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Umfrage von Robert Half Deutschland lässt sich von COVID-19 nicht unterkriegen

| Autor: Heidemarie Schuster

Wirtschaftlich gesehen haben weltweit viele Unternehmen stark unter der Corona-Pandemie gelitten. In Deutschland hatte sie aber für mehr Firmen sogar positive Auswirkungen. Das jedenfalls kam bei einer Umfrage von Robert Half heraus.

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Für viele deutsche Unternehmen ist die Corona-Pandemie nicht das Ende sondern eine Chance.
Für viele deutsche Unternehmen ist die Corona-Pandemie nicht das Ende sondern eine Chance.
(Bild: ©tang90246 - stock.adobe.com)

Das Jahr 2020 ist ein von dem Coronavirus geprägtes Jahr. Weltweit mussten zahlreiche Unternehmen ihre Segel streichen, da der Lockdown zur Eindämmung des Virus ein wirtschaftliches Desaster war. Die Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Robert Half zeigt nun aber: So schlimm war es gar nicht – jedenfalls nicht für die Mehrheit der Unternehmen in Deutschland.

So vertrauen knapp 32 Prozent der befragten 1.502 Führungskräfte in Deutschland trotz Corona auf die positive wirtschaftliche Entwicklung des eigenen Unternehmens bis Ende 2020. Insgesamt 42 Prozent erkennen bisher keine Auswirkungen aufgrund der Pandemie. Als Gründe für diese Einschätzung nennen 31 Prozent die Gesetzes- und Regulierungsänderungen und auch das zu erwartende Wirtschaftsklima nach COVID-19 stimmt 31 Prozent der Befragten positiv. Mehr als jeder Vierte (26 %) erwartet gar eine Ausweitung der Geschäftsmöglichkeiten. Auch in den anderen vier befragten Ländern nennen die Führungskräfte diese Aspekte als Ursache für einen vorsichtig optimistischen Blick auf die kommenden Monate.

Planen Unternehmen jetzt Investitionen?

22 Prozent der befragten Manager mit Personalverantwortung (GMs) geben in der Umfrage an, dass für sie die Automatisierung von Prozessen und Projekte, die die Digitale Transformation vorantreiben, die höchste strategische Priorität bis Ende des Jahres haben. Für 21 Prozent steht die Kostensenkung an oberster Stelle, wohingegen für 20 Prozent die Aufrechterhaltung der IT-Sicherheit der Systeme und der Schutz von Unternehmensinformationen die Top 1 Priorität ist.

Personal wird trotz allem gebraucht

Mehr als drei Viertel (77 %) der befragten Unternehmen geben an, auch während der COVID-19-Pandemie aus dem Homeoffice neue Mitarbeiter eingestellt oder eingearbeitet zu haben. Lediglich 10 Prozent haben derzeit einen Einstellungsstopp auf unbestimmte Zeit.

Überraschend ist, dass 83 Prozent der befragten Führungskräfte Arbeitnehmer außerhalb der eigenen Region einstellen und verstärkt remote arbeiten lassen wollen. Das zeigt, dass sich virtuelle Bewerbungs- und Onboarding-Maßnahmen durch Corona vielerorts durchgesetzt haben.

Zeit für eine strategische Neuausrichtung

„Das Vorantreiben der Digitalen Transformation, die Aufrechterhaltung der IT-Sicherheit und das Senken der Kosten werden in den kommenden Monaten von entscheidender Bedeutung sein“, erklärt Sven Hennige, Senior Managing Director Central Europe & France bei Robert Half. „Personalverantwortliche müssen sich jetzt entscheiden, welche Projekte sie bis Ende des Jahres priorisieren und prüfen, ob sie Ihre Businessziele mit der aktuellen Belegschaft erreichen können. Denn durch die Pandemie haben sich die wesentlichen Kompetenzen, die für das Unternehmenswachstum erforderlich sind, möglicherweise verschoben. Jetzt ist der strategisch günstige Zeitpunkt, entweder Positionen neu zu gestalten, aktuelle Mitarbeiter weiterzubilden oder Stellen projektbasiert interimsweise zu besetzen.“

Über die Studie

Die Studie wurde im Juli 2020 im Auftrag von Robert Half durchgeführt. Befragt wurden 1.502 Manager mit Personalverantwortung (General Manager, CIOs, CFOs) in kleinen (50 bis 249 Mitarbeiter), mittelgroßen (250 bis 499 Mitarbeiter) und großen (mehr als 500 Mitarbeiter) Unternehmen in Belgien (300 Teilnehmer), Brasilien (300 Teilnehmer), Deutschland (300 Teilnehmer), Frankreich (301 Teilnehmer) und Großbritannien (301 Teilnehmer).

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