Bei erfolgreicher Übernahme ist Stellenabbau geplant Gamestop plus Ebay: Amazon-Konkurrent könnte entstehen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Der Chef des Videospiele-Händlers Gamestop, Ryan Cohen, plant im Falle eines Erfolgs seines Kaufangebots für Ebay drastische Stellenkürzungen bei der Online-Handelsplattform. Aus Gamestop und Ebay möchte er einen Amazon-Konkurrenten formen.

Noch ist der Deal nicht in trockenen Tüchern, aber wenn, dann wird es wohl Entlassungen geben.(Bild: ©  blobbotronic - stock.adobe.com)
Noch ist der Deal nicht in trockenen Tüchern, aber wenn, dann wird es wohl Entlassungen geben.
(Bild: © blobbotronic - stock.adobe.com)

Je mehr Mitarbeiter ein Unternehmen habe, desto langsamer werde es. Kostensenkungen seien der einzige Weg, das Geschäft von Ebay effizienter zu machen, sagte Gamestop-Chef Ryan Cohen in einem Podcast-Interview. „Ich könnte dieses Geschäft von meinem Haus aus betreiben. Sie (Ebay, Anm. d. Red.) haben 11.500 Beschäftigte, und das ergibt keinen Sinn.“ Ebay hatte nach jüngsten Angaben zum Ende vergangenen Jahres 12.300 Mitarbeiter, davon 7.200 in den USA.

Gamestop hatte am Wochenende ein rund 56 Milliarden Dollar schweres Übernahmeangebot für Ebay vorgelegt. Es soll laut Cohen zur Hälfte in bar und zur Hälfte in Aktien beglichen werden. Details der Finanzierung blieben jedoch zunächst unklar. Unter anderem müsste Gamestop sehr viele neue Aktien ausgeben, um zum aktuellen Kurs auf einen Wert von 28 Milliarden Dollar zu kommen. Cohen sprach nun von einer Bündelung der Aktien beider Unternehmen.

Zugleich bekräftigte er seine Ambitionen: „Mein Ziel ist: Ich will Ebay besitzen. Ich will Ebay führen. Ich will, dass es mein Baby ist.“ Am Wochenende sagte er, er wolle mit der Kombination aus Gamestop und Ebay einen stärkeren Konkurrenten zum weltgrößten Online-Händler Amazon aufbauen. Gamestop ist deutlich kleiner als Ebay.

Cohen hatte vor seiner Zeit bei Gamestop als Mitgründer den auf Haustierartikel spezialisierten Online-Händler Chewy geführt. Er hatte 2020 eine hohe Beteiligung bei dem Spielehändler aufgebaut, dessen Management er als zu langsam beim Online-Geschäft kritisierte, und übernahm 2023 den Chefposten. Er ließ viele Läden schließen und setzte stattdessen auf das Geschäft etwa mit Sammelkarten und Retro-Konsolenspielen, die Nostalgie bei Gamern wecken.

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