4 der meistgeklickten Produkte der gesamten ITscope-Plattform.
Weit nach oben geht es auch für das Lenovo ThinkBook 15 G2 ITL 20VE, nämlich von 27 direkt auf die 4. Das MacBook Pro M2, schafft es von 516 direkt auf die 8.
Keine Überraschung auf dem Spitzenplatz: Das Lenovo ThinkCentre M70q 11 DT hat nach wie vor den absoluten Goldstatus und nicht nur Platz 1 der Kategorie fest in der Hand, sondern ist mit unglaublichen 18.155 Klicks auch erneut das meistgeklickte Produkt überhaupt in diesem Quartal.
Stand: 08.12.2025
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Interessant ist, dass die Top 5-Komplettsysteme ausschließlich Mini-PCs sind und auch fast alle Lenovo-Modelle aus der Top 20. Vermutlich erfreuen sich diese schmalen und platzsparenden Modelle aktuell besonderer Beliebtheit, da sie aufgrund der verbauten Notebooks-Chips relativ gesehen stromsparender sind.
Für Apples iMac läuft es ebenfalls gut – er klettert von Platz 16 auf Platz 13, der bisher gut platzierte Apple Mac Studio verliert dafür einige Plätze und fällt von 5 auf Platz 14.
Highlights der Einzelkategorie Grafikkarten
Gingen vor knapp eineinhalb Jahren die Preise für Grafikkarten noch regelrecht durch die Decke, dreht sich das Blatt nun massiv. Grund dafür ist, wie bereits damals, die Kursentwicklung der Kryptowährung, die die Preise für Grafikkarten stark beeinflusst. Nun sinkt der Kurs massiv. Dieser Niedergang der Kryptowährungen sorgt dafür, dass die Nachfrage nach Grafikkarten, die zum Minen benötigt werden, sinkt. In der Konsequenz brechen natürlich auch die Preise immens ein – was sich auch auf der ITscope Plattform deutlich bemerkbar macht.
Bei den Top-10-Grafikkarten des aktuellen Quartals sind die Händler-Durchschnittspreis um rund 28 Prozent gesunken. Die erstplatzierte GeForce RTX 3060 Ti GAMING X von MSI ist derzeit 40 Euro günstiger als noch im Q2/2022. Im dritten Quartal 2021 war der HEK sogar 235 Euro über dem heutigen Preis – hier muss man aber dazu erwähnen, dass die Grafikkarte zu diesem Zeitpunkt neu gelistet war.
Highlights der Einzelkategorie Mainboards & Speicherbausteine
Bei den Mainboards stellt sich in diesem Quartal eine große Frage: Wann kommen DDR5-unterstützende Geräte richtig am Markt an? Bisher zumindest sind in den vor deren Rängen primär DDR4-Boards zu finden. ITscope vermutet, weil viele Anwender noch auf vorhandene und deutlich günstigere Bestände zurückgreifen, die aber wiederum nicht mit DDR5-Modulen kompatibel sind.
Ein sehr ähnliches Bild ergibt sich in logischer Konsequenz auch bei der Kategorie der Speicherbausteine: Hier sind ebenfalls überwiegend DDR4-Bausteine zu finden und das auch zu meist deutlich günstigeren Preisen als ihre DDR5-Kollegen. Ein guter Vergleich ergibt sich hier bei dem 1. Platz im Ranking, ein DDR4-Modul mit 16 GB von Crucial, und dem 12. Platz, ein DDR5-Modul, ebenfalls vom Hersteller Crucial und mit 32 GB. Der HEK-Unterschied liegt hier bei 100 Euro. Es ist also naheliegend, dass Nutzer zwei Module mit je 16 GB kombinieren, Dual-Channel nutzen und das übrige Budget in andere Hardware investieren, beispielsweise in eine größere SSD.
Während sich Mainboards und Speicherbausteine in beide Richtungen bezüglich der Nachfrage beeinflussen – werden mehr DDR5-kompatible Mainboards gekauft, steigt auch die Nachfrage nach passenden DDR5-Modulen und umgekehrt – wird außerdem auch das zukünftige Feature-Set von Prozessoren die Nachfrage bestimmen. Da die aktuellen CPU sowohl DDR4 als auch DDR5 unterstützen, wird sich ein Wechsel auf DDR5 mit hoher Wahrscheinlichkeit auch für Mainboards und Speicherbausteine fortsetzen.
Highlights der Einzelkategorie CPU
Weiterhin hat Intel mit dem Core i7-12700K den 1. Platz fest in der Hand und auch sonst bewegt sich bei den Prozessoren auf den vorderen Plätzen nicht viel. Intels Core i9-12900K verbessert leicht seine Positionierung und klettert von 6 auf Platz 4.
Am Aufsteigen sind der Intel Core i5-12400 und der Intel Core i5-12400F auf Platz 7 und 14: Mit den beiden CPUs bietet Intel günstige und gleichzeitig schnelle Hexacores an.
Der höchste Aufsteiger in diesem Quartal ist der Intel Core i5-11400F, der von 46 auf Platz 13 klettert. Auch hier bietet Intel viel Leistung für wenig Geld.
Highlights der Einzelkategorie Managed Services
In der neuen Kategorie bewegt sich relativ viel, was aber auch den vergleichsweise niedrigen Klickzahlen zu den alteingesessenen Kategorien zu verdanken ist. Fest auf Platz 1 hält sich Microsofts CSP Office LTSC Standard 2021.
Brainworks holt aber stark auf und sichert sich die Plätze 2 und 3 mit dem Brainworks managed by Solution Cube und dem Brainworks managed by Solution Cube Kerio Connect. Kerio Connect ist eine E-Mail- und Groupware-Lösung und enthält Funktionen wie Kalender, Aufgaben oder einen Chat. Die E-Mail-Konten werden außerdem via SSL verschlüsselt, enthalten S/MIME sowie Antivirus- und Antispam-Tools und können mobil sicher genutzt werden.
Weitere Details zu den Platzierungen in den jeweiligen Kategorien finden Sie in der Bildergalerie.