Umfrage von Robert Half Es hapert bei der Digitalisierung

Autor: Heidi Schuster

Die Executive-Search-Studie des Personaldienstleisters Robert Half zeigt, dass vielen Unternehmen immer noch das nötige Knowhow für die Transformationsprozesse fehlt, obwohl die Digitalisierung für die meisten Unternehmen oberste Priorität hat.

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Nie war die Digitalisierung wichtiger als jetzt. Dennoch gestaltet sich die Umsetzung oftmals schwierig.
Nie war die Digitalisierung wichtiger als jetzt. Dennoch gestaltet sich die Umsetzung oftmals schwierig.
(Bild: © MH - stock.adobe.com)

Die Digitalisierung hat durch die Pandemie noch einmal richtig an Fahrt gewonnen. Doch sperrige Prozesse innerhalb von Unternehmen, die mangelnde Geschwindigkeit bei der Umsetzung von Maßnahmen und die oftmals schleppende Umsetzung bilden sprichwörtlich eine Achillesferse.

Laut der Executive-Search-Studie von Robert Half gehört besonders die Digitalisierung für die Mehrheit aller Unternehmen (75 %) zu den wichtigsten Herausforderungen. Gleichzeitig scheint die Umsetzung eine große Hürde zu sein: Nur 37 Prozent der befragten Führungskräfte sehen ihr Unternehmen für eine Digitale Transformation gut aufgestellt. Fast zwei Drittel (63 %) fehlt schlicht das Knowhow.

Zudem bewerten 43 Prozent der Unternehmen ihr Knowhow bezüglich Change-Management nur als mittelmäßig ausgeprägt. Gleichzeitig gehört es für die Hälfte der Befragten (51 %) aber zu den Top-Prioritäten im Unternehmen. Damit Change-Prozesse gerade in Zeiten schneller Veränderungen gelingen, müssen sie mit entsprechender Expertise planvoll umgesetzt und etabliert werden.

„Es ist widersprüchlich, dass viele Unternehmen die Digitalisierung für wichtig erachten, aber immer noch nicht das nötige Rüstzeug haben oder zu wenig in Veränderungen investieren“, sagt Dagmar Misic, Senior Managing Director Executive Search bei Robert Half. „Führungskräfte sollten zügig auf die neuen Herausforderungen reagieren. Oftmals dauert es zu lange, bis die Maßnahmen umgesetzt sind.“

Umbruch erfordert Weiterentwicklung der Mitarbeiter

Der Druck auf Unternehmen wächst durch die aktuellen Arbeitsbedingungen mit dezentralen Belegschaften und den Balanceakt zwischen Wirtschaftlichkeit und Kostensenkung. Um interne Prozesse zu optimieren und die Digitalisierung voranzutreiben, müssen Unternehmen wichtige Mitarbeiter nicht nur halten, sondern auch weiterentwickeln, erklärt Robert Half. Gleichzeitig brauchen sie neues Personal mit dem passenden Wissen für Veränderungsprozesse. Doch 41 Prozent der Befragten bewerten die Fähigkeit in der Mitarbeitergewinnung nur als mittelmäßig. Umso erstaunlicher ist es daher, dass laut Studie viele Unternehmen aktuell nicht planen, ihre HR-Abteilungen aufzustocken, so das Unternehmen weiter.

„Geringe Priorität für Unternehmen haben laut der Befragung zudem bereichsübergreifende Positionen, die jedoch ebenfalls elementar für die Gestaltung von internen Prozessen, ein erfolgreiches Change-Management und einen Kulturwandel sind“, so Misic.

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Redakteurin, Online CvD, Vogel IT-Medien