eMail aus der Redaktion Für wen ist das iPhone eigentlich?

Redakteur: Harry Jacob

Anfang Januar stellte Apple-Chef Steve Jobs das iPhone vor, ein Multimedia-Handy auf Basis von MacOS X. Nachdem sich die erste Euphorie der Apple-Fans gelegt hatte, tauchten Bedenken auf, wie das iPhone vermarktet werden kann. Denn sowohl für Business-Anwender wie für Privatkunden hat das Gerät - zumindest in der präsentierten Form - ein paar Defizite. IT-BUSINESS fragte beim deutschen Apple-Chef Freddie Geier nach.

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Freddie Geier Geschäftsführer Apple Deutschland GmbH
Freddie Geier Geschäftsführer Apple Deutschland GmbH
( Archiv: Vogel Business Media )

Sehr geehrter Herr Geier, nachdem die Namensrechte für das iPhone geklärt sind, können Sie sich wieder ganz dem Ziel widmen, mit dem iPhone den Mobilfunkmarkt zu revolutionieren. Einen riesigen Schritt haben Sie schon gemacht, denn über keine Neuentwicklung wird derzeit mehr gesprochen. Auch über die Frage: Für wen ist das iPhone eigentlich?

Geschäftliche Anwender vermissen die Anbindung an Microsofts Outlook – ein Mangel, der Sie sicher Kunden kosten wird. In diesem Segment haben sich gerade traditionelle Hersteller stark positioniert, mit Hilfe von Microsofts sechster Version von Windows Mobile.

Der Preis von 600 US-Dollar für das iPhone wird die Consumer abschrecken. Zudem liegt Apple mit der Kamera-Technologie nicht auf der Höhe der Zeit. Und sollen private Anwender denn nun alle ihren gerade teuer erstandenen iPods in die Tonne kloppen?

Herr Geier, können Sie mir sagen: Für wen hat sich Apple das iPhone eigentlich ausgedacht? Und wie wollen Sie diese Kunden erreichen?

Mit freundlichen Grüßen

Harry Jacob

Redaktionsleiter IT BUSINESS

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Antwort an die Redaktion

Sehr geehrter Herr Jacob,

Vielen Dank für Ihr Lob, und natürlich freuen wir uns, dass das iPhone in aller Munde ist. Um Ihre Fragen zu beantworten, möchten wir ein paar exemplarische Berichte aus der Medienlandschaft zitieren: "Entwaffnende Simplizität" (SZ), "Magisches Werkzeug" (FAZ), "Mobiles Surfbrett" (FOCUS), "Das Telefon ohne Tasten" (Gala), "So einfach wie ein Türgriff" (Welt am Sonntag), "Ausgesprochen cooles Handy" (Maxim), "iMacPhonePod" (Tomorrow) und CHIP meint: »Das iPhone hat Sieger-Potenzial.«

Für wen soll eigentlich das iPhone sein?

Für all diejenigen Leser, die sich für die Vielzahl an unterschiedlichen Argumenten begeistern können.

Für diejenigen 75% der Anwender, die ein revolutionäres Mobiltelefon, einen iPod mit berührungssensitivem Breitbild-Display und ein Internet-Kommunikationsgerät mit E-Mail, Webbrowser, Suche und Kartendienst in einem Gerät haben möchten.

Da das iPhone aber erst Ende 2007 in Europa erscheint, müssen wir uns noch ein wenig gedulden - auch mit der Aussage, wie wir die Kunden in Deutschland erreichen werden.

Herzliche Grüße, Ihr

Freddie Geier

Geschäftsführer Apple Deutschland GmbH

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