Zur Weihnachtszeit glühen die Kassen und Online-Shops arbeiten unter Last. Das bedeutet auch Hochsaison für Cyber-Angriffe. Glasfaser, SD-WAN und professionelle Security-Services sollen schützen – doch wie greifen diese Bausteine im Ernstfall ineinander?
Moderne Filialketten und Omnichannel-Prozesse überfordern traditionelle Netzwerktechnologien und benötigen den Übergang zu dynamischen, software-gesteuerten Infrastrukturen.
(Bild: Canva / KI-generiert)
Black Friday, Cyber Monday und die gesamte Weihnachtssaison zählen im Handel zu den intensivsten und umsatzstärksten Zeiten des Jahres. Doch während die Nachfrage sprunghaft steigt, wächst auch die Gefahr: Cyber-Kriminelle nutzen genau diese Hochphasen, um DDoS-Attacken, Ransomware-Kampagnen und Angriffe auf Schwachstellen in Online-Shops und Filialnetzen zu starten. Die Folgen reichen von Umsatzverlusten und Imageschäden bis hin zu massiven Störungen im operativen Geschäft.
Die zunehmende Digitalisierung verschärft diese Bedrohungslage weiter. Immer mehr Services, Kundenschnittstellen und interne Prozesse sind heute unmittelbar auf stabile und sichere IT-Systeme angewiesen. Die Studie„Zukunftssichere Netzwerke für das Business“, die Techconsult im Auftrag von Lancom Systems und 1&1 Versatel durchgeführt hat, zeigt deutlich: Der Bedarf an belastbaren, flexiblen und ausfallsicheren Netzwerken steigt – besonders in Branchen mit vielen Filialen, Lagern und Standorten. Besorgniserregend ist zugleich, dass 42 Prozent der Handelsunternehmen fehlende Sensibilisierung gegenüber Cyber-Angriffen als zentrale Herausforderung einstufen.
Der Übergang zu software-basierten Netzwerken
Die wachsende Komplexität digitaler Handelsumgebungen stellt traditionelle Netzwerkmodelle wie MPLS (Multiprotocol Label Switching) zunehmend vor unlösbare Aufgaben. Filialketten, vernetzte Warenwirtschaftssysteme und Omnichannel-Prozesse erzeugen dynamische Anforderungen, die mit statischen, zentralisierten WAN-Strukturen kaum noch sinnvoll abbildbar sind. Um Hochsaisons wie das Weihnachtsgeschäft zu bewältigen, ist eine Infrastruktur erforderlich, die auch unter extremen Lastspitzen zuverlässig funktioniert und umfassend geschützt ist. Dafür ist ein Paradigmenwechsel erforderlich: Weg von zentralisierten, schwerfälligen Architekturen – hin zu flexiblen, software-basierten Modellen.
SD-WAN: Flexibilität, Priorisierung und integrierte Sicherheit
SD-WAN (Software-Defined Wide Area Network) ist heute der zentrale Baustein, um verteilte Unternehmensnetze flexibel und wirtschaftlich zu betreiben. Eine Software steuert den Datenverkehr und passt Routen dynamisch an die aktuelle Netzsituation an – unabhängig davon, ob als Transportmedium Glasfaser, MPLS oder Mobilfunk genutzt wird.
Dank der automatischen Erkennung der leistungsfähigsten Verbindung verteilt SD-WAN Datenlasten intelligent und priorisiert geschäftskritische Anwendungen. Zahlungsverkehr oder Echtzeittransaktionen erhalten Vorrang, während weniger kritische Prozesse, wie ein Kunden-WLAN, situativ angepasst werden. So läuft der Handel auch während Spitzenzeiten reibungslos – ein entscheidender Faktor für das Kundenerlebnis und betriebliche Effizienz. Laut der techconsult-Studie bewerten 46 Prozent der Handelsunternehmen diese Funktion als zentral für ihre digitale Leistungsfähigkeit.
Gleichzeitig setzt SD-WAN neue Standards in der Netzwerksicherheit: Firewalls, VPN, Intrusion Prevention, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und DDoS-Schutz sind nativ integriert und lassen sich über ein zentrales Dashboard in Echtzeit steuern. So entsteht eine transparente, widerstandsfähige Infrastruktur, die geschäftskritische Anwendungen zuverlässig bereitstellt.
Unverzichtbar: Eine stabile Basis mit Glasfaser als Rückgrat
Damit software-basierte Netzwerklösungen ihr volles Potenzial entfalten können, bedarf es einer leistungsfähigen Internet-Anbindung. Eine hochperformante Glasfaseranbindung bietet hierfür die ideale Grundlage: Sie schafft eine stabile, sichere und zukunftsfähige Kommunikation zwischen Filialen, ermöglicht die effiziente Verarbeitung großer Datenmengen und den kontinuierlichen Betrieb geschäftskritischer Anwendungen. Hohe Bandbreiten und niedrige Latenzen sind dabei besonders wichtig, um Online-Shops, Payment-Systeme und Omnichannel-Prozesse auch während Spitzenzeiten stabil zu betreiben. DDoS-Attacken, bei denen Server oder Plattformen durch massenhafte Anfragen überlastet werden sollen, lassen sich durch die hohe Bandbreite wesentlich besser abfedern.
Managed Services und der richtige Partner für flexible Netze
Eine leistungsfähige Internetanbindung bildet die Basis – reicht aber allein nicht aus. Die interne Risikolage vieler Händler ist laut der Techconsult-Studie alarmierend: 32 Prozent verfügen über kein ausreichendes Monitoring oder keine proaktive Bedrohungserkennung. Ein kritischer Schwachpunkt, da Ausfälle von Preis- oder Payment-Systemen sofort den Geschäftsbetrieb beeinträchtigen und sich in Sekunden auf Umsatz und Kundenerlebnis auswirken.
Stand: 08.12.2025
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Für viele Händler ist es weder wirtschaftlich noch organisatorisch realisierbar, ein eigenes Security Operations Center (SOC) zu betreiben oder ein spezialisiertes IT-Sicherheitsteam aufzubauen. Managed Security Services (MSS) schließen diese Lücke und ermöglichen es, professionelle IT-Sicherheit als Dienstleistung zu beziehen. Dabei bleiben sicherheitskritische Kernbereiche häufig im Eigenbetrieb, während Wartung, Monitoring und Security-Services von spezialisierten Dienstleistern übernommen werden.
Bei der Auswahl eines Partners kommt es nicht nur auf die technische Leistungsfähigkeit, sondern auf das Zusammenspiel von Sicherheit, Integrationsfähigkeit und Servicequalität an. Für Handelsunternehmen mit mehreren Filialen ist vor allem die bundesweite Verfügbarkeit entscheidend: Der Anbieter sollte alle Standorte zuverlässig ans Internet anbinden und durchgängig redundante Verbindungen für maximale Ausfallsicherheit bereitstellen können. Transparenz und Steuerbarkeit sind weitere zentrale Kriterien: Ein Dashboard mit Echtzeit-Monitoring und automatisierten Reports ermöglicht die kontinuierliche Kontrolle von Netzwerkqualität und Sicherheitsstatus.
Der richtige Partner sollte SD-WAN-Steuerung, Glasfaser-Anbindung und Managed Security Services integriert abdecken. Gemeinsam bilden sie das Rückgrat einer belastbaren Unternehmens-IT: SD-WAN priorisiert geschäftskritische Anwendungen und integriert Sicherheitsmechanismen, die Glasfaser-Anbindung liefert stabile und schnelle Verbindungen – und Managed Security Services sorgen für kontinuierliches Monitoring, Bedrohungserkennung und Incident-Management. So entsteht eine belastbare, skalierbare Netzwerkarchitektur, die Performance, Schutz und Flexibilität optimal vereint – und Handelsunternehmen langfristig gegen Ausfälle und Cyberangriffe absichert.
Über den Autor
Frank Rosenberger, CEO, 1&1 Versatel
(Bild: 1&1 Versatel)
Frank Rosenberger ist seit Januar 2024 CEO von 1&1 Versatel, dem führenden Glasfaser-Spezialisten für Firmenkunden. Seine Leidenschaft für IT, Digitale Transformation und Cybersicherheit treibt ihn an, Unternehmen mit sicheren und innovativen Lösungen in eine erfolgreiche digitale Zukunft zu führen.