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Wichtig ist der Glücksfaktor in der Zusammenarbeit

Deutsche arbeiten gerne in Teams

| Autor: Sarah Gandorfer

Deutsche Arbeitnehmer stimmen den Vorteilen von Team-Zusammenarbeit mit Abstand stärker zu als ihre Kollegen aus den USA, Frankreich und Großbritannien.
Deutsche Arbeitnehmer stimmen den Vorteilen von Team-Zusammenarbeit mit Abstand stärker zu als ihre Kollegen aus den USA, Frankreich und Großbritannien. (Bild: © Prostock-studio - stock.adobe.com)

Nicht jeder ist für Teamwork geschaffen. Wobei die Angestellten hierzulande lieber Zusammenarbeiten, als die Briten. Dabei werden Collaboration-Lösungen vor allem in den USA genutzt. Die Amerikaner scheinen im Gegensatz zu anderen Nationen ihre Freiheit zu lieben und würden gerne Manager abschaffen.

Der Arbeitsmanagement-Unternehmen Wrike untersuchte in seinem „Happiness Index 2019“, wie glücklich deutsche Arbeitnehmer im internationalen Vergleich sind. Dazu wurden rund 4.000 Vollzeitbeschäftigte aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA befragt – unter anderem über die Zusammenarbeit im Team.

Während Deutsche in der Teamwork Vorteile sehen, sind die anderen Nationen da eher zurückhaltend: So bejahen 82 Prozent der Deutschen Aussagen wie „Teamarbeit macht meine Arbeit angenehmer” oder „Teamarbeit steigert meine Produktivität”. An zweiter Stelle befürwortet Frankreich mit 77 Prozent die Zusammenarbeit, gefolgt von den USA (75 %) und Großbritannien (67 %).

Die Briten scheinen von Teamwork „not amused“ zu sein. Hier spricht sich jeder Dritte explizit gegen diese aus. Angestellte sehen sie als notwendiges Übel an oder versuchen sie nach Möglichkeit ganz zu vermeiden. Zum Vergleich: In den USA vertreten 24 Prozent, in Frankreich 23 Prozent und in Deutschland nur 18 Prozent der Befragten eine derart ablehnende Haltung.

In Deutschland wird gerne zusammengearbeitet, doch hinkt die Bundesrepublik in punkto Remote-Zusammenarbeit hinterher.
In Deutschland wird gerne zusammengearbeitet, doch hinkt die Bundesrepublik in punkto Remote-Zusammenarbeit hinterher. (Bild: Wrike)

Der Glücksfaktor

Wie sich im Happiness Index herausstellte, meiden Mitarbeiter, die sich als „unglücklich” empfinden, Teamarbeit. Beinahe jeder zweite Befragte (48 %) in Deutschland, der sich als „unglücklich” bezeichnet hatte, sieht keinen besonderen Nutzen in der Teamarbeit. Bei den „überwiegend unzufriedenen” ist fast jeder Dritte (31 %) dieser Ansicht. Auch die Gegenstichprobe unterstreicht dieses Ergebnis: 87 Prozent der sehr zufriedenen und 83 Prozent der überwiegend zufriedenen Studienteilnehmer geben der Team-Zusammenarbeit Bestnoten.

Collaboration-Lösung

Befragt nach der Nutzung von Collaboration Tools, bildet Deutschland das Schlusslicht: Nur 19 Prozent gaben an, noch nie mit Kollegen, die in anderen Büros oder im Home Office sitzen, zusammengearbeitet zu haben. Im Vergleich dazu gaben das nur 12 Prozent der Briten sowie jeweils 11 Prozent der US-Amerikaner und Franzosen an.

Auch die Popularität von Remote-Zusammenarbeit ist in Deutschland vergleichsweise gering: Nur 25 Prozent der befragten Bundesbürger finden, „es klappt wunderbar” – in den USA sind es mehr als doppelt so viele (51 %). Auch Frankreich (36 %) und Großbritannien (30 %) liegen hier vor Deutschland.

Collaboration-Lösungen begünstigen die Zusammenarbeit hierzulande. Dabei gab beinahe ein Drittel (31 %) der Nicht-Nutzer an, noch nie mit einem Remote-Kollegen zusammengearbeitet zu haben. Bei den Nutzern sind es hingegen nur sechs Prozent. User stehen demnach der Remote-Zusammenarbeit deutlich positiver gegenüber: 33 Prozent finden, „es klappt wunderbar”, während bei den Nicht-Nutzern nur 17 Prozent so positiv urteilen.

Führungsspitze und Geschäftsführer nutzen CWM-Software fast zu 100 Prozent

Betrachtet man die Gesamtmenge aller Studienteilnehmer, zeigt sich, dass sich Collaboration-Software weltweit durchgesetzt hat: Mehr als jeder Zweite (54 %) nutzt aktuell eine solche. Ein genauer Blick auf die Unternehmensgröße der Software-Nutzer zeigt: Am weitesten verbreitet sind solche Lösungen in Unternehmen mit 500 bis 1.000 Mitarbeitern, hier nutzen sie 68 Prozent der Befragten. Parallel zur Verantwortung, die Mitarbeitern obliegt, steigt die Nutzung. Entsprechend gebraucht von den befragten Geschäftsführern so gut wie jeder (95 %) eine solche Lösung. In der Führungsspitze (oberes Management und Vorstände) zählen sich 93 Prozent zu den Nutzern. Zum Vergleich: Bei den Berufseinsteigern sind es nur knapp ein Drittel (30 %).

USA würde Manager und Frankreich Meetings abschaffen

Beim Thema Manager bleibend: US-Amerikaner würden laut der Studie ihren Arbeitsalltag am liebsten ohne Manager bestreiten: Jeder fünfte kann auf sie verzichten. Franzosen hingegen können mit Managern am besten leben. Dafür sind mehr als einem Viertel der Befragten aus Frankreich Meetings und Telefonkonferenzen ein Dorn im Auge. Auch in der Gesamtwertung kommen Meetings und Telefonkonferenzen am schlechtesten weg. Jeder vierte würde sie gerne aus dem Alltag streichen. Chats und Messaging-Dienste erfreuen sich offenbar größter Beliebtheit und sind nur für neun von 100 Befragten verzichtbar.

Deutsche sind lieber reich als glücklich

Wrike Happiness Index 2019

Deutsche sind lieber reich als glücklich

05.03.19 - Bei der Job-Wahl priorisieren die Deutschen ganz klar das Gehalt, während jeder zweite US-Amerikaner und Brite schon mal sein Glück über das Gehalt gestellt hat. Das geht aus dem „Happiness Index 2019“ hervor, für den Wrike 4.009 Arbeitnehmer weltweit befragt hat. lesen

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