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„Wear Your Own Device“ (WYOD)

Erobern Wearables den B2B-Sektor?

| Autor / Redakteur: Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

„Wear Your Own Device“ (WYOD) ist das „Bring Yout Own Device“ (BYOD), bezogen auf private Wearables, wie Smartwatches oder Datenbrillen in Unternehmen.
„Wear Your Own Device“ (WYOD) ist das „Bring Yout Own Device“ (BYOD), bezogen auf private Wearables, wie Smartwatches oder Datenbrillen in Unternehmen. (Bild: © jpgon - Fotolia)

„Wenn sich nicht nur Laptop, Smartphone und Tablet eines Mitarbeiters mit dem Unternehmensnetzwerk verbinden, sondern auch noch die Armbanduhr, die Brille und ein Schrittsensor, dann wird sich so mancher Administrator umschauen“, sagt Sven Hoge, Channel Manager DACH bei Ipswitch. Zwar klingen einige Wearables-Szenarien noch nach Science Fiction, aber sie rücken näher.

Datenbrillen, Smart Watches, intelligente Armbänder – die so genannten Wearables kommen. Auch in den B2B-Bereich. Für IT-Administratoren heißt es daher, sich nicht mehr nur mit „Bring your own Device“ (BYOD), sondern auch mit „Wear Your Own Device“ (WYOD) auseinandersetzen zu müssen.

Fällt das unter unbedeutendes Buzzwording oder steckt ein echter Trend hinter WYOD?

Sven Hoge, Channel Manager DACH bei Ipswitch, sieht durchaus eine Zukunft für die heterogene Geräteklassen-Sammlung, namens „Wearables“ im B2B-Sektor: „Nicht nur technologiebegeisterte Verbraucher haben großes Interesse an Wearables, auch Unternehmen wollen deren Vorteile nutzen.“ Diese Einschätzung stützt sich auf eine Online-Umfrage, bei der Ipswitch im vergangenen Oktober europäische IT-Profis zum Umgang mit Wearables im Jahr 2015 befragt, darunter 104 Befragte aus Großbritannien, 101 aus Frankreich und 111 aus Deutschland.

Sven Hoge, Channel Manager DACH bei Ipswitch
Sven Hoge, Channel Manager DACH bei Ipswitch (Bild: Ipswitch)

Das Ergebnis: In den kommenden zwölf Monaten wird wohl eine große Anzahl tragbarer Geräte am Arbeitsplatz eingeführt und mit der IT-Infrastruktur des jeweiligen Unternehmens verbunden werden. So gaben 34 Prozent der französischen und 33 Prozent der deutschen Unternehmen an, im Laufe des Jahres 2015, derlei Geräte einzuführen. In Großbritannien waren es ein Viertel der befragten Firmen.

Zu den Einsatzgebieten führt Hoge aus: „Vor allem im mobilen Einsatz bieten Wearables sehr nützliche Möglichkeiten. Beispielsweise können sie in der Logistik von großer Hilfe sein, wenn Navigationsanweisungen einem Lagerarbeiter den Weg in den Regalen zum richtigen Paket weist. Auch Ladenpersonal kann mit ihrer Hilfe schnell Regale und den aktuellen Inhalt überprüfen.“

Fremdgesteuerte Lageristen in Interaktion mit Wearables kann man sich in der Praxis am Beispiel Talkman von Vocollect vorstellen, der am Gürtel getragen wird: „Gehe Gang 17!“, weist der Talkman den Lageristen an. Es schallt aus seinem Spezial-Headset, welches damit verbunden ist. Der Lagerist geht in Gang 17. „Regalfach 12/131 – Prüfziffer angeben!“, fordert die Computerstimme, die nur er hören kann. Der Lagerist nennt folgsam die Prüfziffer, während im Hintergrund eine Europalette scheppert. Sein Talkman versteht ihn trotzdem, denn das Headset verfügt über mehrere Mikrofone, die seine Stimme getrennt von solchen Nebengeräuschen erfasst und dadurch „herausrechnen“ kann. Das Lagersystem, das via WLAN mit dem Talkman und damit dem Lageristen kommuniziert, weiß daher nach einem Vergleich der vernommenen Prüfziffer, dass der Mitarbeiter am richtigen Ort steht. Es befiehlt: „Nimm vier Kellogg´s!“ Der Lagerist bestätigt: „Vier OK.“ und legt sie in den Transportkorb.

Auch die Medizin könnte profitieren, sagt Hoge: „Wenn ein Arzt im Operationssaal die Vitaldaten seines Patienten auf eine Datenbrille eingeblendet bekommt, muss er dafür nicht mehr den Blick vom Patienten abwenden.“ Intelligente Brillen könnten aber auch beispielsweise einem Feuerwehrmann wichtige Informationen im Display seines Helmes einblenden, etwa ob giftige Gase in der Luft sind oder wie viel Sauerstoff er noch im Blut hat. Das klingt teilweise nach Science Fiction, ist aber technisch im Grunde umsetzbar.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr über die Konsequenzen für Netzwerk-Administratoren.

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