Distri-Award
– Jetzt zur Umfrage!

Suchen

Distributionszahlen zu Notebooks und PCs Der Run auf Notebooks geht weiter

| Autor: Heidemarie Schuster

Die Pandemie-bedingte Nachfrage nach Notebooks zum Ende des ersten Quartals 2020 setzte sich laut dem IT-Marktforschungsunternehmen Context im zweiten Quartal in Westeuropa fort. Der Verkauf von Desktops geht dagegen zurück.

Firmen zum Thema

Covid-19 sorgt auch im 2. Quartal 2020 für eine hohe Nachfrage nach Notebooks.
Covid-19 sorgt auch im 2. Quartal 2020 für eine hohe Nachfrage nach Notebooks.
(Bild: Leszek Czerwonka - stock.adobe.com)

Notebooks verzeichnen auch im zweiten Quartal 2020 ein außergewöhnliches Wachstum bei den großen Distributoren Westeuropas. Das Volumen stieg den Analysten von Context zufolge um 55 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Anstieg ist auf die noch ausstehenden Aufträge aus dem ersten Quartal zurückzuführen, als sich das Produktangebot verbesserte, aber auch auf neu eingegangene Aufträge, da die Nachfrage nach Fernarbeits- und Lerngeräten hoch blieb. Business-Notebooks legten gegenüber dem Vorjahr um 70,4 Prozent zu, während sich die Consumergeräte um 38 Prozent verbesserten.

Desktops-PCs stürzen ab

Bei den Desktop-PCs sieht es ganz anders aus: Die Stückzahlen in dieser Kategorie gingen im zweiten Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahr in Westeuropa um 27,8 Prozent zurück, wobei die Business-Desktops um 31,6 Prozent und die Consumer-PCs um 17,5 Prozent zurückgingen.

Die Corona-Pandemie hat Context zufolge eindeutig den Übergang hin zu mobilen Systemen auf Kosten stationärer Produkte beschleunigt. Es ist jedoch zu beachten, dass Business Desktops im zweiten Quartal 2020 einem schwierigen Vergleich gegenüber dem Vorjahr ausgesetzt waren und vor einem Jahr ein Wachstum von 17 Prozent verzeichneten, da sich Unternehmen auf die Migration auf Windows 10 vorbereiteten.

Das Volumenwachstum in der Distribution nach Ländern.
Das Volumenwachstum in der Distribution nach Ländern.
(Bild: Context)

„Ab dem dritten Quartal 2020 wird erwartet, dass die Nachfrage nach tragbaren Geräten auf einem gesunden Niveau bleibt. Es besteht jedoch ein hohes Maß an Unsicherheit hinsichtlich der Auswirkungen der Krise auf die westeuropäische Volkswirtschaft, was bedeutet, dass viele Organisationen sehr vorsichtig sein werden, wenn es um IT-Ausgaben in den nächsten Monaten geht“, sagt Marie-Christine Pygott, Senior Analystin bei Context.

(ID:46755148)

Über den Autor