Microsoft hat es auf die privaten Haushalte abgesehen Der Windows Home Server soll die Familien-PCs verbinden

Redakteur: Christian Träger

Während Unternehmen aller Größen darüber grübeln, wie sich mit Hilfe von Virtualisierung und Konsolidierung von Server-Hardware Geld sparen lässt, sieht Microsoft bei den Consumern Bedarf für mindestens einen weiteren Rechner: den Home Server. Doch er soll sich einfach bedienen und einrichten lassen. Erste Lösungen haben Chiligreen, Fujitsu Siemens, Leo, Maxdata, Medion und Tarox vorgestellt.

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Der Scaleo Home Server von Fujitsu Siemens Computers soll im Dezember verfügbar sein.
Der Scaleo Home Server von Fujitsu Siemens Computers soll im Dezember verfügbar sein.
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Serverbetriebssystem Windows Home Server ist fertig, soll aber nicht in den regulären Handel gelangen. Es wird in Kombination mit einem PC vertrieben, der in den privaten Haushalten die zentrale Speicher- und Anlaufstelle für die Bilder, Musik-Files, Videos und Dokumente der ganzen Familie sein soll. Dabei sind sich Microsoft und die derzeitigen Hardware-Partner einig, dass der Begriff Server die Kunden zu sehr abschreckt, denn für den Betrieb des Home Servers sollen keine Kenntnisse notwendig sein, wie sie üblicherweise ein Administrator mitbringen muss.

Im Idealfall wird der Rechner mit dem Home-Server-System nur mit dem Stromnetz und dem heimischen Netzwerk verbunden – zum Beispiel über einen DSL-Router. Schon ist der heimische Server betriebsbereit. Die Einstellungen werden über eine Software-Konsole vorgenommen, die auf einem anderen Rechner im Netzwerk installiert ist. Der Home Server selbst kommt damit ohne Bildschirm, Maus oder Tastatur aus.

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Im Falle eines Crashs soll sich der Home Server über eine Taste wiederherstellen lassen. Dabei wird das Betriebssystem von einem internen Flashspeicher wieder auf der Hauptfestplatte installiert. Mit diesem Verfahren sollen umständliche Softwareinstallationen für den Anwender überflüssig werden.

Für den Zugriff auf den zentralen Datenspeicher lassen sich dort einzelne Benutzerkonten einrichten, die bei Bedarf mit unterschiedlichen Zugriffsrechten ausgestattet sein können. Benutzer können mit ihren Login-Daten nicht nur über das lokale Netzwerk, sondern auch über das Internet auf die gespeicherten Daten zugreifen. Hierfür bekommt der Home Server beim Online-Dienst Windows Live eine eigene Domain.

Flexibler Speicherplatz

Der Windows Home Server soll in erster Linie den wachsenden Bedarf an Speicherplatz decken und dabei für die Sicherheit der gespeicherten Daten sorgen. Bis zu vier Festplatten können daher in dem Server verwendet und je nach Konzept des einzelnen Herstellers mehr oder weniger einfach ausgebaut oder erweitert werden. Zusätzlich stehen externe Anschlüsse zur Verfügung, um weitere, externe Speichermedien anzuschließen.

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