Bundeswirtschaftsministerium schüttet Fördergelder aus Gaia-X wird endlich Realität

Autor Melanie Staudacher

Für Bechtle und Ionos geht es los mit Gaia-X. Nachdem das Bundeswirtschaftsministerium nun Fördergelder für ausgewählte Projekte bereitstellt, werden die Unternehmen an einer gemeinsamen Cloud-Lösung arbeiten. Finanziert werden außerdem zehn weitere Projekte.

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Das Projekt Gaia-X soll eine sichere und transparente Dateninfrastruktur nach europäischen Standards schaffen.
Das Projekt Gaia-X soll eine sichere und transparente Dateninfrastruktur nach europäischen Standards schaffen.
(Bild: Sergey Nivens - stock.adobe.com)

122 Millionen Euro stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) für den Gaia-X Förderwettbewerb bereit. Die Gewinner des Wettbewerbs hat die Bundesnetzagentur verkündet. Elf ausgewählte Projekte konnten bis Juli förmliche Förderanträge bei der Bundesnetzagentur stellen. Fünf weitere Projekte können, unter Vorbehalt, dass ausreichend Haushaltsmittel vorhanden sind, in einer zweiten Bewilligungsrunde im Jahr 2022 einen Antrag stellen.

Zu den Gewinnern der ersten Förderrunde für Gaia-X gehören das Systemhaus Bechtle und der Cloud Provider Ionos. Die beiden Unternehmen werden gemeinsam an dem Projekt Possible arbeiten. Ionos ist zudem an fünf weiteren Projekten beteiligt.

Gaia-X Projekt Possible

Jeder Mensch hat zahlreiche Kontakte zu unterschiedlichen Institutionen wie Schulen, Universitäten, Unternehmen und Behörden. Diese sind zunehmend miteinander vernetzt. Allerdings liegen relevante Dokumente und Daten häufig in verschiedenen Datenräumen. Über Schnittstellen wollen die Projektbeteiligten die Kommunikation zwischen staatlichen, gewerblichen und privaten Nutzern vereinfachen. Eine Cloud-Lösung soll über ein zentrales Interface einen sicheren Zugang zu allen Datenräumen und deren Inhalten schaffen, die mit einer Identität verbunden sind.

Zunächst sollen exemplarisch Mitarbeiter von Verwaltungsorganisationen, kleinen und mittleren Unternehmen sowie von Bildungseinrichtungen über einen Datenraum auf alle mit ihrer digitalen Identität verbundenen Informationen zugreifen. Dadurch sollen sie sich kontrolliert und sicher austauschen können.

An dem Projekt beteiligt sind neben Bechtle und Ionos das August-Wilhelm Scheer Institut, der IT-Dienstleister Dataport, die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung, der E-Learning-Softwareentwickler Information Multimedia Communication (IMC) sowie die Open-Source-Firma Univention, die Lösungen für das Identitätsmanagement anbietet. Die Konsortialführung hat Bechtle inne.

Alle Informationen zu den bewilligten Projekten des Gaia-X Förderwettbewerbs finden Sie hier.

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