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Schweizer und Amerikaner geben am meisten aus

Deutschland bei ITK-Ausgaben pro Kopf nur mittelmäßig

| Autor: Sarah Gandorfer

Deutschland liegt im internationalen Vergleich der ITK-Ausgaben hinter anderen führenden Industrienationen.
Deutschland liegt im internationalen Vergleich der ITK-Ausgaben hinter anderen führenden Industrienationen. (Bild: dottedyeti - stock.adobe.com)

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Deutschland liegt bei den Pro-Kopf-Ausgaben für Informationstechnik (IT) und Telekommunikation (TK) zwar über dem EU-Durchschnitt, jedoch hinter den skandinavischen Ländern. Selbst das Vereinigte Königreich investiert trotz Brexit-Wirren mehr als die Bundesrepublik in ITK. Weltweiter Spitzenreiter ist die USA.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, digitalisiert sich die Wirtschaft. Infolge dessen steigen die Auslagen für ITK. So prognostizierte das IT-Research und Beratungsunternehmen Gartner zum Jahresanfang 2018 bis zum Ende des Jahres weltweite IT-Ausgaben von insgesamt etwa 3,7 Billionen US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg von 4,5 Prozent gegenüber 2017. Auch Capgemini war für 2018 optimistisch und sagte voraus, dass fast jedes zweite Unternehmen (48,9 %) in Deutschland, Österreich und der Schweiz seine IT-Budgets erhöht.

Der Digitalverband Bitkom hat nun auf Grundlage aktueller Daten des European Information Technology Observatory (EITO) die Aufwendungen der einzelnen Länder für 2018 heruntergebrochen. So sind die Ausgaben in Deutschland lediglich um zwei Prozent auf 1.584 Euro pro Einwohner gestiegen. Im Durchschnitt der 26 EU-Staaten wurden 1.248 Euro ausgegeben, was gleichfalls einem Anstieg von zwei Prozent entspricht.

Spitzenreiter im internationalen Vergleich ist die Schweiz mit 3.214 Euro (plus 3 %). An zweiter Stelle kommen die USA mit 3.126 Euro (plus %). Die skandinavischen Staaten vervollständigen die globale Spitzengruppe. In Dänemark stiegen die Digital-Investitionen auf 2.483 Euro pro Kopf (plus %), in Schweden auf 2.362 Euro (plus 3 %), in Norwegen auf 2.290 Euro (plus %) und in Finnland auf 2.071 Euro (plus %).

Trotz Brexit-Wirren liegt das Vereinigte Königreich (2.002 Euro, plus 2 Prozent) noch vor der Bundesrepublik. Nach den Briten folgen die Niederlande (1.998 Euro, plus 3 Prozent) und Japan mit dem zweitschwächsten Wachstum in den Top-10 (1.687 Euro, plus 1 Prozent). Nun erst kann Deutschland sich einreihen (siehe Fotostrecke).

Starkes Wachstum, doch niedriges Niveau

Überdurchschnittlich stark, aber auf niedrigem Niveau, wuchsen im europäischen Maßstab die ITK-Aufwendungen in Ungarn (558 Euro, plus 5 %) und Rumänien (276 Euro, plus 7 %). Weltweit zählen Russland (275 Euro, plus 5 %), die Türkei (234 Euro, plus 7 %) und Indien (56 Euro, plus 11 %) zu den am schnellsten wachsenden Märkten.

Wird zwischen IT und TK differenziert, ergibt sich je nach Land ein sehr unterschiedliches Bild: So wuchsen in Deutschland die Ausgaben für IT (873 Euro, plus 2 %) doppelt so schnell wie die für Telekommunikation (711 Euro, plus 1 %). Ein weitaus stärkeres Wachstum bei den IT-Ausgaben gibt es in den USA (1.890 Euro, plus 7 %), Slowenien (267 Euro, plus %) und Ungarn (217 Euro, plus 6 %). Vernachlässigt man die niedrigen Pro-Kopf-Ausgaben, ist das Wachstum bei IT-Investitionen in Indien mit 11 Prozent (18 Euro pro Kopf) und China mit acht Prozent (67 Euro pro Kopf) am höchsten.

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