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Europa schnellst wachsender Markt für Mobiltelefone

Deutsche kaufen ihre Smartphones am liebsten im hiesigen Online-Fachhandel

| Autor: Sarah Gandorfer

Der digitale Weihnachtsverkauf ist bereits mit der Woche vor dem Black Friday gestartet.
Der digitale Weihnachtsverkauf ist bereits mit der Woche vor dem Black Friday gestartet. (Bild: © Cinestock - stock.adobe.com)

Laut Gartner gingen die weltweiten Verkäufe von Smartphones an Endverbraucher im dritten Quartal 2019 erneut zurück. Gleichzeitig vermeldet Canalys, dass Europa der schnellst wachsende Markt ist. Gewinner, da sind sich beide Analystenhäuser einig, ist Hersteller Samsung. Gute Nachrichten auch für deutsche Händler: Am liebsten kaufen die Bundesbürger daheim ein – wenn auch bevorzugt im Internet.

Aus den Recherchen von Gartner geht hervor, dass die weltweiten Verkäufe von Smartphones an Endverbraucher im dritten Quartal 2019 gesunken sind. Im Vergleich zum dritten Quartal 2018 waren es 0,4 Prozent weniger. Die Nachfrage blieb schwach, da die Verbraucher mehr Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis legten.

„Die Mehrheit der Smartphone-Nutzer wünschen sich nicht mehr das preiswerteste Smartphone. Die Smartphone-Nutzer entscheiden sich derzeit für Mittelklasse-Smartphones, da diese im Vergleich zu Premium-Smartphones ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten“, erläutert Anshul Gupta, Senior Research Director bei Gartner. „Darüber hinaus warten Smartphone-Nutzer mit ihrer Kaufentscheidung bis 2020, damit sich die 5G-Netzabdeckung auf weitere Länder ausdehnt.“

Bis zum Jahresende prognostiziert Gartner für Westeuropa knapp 139,5 Millionen an Endkunden verkaufte Geräte. Das ist ein Rückgang, denn vergangenes Jahr lag die Zahl bei 147,2 Millionen. Im Jahr 2020 sollen mit 142,9 Millionen wieder mehr Mobiltelefone an den Mann gebracht werden.

Chinesen erobern den Markt

Gemäß Canalys ist der europäische Smartphone-Markt der weltweit am schnellsten wachsende. So konnte er um acht Prozent bei den ausgelieferten Units zulegen verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. In Asia Pacific wuchs der Markt um sechs Prozent.

Verkaufsschlager waren dabei die Geräte von Samsung mit 18,7 Millionen ausgelieferten Exemplaren im dritten Quartal. Es folgt Huawei mit 11,6 Millionen und Apple mit 9,8 Millionen ausgelieferten Smartphones.

Samsung legt nicht nur gute Zahlen bei der Auslieferung vor, sondern konnte laut Canalys auch ein jährliches Wachstum von 26 Prozent verzeichnen. Huawei stagnierte und bei Apple ging das Wachstum gar um vier Prozent zurück. Deutlich beim Wachstum zulegen konnte gleichzeitig Xiaomi mit 73 Prozent. Dabei beläuft sich die Zahl der nach Europa eingeführten Geräte auf 5,5 Millionen. Hier ist jedoch eine weitere aggressive Marktexpansion zu erwarten zumal der chinesische Hersteller gleich hinter Apple liegt.

Die größten Markteinbußen verzeichnet HMD Global mit einem Minus von 21 Prozent bei einer Auslieferung von 0,9 Millionen Smartphones.

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Auch eine Sophos-Umfrage belegt die These von Gartner, dass die Leistung (77 %) sowie der Preis (66 %) für Konsumenten die wichtigsten Kaufkriterien sind. Die Befragung von rund 200 Mitarbeitern im Alter von 18 bis über 60 Jahren in deutschen Unternehmen zeigt, dass Sicherheit zwar bedeutsam ist (29 %) – hier vor allem für jüngere Nutzer – doch eben nicht kaufentscheidend. Dies ist ein Gegensatz zu unseren Nachbarn aus Österreich, hier landete in einer vergleichbaren Studie das Kaufkriterium Sicherheit mit 82 Prozent deutlich auf dem ersten Platz.

Als weitere wichtige Eigenschaften werden hierzulande das Betriebssystem (48 %) sowie eine gute Kamera (41 %) genannt. Nur noch knapp jeder Dritte entscheidet beim Kauf des Smartphones nach Sicherheitsaspekten – sogar die Marke (34 %) ist etwas wichtiger.

Obwohl die Entscheidung zum Kauf eines Gerätes also offenkundig nach anderen Aspekten erfolgt, gaben insgesamt 86 Prozent der Befragten an, dass die Sicherheit bei ihrem Smartphone für sie sehr wichtig (57 %) oder sogar unabdingbar (31 %) ist.

Besonders die jüngeren Nutzer stechen hier hervor: Befragte in der Altersgruppe von 18 bis 25 Jahren erzielten bei dieser Frage mit 73 Prozent den höchsten Wert. Ebenfalls erfreulich: mit 95,5 Prozent bestätigten fast alle Befragten, ihr Smartphone mit verschiedenen Verfahren zu sichern. Pin und Passwort sind hierfür insgesamt am beliebtesten (72 %), gefolgt vom biometrischen Fingerabdruck (44 %), Sperrmuster (21 %) und der biometrischen Gesichtserkennung, die mit 14 Prozent Nutzung noch am wenigsten verbreitet ist. Die Befragten nutzen zu 74 Prozent ein Android-Betriebssystem, 23 Prozent verwenden iOS und drei Prozent arbeiten mit Microsoft.

Fachhandel bevorzugt

Fast alle Umfrageteilnehmer (97 %), haben ihr Smartphone in Deutschland gekauft. 88 Prozent vertrauen dabei dem Fachhandel. Auf die Frage, wo sie ihre Geräte erworben haben, gaben 52 Prozent den Online-Fachhandel an. 33 Prozent fanden den Weg zu einem stationären Fachhändler.

Bezahlt haben die Käufer dabei zu rund je einem Drittel 250 beziehungsweise 500 Euro, 25 Prozent haben bis 800 Euro bezahlt, der Rest 1.000 Euro oder mehr (9 %). Befragt, ob die Bereitschaft bestünde, für Sicherheit mehr Geld auszugeben, bejahten dies lediglich 19 Prozent, rund 39 Prozent verneinten und 41 Prozent antworteten mit vielleicht.

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