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Fujitsu: Co-creation bedeutet Kompetenz vereinen

| Autor: Michael Hase

Knuth Molzen, Senior Director bei Fujitsu, sieht einen zentralen Aspekt der Digitalisierung in der Verzahnung von IT und Geschäftsprozessen.
Knuth Molzen, Senior Director bei Fujitsu, sieht einen zentralen Aspekt der Digitalisierung in der Verzahnung von IT und Geschäftsprozessen. (Bild: Rosephotography)

Digitalisierungsprojekte erfordern ein Kompetenzspektrum, das kein Anbieter allein abdecken kann. Die Antwort von Fujitsu darauf heißt „Co-creation“, wie Knuth Molzen, Senior Director Client Computing Devices Central Europe bei dem IT-Unternehmen, ausführt.

Inwiefern spielen IT-Infrastrukturen eine Schlüsselrolle bei der Digitalen Transformation von Unternehmen? Wie müssen Infrastrukturen konzipiert sein, welche Eigenschaften müssen sie besitzen, um Digitalisierungsprojekte und -strategien effektiv zu unterstützen?

Molzen: Es gibt keine Digitalisierung ohne IT-Infrastrukturen als Basis. Angesichts der rasanten Veränderungen und der erforderlichen Flexibilität geht der Trend ­ungebrochen hin zu Hybrid IT, also der Kombination aus lokalen Installationen und verschiedenen Cloud-Diensten. Eine Schlüsselrolle kommt dabei der Orchestrierung und dem effizienten Management dieser verschiedenen Systeme zu.

Sind die Systemhauspartner von Fujitsu heute schon in der Lage, solche auf die Zukunft gerichteten Infrastrukturen für ihre Kunden zu designen und aufzubauen? Wo sehen Sie noch Nachholbedarf?

Molzen: Die meisten Systemhäuser sind hier bereits gut aufgestellt, insbesondere die größeren. Andere haben dagegen noch deutlichen Nachholbedarf. Denn wer nicht bereit ist, sich den massiven Veränderungen zu stellen, wird es extrem schwer haben, weiterhin am Markt zu bestehen. Etwa Cloud Services „nur mal so nebenbei“ ins Angebot aufzunehmen, wird für Channel-Partner nicht zielführend sein. Denn Kunden erwarten kompetente Beratung rund um Themen wie hybride IT, integrierte Systeme oder IT-Sicherheit. Zudem sind aufgrund der engen Verzahnung der IT mit den Geschäftsprozessen zunehmend Vertreter der einzelnen Fachabteilungen mit am Tisch, deren spezifische Anforderungen man verstehen und entsprechend berücksichtigen muss. Auf diese veränderten Bedingungen muss natürlich auch der Channel als direkter Ansprechpartner der Kunden reagieren.

Welche Technologien sind nach Ihrer Einschätzung darüber hinaus essenziell für die Digitalisierung? Und warum halten Sie sie für wichtig?

Molzen: Der größte Fehler, der bei der ganzen Debatte über die Digitalisierung und die – mehr oder weniger – neuen Technologien wie Blockchain, Künstliche Intelligenz oder Advanced Analytics gemacht wird, besteht darin, sie jeweils isoliert zu betrachten. Denn die ganze Wucht der Veränderung entfalten sie erst zusammen. Künstliche Intelligenz ist beispielsweise ­etwas, das uns hilft, auch bereits existierende Technologien ganz anders zu nutzen. Entscheidend für unsere Partner und uns ist, diese Technologien für die Kunden leicht verfügbar zu machen – also sie beispielsweise als einfach und flexibel nutzbare Services anzubieten. Die größte Hürde für den erfolgreichen Einsatz dieser neuen Möglichkeiten ist übrigens meist nicht die rein technische Implementierung, die häufig mittels Cloud einfacher als gedacht funktioniert. Der Knackpunkt ist, überhaupt herauszufinden, was mit den neuen Technologien generell möglich ist und wofür Unternehmen es im Einzelfall am besten einsetzen können, um ihre ­Geschäftsprozesse zu optimieren.

Tatsächlich geht es bei der Digitalisierung um die Innovation von Geschäftsmodellen. Müssen sich Systemhäuser jenseits ihrer Infrastrukturkompetenz zu Geschäftsverstehern oder sogar zu Prozessberatern ihrer Kunden weiterentwickeln?

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Molzen: Eindeutig ja. Viele unserer Partner sind hier bereits sehr weit. Nachholbedarf haben insbesondere manche kleineren Channel-Partner, deren Schwerpunkt noch stark auf dem reinen Produktgeschäft liegt. Generell ist jedoch durch die immer engere Verzahnung von IT und Geschäftsprozessen in vielen Fällen ein so breites Kompetenzspektrum gefordert, dass ein Anbieter alleine dieses nicht mehr abdecken kann. Daher setzen wir bei Fujitsu auf „Co-creation": Bei Digitalisierungsprojekten werden hier die unterschiedlichsten Kompetenzen, Perspektiven und Ideen unternehmensübergreifend zusammengebracht. Speziell dafür haben wir beispielsweise in München vergangenes Jahr ein Digital Transformation Center gegründet, um optimale Rahmenbedingungen für einen solchen Prozess zu gewährleisten und den Spagat zwischen Kreativität und Effizienz zu bewältigen. Diesen Co-creation-Prozess haben wir ­bewusst für unsere Partner geöffnet.

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