Gaia-X Federation Services Gaia-X: Wie Unternehmen ihre volle Datensouveränität behalten

Redakteur: Katharina Juschkat

Das europäische Projekt Gaia-X will Daten- und Infrastrukturökosysteme miteinander verknüpfen. Dazu koordiniert der Eco-Verband die Gaia-X Federation Services, die auf Basis von Open Source spezifizieren, wie Unternehmen ihre volle Souveränität über ihre wachsenden Datenmengen behalten.

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Gaia-X fördert souveränes IIoT, Cloud und Edge Computing.
Gaia-X fördert souveränes IIoT, Cloud und Edge Computing.
(Bild: ©your123 - stock.adobe.com)

Der Eco-Verband – der größte Verband der Internetwirtschaft in Europa – koordiniert zurzeit die Gaia-X Federation Services. Im Zentrum der kurz vor dem Abschluss stehenden ersten Spezifikationsrunde stehen Services für souveräne Identitäten, ein Katalog für Anbieter und Dienste, Verfahren für den souveränen Datenaustausch und Compliance-Betrachtungen. Nach der abgeschlossenen Spezifizierung der Anforderungen beginnt das Projektbüro nun, die einzelnen Gewerke auszuschreiben.

Wer auf welche Daten Zugriff hat

Der Hintergrund: In europäischen Unternehmen, Organisationen und Verwaltungen entstehen immer mehr Daten, die diese auswerten und nutzen, zum Teil mit Hilfe künstlicher Intelligenz. Das Spektrum reicht von Edge Computing über Cloud Computing bis zu Hyperscalern.

Das europäische Projekt Gaia-X wird in den nächsten Jahren dabei helfen, nachhaltig die vollständige Kontrolle über diese Daten zu behalten und unabhängige Entscheidungen ermöglichen, wer auf diese Daten Zugriff hat.

Vernetzung bei voller Datensouveränität

Die Gaia-X Federation Services spezifizieren auf Basis von Open Source, wie Industrie-Unternehmen ihre volle Souveränität über ihre wachsenden Datenmengen an den Produktionsstandorten behalten. Später können sie selbst entscheiden, wer Zugriff auf welche Daten erhält und über welche Plattformen und Public Clouds sie sich mit ihren Partnern vernetzen möchten. Mittelständische Zulieferer können ihre Werke bei voller Datensouveränität mit den digitalen Produktionsplattformen ihrer Abnehmer, beispielsweise der Automobilhersteller, vernetzen.

Im Ergebnis entsteht ein föderiertes und interoperables Gesamtökosystem. Das angestrebte Gaia-X-Regelwerk soll vorhandene Datenökosysteme und Infrastrukturökosysteme miteinander verknüpfen. Alle Daten- und Service-Angebote sind transparent und die Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern, sogenannte Lock-in-Effekte, werden reduziert. Das Ziel: Der Aufbau einer europäischen Dateninfrastruktur zur sicheren Digitalisierung und Vernetzung der Industrie.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Partnerportal Industry of Things.

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